lohnabtretung

3 Antworten

Der Gläubiger muss dir nicht zwingend eine Ratenzahlung gewähren. Sprich: Er tut das in diesem Moment freiwillig. Insofern hast du die Wahl: Protest oder unterschreiben.

Die Frage ist aber, was das für Schulden sind. War das ein Kredit, der nicht mehr bezahlt werden konnte? Normalerweise wird bei Krediten ja schon direkt bei Abschluss eine Lohnabtretung unterzeichnet und dann wäre das, was der Anwalt fordert, Blödsinn.

Auch könnte sich in weiteren Passagen Blödsinn verstecken. Zudem ist es fragwürdig, ob die Einschaltung eines Anwalts überhaupt Sinn ergibt. Banken wissen sehr oft ja von den Zahlungsproblemen der Kunden, wenn die nicht mehr zahlen können. Eine Abgabe an Anwälte und Inkassos mit Gebührenforderung ist dann vollkommen sinnbefreit.

Wie hoch ist die Schuld? Wie schnell könntest du das abbezahlen?

Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Ratenzahlung.

Allerdings würde ich darauf nicht eingehen, du bindest dir unnötigerweise einen Klotz ans Bein.

Zahl einfach so viel wie möglich auf einmal (zur Verrechnung mit Hauptforderung), das signalisiert guten Willen.

Man sollte keine Schulden bei so merkwürdigen Banken machen. Mit der Sparkasse würdest du vernünftig reden können.

Nun hast du also die Wahl, den Arbeitgeber sofort unterschreiben lassen - oder warten, bis der Gerichtsvollzieher dort pfänden kommt.

Herzlichen Glückwunsch.

Warum lebt ihr eigentlich alle über eure Verhältnisse?

Mit der Sparkasse würdest du vernünftig reden können.

Hust... "Die Sparkasse" gibt es nicht, sondern hunderte unabhängiger Sparkassen. Und einige davon sind auch schon dadurch aufgefallen, frisch abgeschlossene Immobilienkredite gleich an windige Fonds weiterverkauft zu haben.

Nun hast du also die Wahl, den Arbeitgeber sofort unterschreiben lassen

Dazu braucht der Arbeitgeber nichts zu unterschreiben.

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Der Gerichtsvollzieher kommt erst, wenn es einen Titel gibt.

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Kleine Ergänzung zu meiner Antwort. Natürlich gibt es nicht "die" Sparkasse, so schlau bin ich auch. Ich meinte eine Sparkasse, wo man als guter und zuverlässiger Kunde bekannt ist, und mit den dort zuständigen Kreditberatern, Immobilienfachleuten usw. ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis hat.

Und natürlich "muss" der Arbeitgeber nun nichts unterschreiben, aber: Der Fortgang der Sache ist doch klar. In absehbarer Zeit wird es zur Lohnpfändung kommen, den Weg dorthin muss mir auch niemand erklären.

Es hilft nur: Mit der xy-Bank sprechen und die Sache zu einer Lösung bringen. Oder halt mit der yz-Bank sprechen, die für eine Umschuldung sorgt. Schulden müssen nun einmal irgendwann auch zurückgezahlt werden.

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@barbatoker

Das Servicenivau der Sparkasse variert extrem je nach Sparkasse und Kundenbetreuer. Ich habe schon einen wechsel erlebt von sehr gutem Service (der dann die viel zu hohen Kosten der Sparkasse irgendwo gerechtfertigt hat) zu 0 Service nach Fusion mit einer anderen Sparkasse und Betreuerwechsel.

Sprechen ist natürlich immer die beste option.... ich würde einfach mal unaufgefordert eine Rate überweisen und 2 Tage danach nen schreiben hinschicken das man gewillt ist regelmäßig zu zahlen, aber die Lohnabtretung nicht unterschreiben möchte... und dann kucken. Wenn sie daraufhin nen titel beantragen wäre die Bank für mich geschichte danach.

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@barbatoker
Natürlich gibt es nicht "die" Sparkasse, so schlau bin ich auch. Ich meinte eine Sparkasse, wo man als guter und zuverlässiger Kunde bekannt ist, und mit den dort zuständigen Kreditberatern, Immobilienfachleuten usw. ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis hat.

Nehmen wir doch die Berliner Sparkasse, hier hatte ein Verwandter von mir ein Geschäftskonto mit Kontokorrentkredit und ein Immobiliendarlehen. Insgesamt gut 200.000 Euro. Top-Verhältnis zum 1. Berater. Dann kam die erste Umstrukturierung, der Kundenberater wurde zum selbstständigen Handelsvertreter der Sparkasse, die Filiale verlor ihren Geschäftskundenservice, eine andere Filiale übernahm, das Verhältnis zum Berater war gut. Man wechselte einige Worte darüber, dass die Geschäfte derzeit nicht so laufen und der Gerichtsvollzieher auch schon mal vor der Tür steht. Der Berater meint, kein Problem, reden wir mal drüber. Das Gespräch findet statt, der Filialleiter war dabei, man geht zufrieden auseinander, drei Tage später war die fristlose Kündigung der Kredite im Briefkasten, die Zuständigkeit der Filiale war nicht mehr gegeben, es sei ja nun ein "Sonderkredit". Das macht die Zentrale. Und die betrieb nun die Zwangsversteigerung des Eigenheims. Und der nette Berater der Sparkasse war ratlos.

Und natürlich "muss" der Arbeitgeber nun nichts unterschreiben, aber

Nein, nichts aber. Wenn ich wirksam mein Gehalt abtreten würde, zum Beispiel an eine Bank, dann muss der Arbeitgeber dabei eben nichts unterschreiben. Er ist der Schuldner meiner Gehaltsforderung, da kann sich der Arbeitgeber nicht gegen wehren, da gibt es auch schlicht nichts, was er unterschreiben könnte.

Der Fortgang der Sache ist doch klar. In absehbarer Zeit wird es zur Lohnpfändung kommen, den Weg dorthin muss mir auch niemand erklären.

Unwahrscheinlich, wenn man einfach Raten zahlt, warum sollte der Gläubiger da querschießen. Und selbst wenn, ist man mit der Pfändung letztlich besser geschützt als bei der Abtretung (so sie denn wirksam ist), da die Rechtsmittel hier schneller zum Ziel führen.

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