Lohnabrechungsfehler entdeckt, kann ich eine Nachforderung stellen?

4 Antworten

Wenn in deinem Arbeitsvertrag tatsächlich kein Monatslohn vereinbart wurde, sondern eine Entlohnung von € 10,40/Stunde bei einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (steht das tatsächlich da so geschrieben?), dann ist tatsächlich eine falsche Lohnberechnung zu Deinen Ungunsten erfolgt, und Du kannst selbstverständlich verlangen, dass das korrekt nachgerechnet und der fehlende Differenzbetrag ausbezahlt wird. Schau aber sicherheitshalber noch einmal in Deinem Arbeitsvertrag nach, ob das tatsächlich stimmt!

Die Antwort von ralosaviv ist absolut richtig!

Die Berechnung des monatlichen Mindestentgelts aufgrund der vereinbarten 40 Wochenarbeitsstunden mit Stundenlohn erfolgt entweder auf der Basis von 13 Wochen/3 Monaten (40 x 13 ./. 3) oder auf Jahresbasis (40 x 52 ./. 12) - das Ergebnis ist aber völlig identisch: 173,33 Monatsarbeitstunden mit 1.802,67 € Monatsentgelt.

Über 2 Jahre beträgt die Differenz demnach 3.328,08 €.

Ob diese "erkleckliche Sümmchen" allerdings nachgefordert werden kann, hängt von Fogendem ab:

Für Forderungen aus dem Arbeitsverhältnis gilt entweder eine Ausschlussfrist (sofern sie arbeits- oder tarifvertraglich vereinbart wurde - dann ist der Anspruch allerdings wegen der meist kurzen Fristen inzwischen verwirkt, evtl ist eine Frist auch direkt auf der Abrechnung angegeben), oder es gilt nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 195 eine Verjährungsfrist von 3 Jahren ab Ende des Jahres, in dem ein Anspruch entstanden ist oder fällig war.

Nach BGB können Ansprüche aus 2011 also noch bis Ende 2014 geltend gemacht werden, aus 2012 noch bis Ende 2015; danach besteht der Anspruch zwar immer noch, muss vom Arbeitgeber aber nicht mehr bedient werden! Ein Anspruch ist trotz laufender Verjährungsfrist auch dann nicht mehr gegeben, wenn der Arbeitnehmer durch sein Verhalten dem Arbeitgeber den Eindruck vermittelt hat, er würde seine Ansprüche nicht geltend machen wollen.

Zur Umrechnung siehe auch diese Seite: http://www.lohn-info.de/zeitberechnungen.html

Die Vereinbarung eines Stundenlohnes hat natürlich zur Folge, dass auch die tatsächlich geleitesten Stunden vergütet werden müssen, mindestens aber die vereinbarte Wochenarbeitszeit. Demnach ist die Abrechnung eines monatlich gleichbleibenden Festgehalts offensichtlich falsch.

Nach § 195 BGB und der allgemeinen Verjährungsfrist von 3 Jahren könnte der Anspruch möglicherweise noch geltend gemacht werden, wenn einzel- oder tarifvertraglich keine Ausschlussfrist geregelt worden ist!

Im Übrigen ist die gängige und rechtlich anerkannte Berechnungsformel der monatlichen Durchschnittsstunden auf Basis der wöchentlichen Arbeitszeit wie folgt: Wochenarbeitszeit mal 13 durch 3, mithin bei einer 40-Std.Woche also 173,33 Std. mtl. Bei 10,40€ hätten das monatlich dann zumindest 1802,67€ sein müssen, wenn der ArbG schon aus dem Stundenlohn einen monatlichen Festlohn machen wollte.

Korrekte Angabe der Nachzahlung der Halbwaisenrente in der Steuererklärung

Hallo zusammen,

für die Steuererklärung 2011 habe ich folgendes Problem:

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In welcher Höhe muss ich nun die Rente in der Steuererklärung 2011 angeben? Den Betrag, den ich tatsächlich erhalten habe oder den Betrag, den ich laut Neuberechnung erhalten hätte sollen? (Und auf welcher Basis berechnet sich dann der Rentenfreibetrag?)

Und wie sieht das Ganze dann in der Steuererklärung für 2012 aus? Muss ich die Nachzahlung aus 2012 auch im Jahr 2012 versteuern? Das fände ich sehr ungerecht, da wenn die Rente von Anfang an richtig berechnet worden wäre, hätte ich die Rente nicht versteuern müssen, da ich in dieser Zeit kein weiteres Einkommen hatte... Oder muss ich jetzt für jedes Jahr seit 2009 ein Einkommenssteuererklärung nachreichen und das ganze Rückrechnen lassen?

Vielen Dank vorab!

Gruß Sabine

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Jobcenter Falschberechnung?

Hallo, Ich habe am 06.06.2017 einen Job angefangen nun war dort die Voraussetzung das ich ein PKW benötige leider hat mir das Jobcenter den PKW nicht Finanziert und konnte den Job nicht mehr ausführen. Ich hatte aber einen Arbeitsvertrag der nun aber Seitens der Firma Aufgehoben wurde. Für die Tage der Arbeit (Probezeit) habe ich einen Lohn von ca. 64 Euro bekommen. Das Jobcenter hat mich aber mit 500 Euro Einkommen berechnet und dementsprechend auch weniger Überwiesen, nun habe ich dort eine Spanne von 433 Euro die ich am 01.07.2017 nicht erhalten haben. Muss das Jobcenter denn Betrag auszahlen der mir nun fehlt denn es wurde ja mehr Einkommen Berechnet als ich bekommen habe.

Lohnabrechnung habe ich wo der Lohn drauf steht. Ich Muss diesen Monat noch Rechnungen Zahlen und weiß sonst nicht wie das gehen soll.

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Nehmen wir an, eine Kindesmutter würde Leistungen durch das SGB II beziehen und die zuständige Behörde hätte dem Kindesvater jahrelang lediglich den Mindestunterhalt für das Kind berechnet. Nehmen wir weiterhin an, die KM hätte aber seit dem Geburtsjahr des Kindes einen dynamischen Titel über 121%. Dadurch hätte sich ergeben, dass der KV (ohne Lohneinbußen, eher teilweise Erhöhungen) jahrelang zu wenig UH gezahlt hätte.

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