Logopäde gegen Kinderarzt - wer hat Recht?

13 Antworten

Generell sollte in diesem Bereich der Logopäde die kompetentere Person sein, da dessen Ausbildung bezüglich der Sprachentwicklung deutlich differenzierter ist. Der Laut /sch/ wird von deutschen Kindern bis sie 5 Jahre alt sind erworben und häufig vorher durch das /s/ ersetzt. Sollte das bei eurem Kleinen auch so sein, dann hat er mit 4 Jahren ja noch ein bisschen Zeit um es alleine hinzubekommen :-) Sollte es mit 5 noch nicht klappen, würde ich es dann nochmal beim Kinderarzt ansprechen und spätestens mit 5 1/2, aber vor allem noch vor der Einschulung, zum Logopäden gehen! Liebe Grüße

Ich würde an deiner Stelle einmal noch weitere Meinungen einholen. Diese Entscheidung ist keine leichte. Es ist halt die Frage ob man es sich leisten kann (menschlich gesehen) keine Behandlung vorzunehmen. Soweit diese nötig ist. Die Frage die man sich stellen sollte ist eher - "was verliere ich durch eine überflüssige Behandlung?". Die schadet dem Kind mit Sicherheit nicht, ist aber u.U. ein überflüssiger Zeit- und Kostenaufwand. Was aber wenn sich der Verdacht des Logopäden bewahrheiten sollte? Steht dieser Aufwand im Verhältnis zu dem (wohl nicht mehr zu korrigierenden) Übel eines Sprachfehlers? Rechtfertigt ein solcher Verdacht nicht eine prophylaktische Therapie? Für mich eben schon. Im schlimmsten Falle A) verlierst du 1 Jahr Zeit- und Kostenaufwand weil du mit deinem Kind beim Logopäden warst. Im Falle B) hat dein Kind einen Sprachfehler weil du den Zeit- und Kostenaufwand gescheut hast. Eine Entscheidung die du im Sinne und zum Wohle des Kindes treffen musst.

Es ist bei uns keine Zeit- oder Kostenfrage, sondern sind wir eher von dem unprofessionellen und unseriös wirkenden Auftritt des Logopäden geschockt bzw. seine Bitte, in keinem Fall dem Kinderarzt davon zu erzählen!

Wie gesagt, unser kleiner hat einen enormen Wortschatz und ist im Vergleich zu anderen Kindern in seinem Alter, deutlich weiter! Es ist eben ein kleiner Fehler - der mit dem "sch".... doch vertrauen wir in diesem Fall eher dem Kinderarzt, als dem Logopäden!

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eine überflüssige Behandlung schadet sehr wohl dem Kind. Es bekommt das Gefühl, daß mit ihm was nicht stimmt, das wäre schlimm genug.

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Ich kenne es auch von vielen Kindern, dass sich der Sch-Klassiker um die 6 von selbst legt. Wenn nicht, kann man es ja immer noch behandeln lassen, 6 ist nicht spaet.

Der Logopäde, den du beschreibst, hoert sich nicht serioes an. Sagen wir mal so, wenn jemand ein erfolgreicher Logopaede ist, braucht er nicht auf Kundenfang in den Kindergarten, sondern arbeitet in seiner Praxis, und die Patienten kommen zu ihm, nicht umgekehrt.

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