Logo als Hobbyfotograf schützen lassen?

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4 Antworten

Ein Logo eintragen zu lassen ist verdammt teuer. Das lohnt sich für den Hobby- und semiprofessionellen Bereich meiner Ansicht nach nicht.

Zumal deine Bilder und auch dein Logo sowieso über das Urheberrecht  geschützt sind. Ein Copyright-Schutz oder gar ein Patent sind in diesem Fall eigentlich nicht rentabel und würden dir auch kein Zubrot bringen.

Integriere dein Logo als Signatur auf deinen Bildern, wenn du sie online stellst und/oder nutze die "Copyright-Informationen", die du in Bildern mitspeichern kannst. Das sollte ausreichen, um im Zweifelsfalle nachzuweisen, dass ein Bild dir gehört.

Anmerkung: Das "Copyright-Informationen" ist unter Anführungszeichen, weil in der deutschen Sprache zwischen Copyright und Urheberrecht differenziert wird. Gemeint sind Urheberrechtsinformationen, es wird nur aufgrund des englischen Sprachstammes der meisten Software als Copyright-Info bezeichnet.

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Schedle 20.01.2016, 09:17

Darüber hab ich mir auch schon Gedanken gemacht.

Ich war mir einfach nicht sicher, ob mir das Urheberrecht und der Copyright-Schutz ausreicht.

Und danke für den Tipp mit der Signatur. Bislang steht einfach mein Name klein unten in der Ecke.

Zusätzlich habe ich ja auch noch alle Raw Dateien von meinen Bilder, die lösche ich nicht.

Danke dir ;)

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Falkenpost 20.01.2016, 12:29

Hallo!

So teuer ist eine Anmeldung nicht. Und auf einen automatischen Schutz würde ich mich verlassen.

Gruß
Falke

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Hallo!

Du könntest dein Logo als Wort/Wort-Bild-Marke schützen lassen. Die Gebühren liegen so um die 300 Euro (http://dpma.de/marke/gebuehren/index.html). Wenn es dich interessiert, hier ist das Anmeldeformular:
http://www.dpma.de/docs/service/formulare/marke/w7005.pdf

Theoretisch hättest du bei einer ausreichenden Schöpfungshöhe (https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6pfungsh%C3%B6he) ein Urheberrecht auf dein Logo. Sollte dies nicht der Fall sein, wirst du dich nicht auf einen urheberrechtlichen Schutz berufen können. Wie so was enden kann, kannst du am Fall "taz vs. Jack Wolfskin" gut nachvollziehen:

"Die taz verwendet schon seit 1979 eine Pfote als Logo (die „Tazze“), hatte es allerdings versäumt, das Zeichen durch Eintragung als Marke zu schützen. Als die taz nun ihr Tatzen-Logo auf Bekleidung anbrachte, klagte Jack Wolfskin gegen die Verwendung. In der letzten Instanz entschied das OLG Hamburg zugunsten der Jack Wolfskin „Tatze“, dass die taz bestimmte Produkte wie Bekleidung nicht mit dem Tatzen-Logo versehen darf, egal ob mit oder ohne den Zusatz „taz“. In der Folge ergänzte die taz ihr Logo durch den Schriftzug „die tageszeitung“."
http://www.markenmagazin.de/abmahnung-jack-wolfskin-tatzen-logo/

Gruß
Falke



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du kannst auf dein logo ein gebrauchsmusterschutz eintragen lassen, wird aber praktisch keinen abhalten zu kopieren...was viel wichtiger ist, sichere dir einen guten anwalt und verfolge , wer deine bilder illegal benutzt, diese kannst du dann verklagen...und das bringt schon recht viel in deine kasse...

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Schedle 20.01.2016, 09:18

Mh ist das dann nicht auch extrem Teuer, wenn ich einen Anwalt einschalte? Der muss ja auch bezahlt werden und wenn ich nichts finde, hätte ich ja auch gleich das Logo Schützen lassen können.

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captron15 20.01.2016, 09:20
@Schedle

das macht man natürlich nur bei einwandfreier beweislage...ein minilogo z.b. im bild versteckt??!

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Sehe da keinen großen Nutzen. Wenn jemand ein Bild von dir ungefragt verwenden sollte, schickst du ihm ohnehin eine Rechnung oder Abmahnung, dazu brauchts kein geschütztes Logo.
Wenn jemand dein Logo klaut, dann wirds vermutlich ein zwölfjähhriges Kiddie sein, denn ein halbwegs seriöser Fotograf klaut keine Logos. Und von einem Kiddie hast du keine Konkurrenz zu befürchten.

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