Lösungsansatz für Wanderfeldbau in Madagaskar?

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2 Antworten

Grundlegend wird Agrikultur auf eher unfruchtbaren Böden mit lediglich nur dünner Humusauflage als fruchtbare und Gedeihfördernde Auflageschicht immer zum Scheitern auf längere Sicht verurteilt sein.

Und das ist halt auch das Problem des " Wanderfeldbaus ", welchem dann Regenwälder zum Opfer fallen.

Diese Wälder sehen zwar sehr üppig und fruchtbar aus nebst regenerativer Selbsterhaltung, aber die für diese Wälder fruchtbare Schicht ist nur oberflächlich vorhanden und zudem nur wenige cm stark.

Export von Feldfrüchten geht daher für solche Länder nicht und wenn fruchtbares Ackerland ( Schwemmland / Lössböden ) nicht für mehr als die Existenz des eigenen Volkes reichen ( oder gar noch weniger Produktivität hätten ), dann würden nur gezielte Handelspartnerschaften in dieser Hinsicht zur Selbstversorgung helfen.

Regenwälder sind hier jedenfalls für grossstiligen Wanderfeldbau keine Lösung, da die rein für ihren tragfähigen Selbsterhalt in Humusbildung mindestens Jahrzehnte bis Jahrhunderte benötigen würden in natürlichen Vegetationszyklen.

Wenn sich die Bevölkerung Madagascars also nicht auf die verfügbaren Ressourcen ihrer Insel selbst anpasst / reduziert für alte Traditionen, so bleibt vorerst nur Hilfe von aussen durch ( vergünstigten ) Import von agricularen Feldfrüchten des Grundbedarfs.

Dazu parallel müsste man schauen, was Madagascars Bevölkerung schwerpunktmässig für den Welthandel ( Export ) an Dienstleistungen und Waren zur Refinanzierung des ergänzenden Imports von Grundnahrungsmitteln anbieten / realisieren könnte.

Ein wichtiger Grundstein wäre hier weitreichende Grundausbildung und zudem fachspezifische Vermittlung von anwendbarem Wissen der Produktion für den Export / ausgelagerter Artikelfertigung.

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  • Verwaltungsübergabe von Waldgebieten an Ureinwohner und ländliche Gemeinden (diese sind auf diese Gebiete angewiesen und haben weniger Interesse daran, sie völlig zu zerstören)
  • Aufforstung
  • vielleicht eine Orientierung an nachhaltigeren Agrarformen (z.B. Fruchtwechselwirtschaft, auch wenn diese aufwendig ist)
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Kommentar von Parhalia
15.11.2016, 01:11

In Deinem letzten Punkt ( Fruchtwechselwirtschaft ) hätte ich aber nach wie vor meine Bedenken, dass DAS auf diesen kargen Böden gerodeten / abgebrannten Urwaldes auch nicht wirklich ( dauerhaft ) funktionieren dürfte.

Spätestens durch jährlich wiederkehrende Regenzeiten dürften die paar cm fruchtbarer Krume gerodeten Urwaldes doch bald auch wieder ausgelaugt oder gar fortgeschwemmt sein.

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