Lösungen für die Massentierhaltung?

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6 Antworten

Hallo,

Ich möchte jetzt nicht sagen das es die absolut beste und einzige Methode ist, aber eine Gute ist es, die richtigen Leute/Betriebe zu unterstützen und sich nicht über Dinge aufzuregen, über die man als Laie keine Ahnung hat > zB Nutztierhaltung, Schlachtung, Landwirtschaft. Schwarze Schafe gibt es immer und überall und in den Social Medias wird soviel behauptet und falsch interpretiert, da bleibt ein manchmal der Atem weg vor soviel Unverschämtheit.

Statt Industrie lieber den Kleinbetrieb(/Selbstversorger) des Vertrauens unterstützen (wir haben zB einen kleinen Milchbetrieb, offiziell nicht ökologisch, behandeln unser Tier aber genauso gut und manchmal besser) oder Bio- und Demeter kaufen, egal ob tierisch oder pflanzlich. Jeder Betrieb ist anders, jeder Betrieb wird anders geführt, nur weil "Mindestmaß" für das und das Tier, bei der und der Art des Betriebes festgelegt ist, heißt das nicht automatisch, dass jeder Betrieb es so hat - deswegen finde ich es Schwachsinn zu sagen, dass alle gleich schlecht sind.

Es bringt weniger etwas, vegan zu essen, da man zwar nicht die große (Tier)Industrie (die ja auch oft die Kleinbetrieben schadet) unterstützt, aber auch nicht die Guten. Das soll nicht heißen, dass es dumm ist sich vegan zu ernähren, sondern nur, dass man damit nicht die Welt so rettet, wie es von manchen behauptet wird. Man muss nicht komplett aufhören, die Großen zu befürworten, man muss nur den Richtigen die nötige Unterstützung entgegenbringen und ein Zeichen setzen.

(Nebenbei, passt ja nicht ganz zur [Tier]Frage, aber vielleicht bringt es trotzdem was: Weiterhin ist es auch gut, und Umwelt- und Tierfreundlich, seine Produkte regional und seasonal zu kaufen. Man kann sich also schon ab und zu exotische Früchte gönnen, aber man sollte mal darüber nachdenken, wie umweltschädlich die ganze Fliegerei und Frachtschipperei ist.)

Liebe Grüße

Es ist an sich Aufgabe des Staates, der Massentierhaltung Einhalt zu gebieten. Mit CDU und sPD ist das allerdings nicht möglich, daher sind Umwelt-Parteien gefragt, sowie Umweltverbände, die noch mehr gestärkt werden müssen.


Ich befasse mich im Ramen eines Bildungsauftrages mit dem Thema Massentierhaltung.

Bildung und Massentierhaltung passt nicht zusammen!

Massentierhaltung ist ein dämlicher Suggestivbegriff, den ausschließlich fachfremde Laien benutzen.

Nach ausgiebiger Recherche ist mir aufgefallen,

Hättest du ordentlich recherchiert, wäre dir aufgefallen das der Begriff in der ganzen Landwirtschaft und Gesetzestexten nicht existiert.

Denn Deutschland ist Exportmeister im Fleischgeschäft.

Stimmt nicht. Da gibt es noch bessere Beispiele: Dänemark zum Beispiel.

Doch wie kann man dann die Massentierhaltung entgegen wirken???

Gar nicht, denn dieser begriff existiert nur in den Köpfen von Laien!

IanGaepit 22.02.2017, 01:35

Hättest du ordentlich recherchiert, wäre dir aufgefallen das der Begriff in der ganzen Landwirtschaft und Gesetzestexten nicht existiert.

Da es sich hier um eine allgemein deutschsprachige Plattform handelt, will ich darauf hinweisen, dass der Begriff im rechtlichen Sprachgebrauch Österreichs durchaus vorhanden ist.

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Omnivore13 22.02.2017, 01:42
@IanGaepit

Ich lebe aber nicht in Österreich.

Trotzdem wäre es nett, wenn du mir diesen Gesetzestext einmal zeigen könntest

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IanGaepit 22.02.2017, 01:51
@Omnivore13

Nun wie gesagt, ich weise darauf hin, weil die Plattform allgemein deutschsprachig ist und deswegen aus meiner Sicht nicht nur die deutsche Rechtsprechung berücksichtigt werden sollte. War allerdings nur als Hinweis gemeint.

Als Beispiel die "Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft über die Begrenzung von Abwasseremissionen aus der Massentierhaltung"

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10011019

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Omnivore13 22.02.2017, 01:55
@IanGaepit

Dankeschön.

Wie die das Wort definieren ist schon echt bemerkenswert.

Man man Ösiland...eigentlich hab ich dich gemocht :-/

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lotenenno 26.02.2017, 11:36

Ja ich weis, aber wenn ich jetzt das Wort Massentierhaltung durch moderne Tierhaltung ersetzt hätten, würden weniger damit etwas anfangen können. Und mein Ziel war nicht, mit Intelligenz zu protzen, sondern eine Sachliche Diskussion. 

Desweiteren findet man das Wort auch in Wahlprogrammen fast jeder Partei und wird von Universitäten sowie Instituten verwendet. Auch Bioland und co. sprechen sich ganz klar in Ihren Verordnungen gegen MASSENTIERHALTUNG oder konventionelle Tierhaltung aus, von daher ist das Wort durchaus angemessen. 

Da du selber aber keine Alternative angeboten hast, nehme ich an, du möchtest einfach mal beweisen, das du Intelligenter als die anderen Autoren dieser Plattform bist. Doch lass dir gesagt sein, das jeder, mir ausgeschlossen, der dein Kommentar ignoriert, eine weit aus höhere Sozialkompetenz besitzt als du.

Und ganz nach dem Motto, der Klüger gibt nach, hoffe ich mein Kommentar bleibt unkommentiert.

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Omnivore13 27.02.2017, 00:06
@lotenenno

Und mein Ziel war nicht, mit Intelligenz zu protzen, sondern eine Sachliche Diskussion. 

Eine sachliche Diskussion schließt das Wort "Massentierhaltung" aus. Wenn dir was an den Gesetzen konkret etwas nicht passt, dann benenne sie konkret. Dann kannst du von mir aus in die Politik gehen und versuchen was zu ändern.

Mit Laienbegriffen wirst du da nicht weit kommen. Eine Obergrenze für die Bestandsgröße ist Irsinn und daher nicht von Belang.

Desweiteren findet man das Wort auch in Wahlprogrammen fast jeder Partei 

Nur in welcher, die sich mit dem Thema nicht auseinandersetzen.

In der Bundestagsdebatte um "Fleisch" gab es genau so eine Diskussion. Und da war die Partei (von der ich am wenigsten halte) CDU die EINZIGE, die da neutral an das Thema ging.

und wird von Universitäten sowie Instituten verwendet.

Ja....Lobbyinstitute wie BUND und Heinrich Böll Stiftung und so. Grüne Vereine!

In der fachliteratur suchst du das Wort vergebens.

Auch Bioland und co. sprechen sich ganz klar in Ihren Verordnungen gegen MASSENTIERHALTUNG oder konventionelle Tierhaltung aus

Müssen sie ja...geht ja um ihr Geld.

von daher ist das Wort durchaus angemessen. 

Ist es nicht, da keiner weiß was das sein soll.

Da du selber aber keine Alternative angeboten hast

Lesen soll gelernt sein! Ich habe Alternativen angeboten: FACHliteratur. Gesetzestexte.

Doch lass dir gesagt sein, das jeder, mir ausgeschlossen, der dein Kommentar ignoriert, eine weit aus höhere Sozialkompetenz besitzt als du.

Wohl kaum...

Und ganz nach dem Motto, der Klüger gibt nach, hoffe ich mein Kommentar bleibt unkommentiert.

Falsch gehofft.

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meiner meinung gar nicht und es ist für mich auch nicht klar wie z.b die grünen dabei denken

es handelt sich hier um ein produkt nicht mehr, man könnte die umstände verbessern aber dagegen vorgehen oder zu verbieten gar nicht

und das argument "wir müssen weniger essen" ist für mich auch nicht logisch da jeder frei ist und selber entscheidungen treffen kann, genau wie bei alkohol oder dem rauchen

was natürlich ein faktor wäre ist der enorme wasserverbrauch in den USA aber deine frage bezieht sich ja eh auf deutschland



Zunächst einmal müßten wir einmal definieren, was Massentierhaltung eigentlich bedeutet.

Ein relativ einfacher Weg, die Anzahl der Tiere je Bestand zu senken, wäre es die baulichen Auflagen zu entschärfen. Um bspw. die die notwendigen Filteranlagen eines Stalls überhaupt finanzieren zu können, bedarf es einer gewissen Beleggröße. Kleinere Stallanlagen können einfach nicht rentabel betrieben werden.

Es ist daher aktuell immer sinnvoller einen möglichst großen Stall zu errichten.

lotenenno 20.02.2017, 21:03

Das
Wort Massentierhaltung hat verschiedene Definitionen. Das
Forschungsinstituts
für biologischen Landbau (FiBL) definiert Massentierhaltung wie
folgend; „Es
werden Nutztiere gleicher Art und Altersgruppe in großen Beständen
auf begrenztem Raum gehalten. Kennzeichen der Massentierhaltung ist
der geringstmögliche Einsatz von Arbeitskräften zur Versorgung und
Fütterung sowie die Verwendung mechanischer Einrichtungen für die
Unterbringung und Haltung der Tiere.“ 3
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten
Nationen (FAO)

dagegen
„definiert intensive Tierhaltung als Systeme, in denen weniger als
10 % der Futtertrockenmasse dem eigenen Betrieb entstammt und in
denen die Besatzdichte 10 Großvieheinheiten pro Hektar betrieblicher
landwirtschaftlicher Nutzfläche übersteigt.“

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tryanswer 20.02.2017, 21:10
@lotenenno

Jau, kenn ich alle (beschäftige mich beruflich ... häufiger damit). Es gibt keine verbindliche Definition. Auch was das FIBL da aussagt, beschreibt lediglich die normale Tierhaltung.

Der Begriff sagt auch im Grunde auch nichts aus, außer das "viele" Tiere gehalten werden (was auch immer viele Tiere sein mögen). - Daher findet er außerhalb der Politik und der allg. Diskussionen auch keine Verwendung.

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lotenenno 20.02.2017, 21:27
@tryanswer

ich bin der Meinung, wenn mehr über die Folgen der Massentierhaltung bescheid wüssten, wäre die Politik im Zugzwang, und durch Wahlen... würde sich was ändern

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tryanswer 20.02.2017, 21:38
@lotenenno

Was sind denn die Folgen? - Mir ist schon klar, auf was du abzielst, nur ist es unerheblich ob dort ein Stall a 1000 Tieren steht oder vier Ställe a 500 Tieren (abgesehen davon, das die Rentabilität abnimmt, bzw. sich ein 500er Stall erst gar nicht lohnt). 

Weder die Umweltauswirkungen noch die Haltungsbedingungen lassen sich durch eine Verkleinerung der Ställe verbessern - ehr im Gegenteil: durch eine Verkleinerung der Ställe erhöhen sich die relativen Kosten für das Tierwohl. D.h. entsprechende Einrichtungen werden bei kleinen Ställen eingespart.

Jeder der sich mit dieser Thematik auseinandersetzt, sollte sich zunächst einmal darüber im Klaren werden, das Quantität und Qualität nicht das Gleiche sind. Viel wichtiger ist es an der Qualität der Tierhaltung zu arbeiten und die wird auch stetig vorangetrieben (schon allein, weil es der Produktion Vorteile bringt).

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lotenenno 20.02.2017, 22:02
@tryanswer

wenn ein stall mit nur 500 Tieren errichtet wird, ist dem Besitzer das wohl der Tiere wichtiger als der Profit. Ein freund hat ein Bauerngut mit knapp 200 Tieren. Und genau da sind wir am punkt. Er hat mehrere Tierarten. Und er stellt zum Teil Futter selber her oder holt es sich von Akragenossenschaften aus der Region. Und das mit nur 10 ha. Natürlich ist das dann nur ein Selbstversorger, aber dies mit 50 ha mehr und paar Angestellten kann man so den bedarf von gut 10-15 Familien decken, vorausgesetzt man ist nur 3 mal in der Woche in den Hauptmahlzeiten Fleisch. Zudem so ein Betrieb noch Milch, Eier, Käse, Obst und Gemüse abwirft. 

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tryanswer 20.02.2017, 22:14
@lotenenno

Und wo wäre jetzt das Problem, wenn dein Bekannter Personal einstellt und seinen Viehbestand vervierfachen würde? Dadurch würde sich an den Haltungsbedingungen der Tiere nichts ändern. - Du verstehst hoffentlich worauf ich hinaus will.

Wie du schon in deiner Frage richtig formuliert hast, ist der Fleischmarkt ein Wachstumsmarkt. D.h. irgendjemand wird das Fleisch produzieren. Wäre es dir nun lieber dein Freund täte das oder ein geschlossener Kapitalfond in Saudi-Arabien (dort steht mitten in der Wüste! die weltgrößte Milchfarm mit 50.000 Kühen plus Nachzucht)?

Ich möchte hier gar nicht für oder gegen etwas plädieren, sondern nur darauf hinweisen, daß die Problematik weit aus komplexer ist, als die populistische Diskussion um das für und wider einer sog. Massentierhaltung in Deutschland.

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Die Tierhaltung ist aber nicht das einzige Problem. 

Folgenfür die Umwelt:

Verschiedene Forscher sind der Meinung, das Viren wie die Vogelkrippe H5 nicht durch Zugvögel in unsere Länder verschleppt werden, sondern aus den Mastställen stammen, denn „wie kann ein Zugvogel [...] Vir[en] überhaupt in einem solchen von der Aussenwelt [sic!] abgeschotteten Massentierhaltungsbetrieb einbringen [...]?“5Laut dieser Theorie entstehen Krankheiten durch schlechte Hygiene, wie kein austauschen des Einstreues pro Mastperiode, die dann durch Dung oder Misst in die Umwelt gelangen und Tiere, die nicht medikamentös Eingestellt sind, ansteckt. 


Damit die Tiere schneller wachsen, bekommen sie Mastfutter, bestehend aus Sojabohnen. Diese wiederum werden zum großen Teil in Brasilien angebaut. „Im Jahr 2012 war Brasilien mit 65 Millionen Tonnen hinter den USA der zweitgrößte Produzent von Sojabohnen.“6 Um dies zu erzielen, werden jedes Jahr Flächen so groß wie Thüringen und Schleswig Holstein an Regenwald abgeholzt, was unsere grüne Lunge immer mehr zerstört. So beschleunigen wir jedes Jahr die Erderwärmung immer mehr.


Dieso entstehenden Monokulturen können sich allerdings nachteilig auf
den Humusgehalt und die Mikro- und Makrofauna des Bodens auswirken.
Damit weiterhin das Ackerland für Sojabohnen genutzt werden kann,
werden Pestizide und Dünger eingesetzt, die aber das Grundwasser
verseuchen. Auch die Farmer auf den Feldern kommen ohne ausreichenden
Schutz mit diesen toxischen Mitteln in Kontakt.


„Anlagen zur Massentierhaltung erzeugen eine große Menge von Treibhausgasen, die direkt in die Atmosphäre gelangen – mehr als die weltweite Transportindustrie.“6 

Ein Beispiel: Um 1 kg Rinderfleisch zu erzeugen, werden 10693 g CO2-Äquivalente pro kg emittiert, ein Kleinwagen emittiert dagegen nur im Durchschnitt 139.8 g / km


Lauteinem Bericht der Food and Agriculture Organization of the United
Nations (FAO), stammen 18% aller von Menschen erzeugten Treibhausgase
sowie 65% aller Lachgasausstöße aus der Viehwirtschaft. Dabei ist
Lachgas sogar 200 mal schädlicher als Kohlenstoffdioxid 

25.4%der Emissionen aus der Viehwirtschaft sind Abgase der Tiere, 35.2% entstehen bei der Brandrodung für Futterplantagen und Weideland, 33.2% verursacht der Dünger fürs Futter, 1.4% fallen bei den Transporten an und 4.3% sind Sonstiges. 


http://www.massentierhaltung-abschaffen.de/probleme-mth.html


Ein kleiner ausschnitt meiner Ausarbeitung
Da rede ich noch nicht mal von den Folgen für den Menschen

Die Massentierhaltung hat weitreichende Folgen, deswegen bin ich sehr wohl der meinung, das man sie abschaffen muss, aber wie....

PS: Frau Sesser, für den Fall, das sie dies lesen, betrachten sie das als "Moderne Recherche" ;)


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