Literaturepoche Vormärz Merkmale im Buch Woyzeck von Büchner?

2 Antworten

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Büchner gehört zur Generation der Dichter, die sich gegen das restaurative System des Vormärz auflehnen (s. seine Schrift „Friede den Hütten....“). Im „Woyzeck“ ist die schonungslose Darstellung elender sozialer Verhältnisse als Aufschrei gegen die adligen Ordnungsmächte des Wiener Kongresses zu verstehen, die durch Restauration des Feudalismus für das Elend der einfachen Menschen verantwortlich sind, weil sie so etwas zulassen.

Gib Beispiele: Leben des Woyzeck, der Marie. Von der Restauration profitierte auch das höhere Bürgertum. Ihr bequemer Moralismus zeigt sich (ironisch) im Ausspruch des Arztes: „Woyzeck , er ist ein guter Mensch, aber er hat keine Moral.“

Das Vormärzdrama bzw. allgemein die Vormärz-Dichtung unterscheiden sich von der Verklärung der Wirklichkeit in der romantischen Dichtung oder von der Weltflucht in der Dichtung des Biedermeier. Büchner blickt sehenden Auges, d.h direkt auf das soziale Elend, die Biedermeier-Dichter verweigern diesen Blick, indem sie ihre Helden ins Abseits fliehen lassen (z.B. Stifter, Novelle „Hochwald“ oder Roman „Nachsommer“); allenfalls gucken sie aus der Ferne auf die Wirren der Welt („Hochwald“) oder im Rückblick („Nachsommer“).

Wegen der schonungslosen Darstellung der Wirklichkeit halten viele Büchner für einen Dichter des Realismus, einige für einen Vorläufer des „Naturalismus“. Da der (poetische) Realismus (Storm, Fontane, Keller) die Welt immer noch poetisch gefiltert betrachtet, das brutale Elend aber ausklammert, ist Büchner – wenn schon Realist – dann auf jeden Fall ein Naturalist (Vorläufer, da der Naturalismus erst ab ca. 1880 beginnt).

Ich habe dank Google innerhalb von (maximal) zwei Minuten mehrere Seiten gefunden, also schaffst du das auch. Und falls nicht: Selbst nachdenken geht ebenfalls.

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