Literaturepoche Renaissance - Wie erkenne ich sie?

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es sind die Merkmale der "romantischen Ein- und Audrücke" der Renaissance- es ist schwierig, ad hoc derartige Merkmale zu beschreiben. 

Gerade weil du Romeo und Julia ansprichst - es ist die typische Verklärung der "reinen, absoluten" Liebe, die durch politische Irritationen zum Niedergang "gezwungen ist" - eine  Idylle, die der damaligen Zeit entspricht - Die Primärstellung von "Prestige", gefolgt von "Familie" und dann "Politische Einstellung"....

Die Renaissance umfasst allgemein die Künste- Malerei, Skulptur und Lyrik - eins greift ins andere über  ich sende dir einen Link und hoffe, dir damit etwas geholfen zu haben:

http://www.zeno.org/Goetzinger-1885/A/Renaissance-Stil

danke für das Band!

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 Renaissance heißt Wiedergeburt; gemeint ist die Wiedergeburt der Antike. In allen Werken des Renaissancezeitalters steht der Mensch im Mittelpunkt, so wie ihn antike Dichter, Philosophen und Künstler gesehen und dargestellt haben, d.h. der Mensch, wie er sich in allen seinen Lebensäußerungen umfassend zeigt. Nicht also der Mensch, eingeschränkt durch die Gebote der christlichen Kirche. In den Werken des Mittelalters tritt uns der Mensch in diesem eingeschränkten Sinne entgegen: als tugendhafter Ritter zum Beispiel, der sich von edlen Motiven wie „triuwe“, „hohen muot“ etc. leiten ließ. Das krchlich-christliche Weltbild dominierte hier auch die Dichtung. Davon bleibt in der Renaissance nicht mehr viel übrig, wenngleich natürlich die christliche Kirche nicht in Frage gestellt wurde. Am deutlichsten zeigt sich das Renaissancehafte bei Boccaccio und Shakespeare. Beide Dichter führen uns gewissermaßen den „entfesselten“ Menschen vor. Nichts, was unter Menschen möglich ist, bleibt ausgespart. Der Mensch in allen seinen Höhen und Tiefen tritt uns besonders bei Shakespeare eindrucksvoll entgegen. Bei Boccaccio (in „Dekameron“) wird ebenfalls deutlich, wie der Mensch der Renaissance sich seiner Freiheit und seiner schöpferischen Möglichkeiten bewusst wird, wie er sich erstmals als Individuum entdeckt. Nach dem als "dunkel" und sinnenfeindlich empfundenen Mittelalter setzte sich allgemein in der Renaissance ein dem Diesseits und der natürlicher Sinnlichkeit zugewandtes Lebensgefühl durch; bei Boccaccio insbesondere. Dem theozentrischen, auf Gott bezogenen Weltbild wurde also ein anthropozentrisches, auf den Menschen bezogenes, entgegengestellt. Boccaccio macht z.B. oft Kleriker und Mönche lächerlich, indem er sie in ihrer menschlichen Niedrigkeit zeigt. Eine Menge der Novellen führen unverblümt erotische Verhaltensweisen vor, als etwas ganz Natürliches für einen Menschen, der sich seiner neuen Freiheit bewusst geworden ist. Diese neue Freiheit des Renaissancemenschen gilt es, an den Werken der anderen bekannten Renaissancedichter (z.B. Petrarca, Tasso, Ariosto, Chaucer, Ronsard, Montaigne) zu exemplifizieren (führt hier zu weit). Dante gehört eigentlich noch dem Mittelalter an. Seine „Göttliche Komödie“ resümiert in gewisser Weise das gesamte mittelalterliche Weltbild. Petrarca jedoch wurde zur Trägergestalt der neueren Entwicklungen. Sein Streben geht in die Welt hinein, nicht über sie hinaus (wie bei Dante).

Vorsicht mit Shakespeare. Shakespeare läßt sich schwer einordnen. Er wird dem Barock zugerechnet - ohne allerdings so schwülstig gesc.hrieben zu haben, wie es im Barock typisch war.

Romeo und Julia wird eher mit dem "Sturm und Drang" in Verbindung gebracht-als mit dem Barock. Shakespeare war seiner Zeit weit voraus.

Renaissance: Mensch im Mittelpunkt, Symmetrie, Rückkehr zu den Quellen

GrüßeTopi .hrieben zu haben, wie es im Barock typisc

Seine

 

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