Literaturempfehlungen? Theologie - Philosophie

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Vielleicht liest Du als erstes den Katholischen Erwachsenen-Katechismus:

http://de.wikipedia.org/wiki/Katholischer_Erwachsenen-Katechismus

Darin solltest Du einen guten Überblick über den katholischen Glauben bekommen.

Ansonsten würde ich Dir als Literatur Hans Küng empfehlen, den habe ich immer sehr gerne gelesen, er vertritt aber nicht unbedingt die offizielle katholische Lehrmeinung, hat sich aber z.B. um den Dialog der Religionen und ein theologisches Weltbild, das auch die modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt, sehr verdient gemacht.

Und was Philosophie angeht, würde ich empfehlen, bei den alten Griechen oder Chinesen anzufangen. Vielleicht fängst Du mit den Dialogen des Sokrates bei Platon an, oder liest Epikur - der macht fröhlich! Konfuzius und Laotse sollte man auch gelesen haben. Oder wenn Du gleich mit der modernen Philosophie anfangen willst, lies die "Meditationen über die Erste Philosophie" von Descartes. Das ist leicht zu lesen und dennoch ein absoluter Klassiker!

Ein antiker Text, der Theologie und Philosophie verbindet, wären z.B. die "Bekenntnisse" von Augustinus - auch das sollte man gelesen haben.

Vielleicht guckst Du mal in einem Bücher-Umsonstladen oder Bücherflohmarkt, was die da so haben. Manchmal ist es gar nicht so scxhlecht, was einem als erstes in die Hände fällt.

Eine gute Einführung in die Philosophie ist auch "Die philosophische Hintertreppe" von Wilhelm Weischedel. Die bietet eine etwas unkonventionelle Einführung in die Philosophie.

Gut zu lesen ist auch die "Einführung in die Philosophie" von Karl Jaspers.

1
@Gronkor

Vielen Dank!! Das sind echt gute und so viele Ratschläge. Jetzt hab ich etwas zu tun den ganzen Sommer lang :D

0
@Gronkor

Allerdings hat die Philosophische Hintertreppe so wenig mit Philosophie zu tun wie Precht, nämlich gar nichts. Da wird der Eindruck vermittelt, jeder könne irgendwie philosophieren, wenn er bisschen ungewöhnliche Geschichten mag.

0

Danke für den Stern, Ich1995Ich!

0

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher: "Kurze Darstellung des Studiums der Theologie" und "Reden über die Religion. An die gebildeten unter ihren Verächtern". Allerdings 18. Jh., Protestant und selbst bei uns umstritten. Die Kurze Darstellung wird aber immernoch vom Lehrkörper empfohlen und ich finde seinen Standpunkt immernoch interessant und als Startposition nicht schlecht.

Servus, du solltest dich erst prinzipiell entscheiden können... Katholische Theologie gibt dir Schutz wie dem Vogel im goldenen Käfig - Philosophie gibt dir keinen Schutz - wie dem Vogel, der keinen Käfig kennt...

Was meinst du, bist du für ein Mensch? - Du musst dich vor dem Studium unbedingt entscheiden, sonst wirst du spätestens nach dem Studiumsabschluss in deinen ersten Berufsjahren verzweifeln!!

Besorge die einfache Bücher zur Katholischen Lehre und zur Philosophiegeschichte (Antike bis zur Gegenwart). Beide Studiengänge enden aber nur mit dem Wissen davon, sie regen noch lange nicht zum theologischen oder philosophischen selbstständigen Denken an - das sind nur Lehrgänge zum Erlangen geisteswissenschaftlicher Grundlagen.

Erst wenn du Professor bist oder freier Journalist oder Schriftsteller, dann darfst und sollst du über Gott und die Welt nachdenken... Grüße!

Das ist eine sehr gute Frage. Und leider fällt es mir sehr schwer, mir diese zu beantworten. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie mein Leben später aussehen soll, ich kenne nur meine Interessen :(

Und ich dachte, ein Studium wäre der Schule ähnlich. Selbstständige Arbeit regt doch zum selbstständigen Denken an. Und wenn mich ein Thema interessiert, lerne ich niemals nur den vorgegebenen Stoff, sondern lese etliche Texte dazu, was mir immer einen guten Überblick zur Meinungsbildung verschaffen hat.

0
@Ich1995Ich

Servus, bin vielleicht schon zu spät wieder hier?! NEIN- ein Studium ist zwar wie Schule vorher, aber du lernst nur vergleichendes wissenschaftliches Arbeiten. Erst die jahrelange Doktorarbeit soll ein Bemühen sein, eigene Ideen zu bestimmten vergleichenden Darstellungen fachbegrifflich zu entwickeln, niederzuschreiben und so einen kleinsten Schritt im Denken über ein bestimmtes TRhema international weiter zu gehen...

Vorher bist du immer nur ein Schüler mit vorgeschriebenen Zielvorgaben zum wissenschaftlichen arbeiten: Was glaubst du, warum so viele Prominente KEINE EIGENE Doktorarbeit geschrieben haben - sie kostet Zeit, also Geld und hohes fachliches Wissen und man braucht EIGENE IDEEN, nicht welche, die man schon irgendwo lesen kann - und das Letztere ist meist das Schwierigste, weil du durch dein immer höheres Fachwisssen, erkennen wirst, dass viele Menschen deine für dich neue Ideen längst vor dir gedacht und aufgeschrieben haben - und nun steigt der Respekt - deine Achtung gegenüber echten Autoritäten, nämlich Menschen, die tatsächlich sehr, sehr oft irgendetwas als erste denken - und die sollten dann Professoren werden.... So wäre die SUPER-Universität: Kennst du Goethes FAUST 1: Die Szene mit Faust und seinem Schüler Wagner - lies sie, so oft es geht, dann verstehst du auch emotional die Unterschiede zwischen Schule/UNI und Leben eines Intellektuellen...

Du lernst - das solltest du schon durchs ABI können - nur selbstständiges Arbeiten an der UNI, nicht selbstständiges Denken - allerdings hoffentlich mehr in Philosophie als in Theologie!

Und an der UNI bekommst du - hoffentlich - zu einem bestimmten Thema schon so viel Literatur, dass du andere dazu nicht mehr lesen kannst - also muss man da durchhalten mit genauem Zeitmanagement - sehr schwierig gerade für die phantasievollen Menschen, die Träumer, die deshalb Philosophie studieren möchten - keine Chance, wenn sie ihre Gedanken nicht bündeln und bezähmen können!!! Grüße!

0

Was möchtest Du wissen?