Literaturempfehlung?! - nicht zu schwer für Deutschlernende

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6 Antworten

Kafka? Respekt. Den find ich ziemlich schwer, nicht sprachlich, aber inhaltlich. Toll zu Lesen sind die Sachen von Arthur Schnitzler - der war zwar Österreicher, aber seine Werke zählen trotzdem zur deutschen Literatur. Schnitzler hatte einen tollen Humor, eine feine Ironie, interessante Themen und er war immer für einen Skandal gut :) Am besten fand ich "Lieutenant Gustl", "Reigen", "Sterben" und "Flucht in die Finsternis". Seine "Traumnovelle" ist übrigens als "Eyes wide shut" verfilmt worden.

Fontane find ich, ehrlich gesagt, sterbenslangweilig. Bei "Effi Briest" merkt man echt, dass er schon steinalt war, als er das geschrieben hat!

Von Schiller und Goethe gibt's ein paar echt tolle Stücke, aber das ist sprachlich für einen Nicht-Muttersprachler schon recht anspruchsvoll. Trotzdem würde ich von Schiller "Die Räuber", "Kabale und Liebe" und "Wlihelm Tell" lesen, nur vielleicht noch nicht am Anfang. Das ist toll geschrieben und die Thematik ist modern, obwohl die Stücke über 200 Jahre alt sind. Genauso Lessings "Nathan der Weise" mit der Frage nach der Gleichberechtigung der Weltreligionen.

Von ETA Hoffmann ist "Der Sandmann" gut zu lesen, oder "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Eichendorff.

Es gibt ja aber auch gute zeitgenössische Schriftsteller, die auch schon zu Klassikern werden. Z.B. Bernhard Schlink ("Der Vorleser", "Das Wochenende"), die Bücher sind nicht dick, die Sprache ist einfacher als von alten Texten und die jüngere deutsche Vergangenheit wird aufgearbeitet (NS und RAF) - ich denke, Schlink wär ein guter Einstieg....

Viel Spaß!

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Ich würde ihm ein paar frühe Erzählungen von Thomas Mann empfehlen. Die sind gut zu verstehen und er muss sich nicht durch einen ganzen Roman kämpfen. Apropos Schachtelsätze, die sind bei Mann gar nicht so häufig. Heinrich von Kleist ist der eigentliche Meister des Schachtelsatzes, es gibt Stellen (z.B. im Michael Kohlhaas) da ziehen sich Sätze über eine ganze Seite (!).

Was ihn als Amerikaner thematisch vielleicht interessiert ist "Hiob" von Joseph Roth. Da muss eine arme, vom Schicksal geschlagene jüdische Familie nach Amerika auswandern.

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Vielleicht von Erich Kästner Die Konferenz der Tiere?

Das kann man ja auch als Erwachsener noch gut lesen. ;-)

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Sehr einfach, wegen seiner lakonischen Sätze, sind Texte von Heinrich Böll. Ob die Thematik (Nachkriegszeit) für einen Amerikaner interessant ist, weiß ich nicht.

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ich würde entweder von jeremias gotthelf "die schwarze spinne" oder von theodor fontane "unterm birnbaum" lesen:)

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