Literatur zur Zeit der Aufklärung?

2 Antworten

Die LIteratur der Aufklärung will... aufklärend wirken, mit dem Ziel, dass die Menschen sie des eigenen Verstandes bedienen können (Kant, Was ist Aufklärung?)

Das heisst:

Literatur ist primär auf Erkenntnis ausgerichtet (Beispiel: Reiseberichte)

Alles, was als vorgegebene Wahrheit erscheint, soll kritisch hintergangen werden, vor allem im politischen Bereich: Willkür, Despotismus... s. Lessing, Emilia Galotti.

Gott stellt da ein besonders Problem dar. Nicht alle Aufklärer sind bereit, diese Figur kritisch auszuloten.

Deshalb ist Aufklärung (vor allem in der frühen Phase) oft moralisch ausgerichtet. Die Werte sind da die des aufkommenden Bürgertums: Sparsamkeit, Arbeit, Frömmigkeit, Unterdrückung der Triebe...

Die Fabel ist ein wichtiger Teil der Aufklärungsliteratur (Gellert), weil sie eben eine Moral zum Zweck hat.

Moralische Zeitschriften spielen da auch eine entscheidende Rolle.

Der einzige, der heute noch bedeutend ist, ist Lessing. Er meint, Wahrheit sei nichts Statisches, sondern etwas Dynamisches. Jede Epoche sei auf dem Wege zur eigenen Wahrheit.

Seine Fabeln sind kaum bekannt und doch das Beste, was es auf dem Gebiete geben kann. Der Wahrheitseffekt wird ausgespart, der Leser soll  herausfinden, was da entscheidend ist (s. Die Wasserschlange).

Im "dramatischen Gedicht" Nathan der Weise führt er die Thesen aus, die er sonst nicht mer verteidigen kann, weil der deiner Zensur unterliegt. da wird deutlich, dass keine Religion absoluten Wahrheitsanspruch haben kann und folglich Toleranz geboten ist.

 

 

 


 

Vielleicht will sie darauf hinaus, dass sich die Ideen der Aufklärung ja irgendwie verbreiten mussten. Gab es damals schon Internet, Radio, Fernsehen u. ä.?

Na, klingelts?  😉 

MfG

Arnold

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