Literatur zum Thema Mittelalter-Rockmusik?

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4 Antworten

Gut die Quelle von MaggieundSue- ich kann dir leider keine liefern.

Bitte aber die genauen Aussagen zu den Instrumenten nicht so ernst nehmen.

werden hauptsächlich möglichst authentische Nachbauten von mittelalterlichen Instrumenten (z.B. Gitarrenlaute, Portativ, diverse Trommeln, Flöten usw.).

Das stimmt nicht, es werden fast bei keinem der typischen Instrumente jemals authentische Nachbauten verwendet. Bzw. auch nur wenige Handwerker versuchen auch nur, sie zu bauen.
Man verwendet gelegentlich Instrumente, die prinzipiell schon im (Spät-)Mittelalter oder auch erst im Barock aufgetaucht sind (und zwar viele, viele verschiedene), aber fast immer in Form von Nachbauten von Instrumenten nach 1500-1600 oder in Form von modernen Vertretern dieser Instrumente aus verschiedenen Folkstilen.

Hier bleibt nur die Möglichkeit, die Instrumente anhand heutiger Vertreter (wie z.B. dem Dudelsack) und vorliegender Bildquellen auf gut Glück nachzubauen und zu hoffen, dass diese Nachbauten dann möglichst originalgetreu zu spielen sind und auch so klingen wie ihre historischen Vorbilder.

Das läuft aber nicht so. Für die meisten MITTELALTERLICHEN Instrumente gibt es in der Tat nur Bildquellen, mit denen man nicht so viel anfangen kann.

Dudelsäcke nur als Beispiel: Die populärsten Formen bei uns sind in der Szene die Schäferpfeife, der Marktsack und das Hümmelchen.

Hümmelchen und Schäferpfeifen kennt man aus einer Bildquelle mit Beschreibung und Tonumfang aus dem Syntagma musicum (einem Buch über Instrumente des Frühbarock! Nicht Mittelalter!) und einigen Gemälden:

http://imslp.org/wiki/Syntagma_Musicum_(Praetorius,_Michael) ist das ganze Buch (Book II de Organographia´), eine SEHR wichtige Quelle für historisches musizieren)

Hier die historischen Bilder von den Säcken:

http://www.bagpipeworld.co.uk/articles/syntagma.html

Bei diesen zwei Sackpfeifen hätte man also eine Quelle- und man HÄLT SICH ABSOLUT UND WIDER BESSERES WISSEN NICHT DRAN. Es interessiert niemanden ob das authentisch ist. Stattdessen baut man im Fall der Schäferpfeife einfach ein modernes französisches Instrument, die Cornemuse du Centre, und trimmt sie optisch auf "deutsch" Beim Hümmelchen benutzt man eine Art "Soprancornamuse" als Spielpfeife ohne einen bestimmten Grund- vielleicht damit es wie eine Blockflöte gegriffen werden kann.

Der Marktsack wiederum, das vielleicht typischste Instrument des Mittelalterrock, hat sich in den 1990ern als eigener Instrumententypus etabliert- er hat GAR KEINE speziellen mittelalterlichen Vorbilder, auch wenn man darauf einige mittelalterliche Stücke sehr gut spielen kann. Er ist sehr laut, was eher an eine schottische Great Highland Bagpipe erinnert und sieht optisch nur ganz allgemein mittelalter-/fantasytauglich aus.

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Kommentar von Grobbeldopp
15.10.2016, 16:31

PS ich kenne mich etwas aus mit dem Thema historische Instrumente, du kannst mich zwar nicht als Quelle nehmen, und ich will auch keinen Riesenaufsatz schreiben über all die Instrumente, aber wenn du konkrete Fragen hast nur zu.

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Die Wikipedia Seite ist doch gar nicht so verkehrt.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Mittelalterrock-Band
Du mußt nur weiter verlinken. Also eine der Bands antippen, dann wird dir deren Geschichte und Instrumentierung angezeigt. Die angegebenen Instrumente kannst du dann wiederum anklicken, und sie werden angezeigt und erklärt.

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Kommentar von Mercurialis
15.10.2016, 17:25

Ja schlecht sind die Einträge dazu auf keinen Fall. Nur macht die Quelle "wikipedia" in einer Seminararbeit keinen sonderlich guten Eindruck. Aber die Einträge können mir wenigstens als Anhaltspunkt dienen. 

Vielen Dank für deine Antwort! 

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Da Mittelalterrock damals als Bestandteil der Neuen Deutschen Härte begriffen und mit Rammstein und Co. in einen Topf geschmissen wurde, dürfte darüber etwas im Buch Letzte Ausfahrt: Germania zu finden sein.

Das Buch Metal Matters erwähnt das Genre übrigens auch.


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Kommentar von Mercurialis
15.10.2016, 16:52

Danke dir! Ich werde mich zu deinen Literaturvorschlägen gleich mal informieren. 

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