Literatur in BRD zur Zeit der DDR

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Die Literatur in der BRD war ebenfalls Mittel im Kalten Krieg, es wurde nicht nur sachlich berichtet sondern viel gehetzt. Die westlichen Medien im Ganzen suggerierten Bürgern der BRD, die DDR sei ein Hinterweltland mit dummen und arbeitsfaulen Menschen, die von einer kleinen Parteiriege geknechtet werden. So haben es mir in den letzten 20 Jahren etliche (West)Deutsche berichtet. Einige glaubten sogar, man sei in der DDR sprichwörtlich mit "Bärenfell und Keule" herumgelaufen und sie müßten den "Ossis" jetzt erst mal die Zivilisation nahebringen. Das ist leider kein Witz. Anders wurden diese Medien von DDR-Bürgern verstanden, viele glaubten wegen der glamourösen Aufmachung und der oberflächlich "seriösen" Berichterstattung, die BRD sei eine Art Paradies mit großem Wohlstand für nahezu jedermann, ein demoratisches, freiheitliches Land, wo das Volk das Sagen hätte. Diesem Trugschluß ist bekanntlich Ernüchterung gewichen, was sich leider auch in der stetig sinkenden Beteiligung bei Wahlen ausdrückt. Mit der Übernahme der DDR durch die BRD änderte sich naturgemäß auch die Schreibweise in der Literatur, denn den Gegner gab es nicht mehr. Die Literatur ist heute nahezu gleichlautend, Nuancen gibt es nur noch auf regionaler Ebene und nach Parteiausrichtung.

Ich schätze mal das genauso reagiert wurde wie in der DDR selbst. Die BRD hat die DDR nicht akzeptiert und sozusagen Todgeschwiegen und nur Randbemerkungen gemacht und andersrum genauso.

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