Literarische Mittel und historische Mittel?

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3 Antworten

Ein "Mittel" ist etwas, was zur Erreichung eines Zieles dient, was dazu geeignet ist, etwas Bestimmtes zu bekommen, zu erreichen  ( Duden)

Den "Expressionismus" und die "Neue Sachlichkeit"  gibt es in Malerei, Literatur, Theater, Architektur, Fotografie und Film .......

Ich vermute mal, daß deine Fragestellung sich beide Male auf "Literatur" bezieht. 

Unter "Literarische Mittel" würde ich  Allegorie, Metapher, Vergleich usw. verstehen.   Guck mal hier, da wird unterschieden nach Stil-Mitteln, literarischen Mitteln und rhetorischen Mitteln.  Dazu stehen dann auch Erklärungen und Beispiele. 

https://www.lern-online.net/deutsch/schreiben/sprache/literarische-termini/

Den Begriff "Historische Mittel"  im Gegensatz zu "Literarische Mittel" ist mir unklar.  Wenn es kein Schreibfehler von dir ist  

"historische Mittel"   >  "rhetorische Mittel"

würde ich vermuten, der Ausdruck bezieht sich auf die historischen Umstände, unter denen diese Strömungen entstanden sind. Also z.B. Erster Weltkrieg und die Nachkriegsverhältnisse.   Der Begriff "Mittel" wäre dann aber nicht so treffend.

 

Ghostwriter2 08.07.2017, 11:53

Die Verwechslung historische/rhetorische Mittel  erscheint mir plausibel, aber das,  was du als literarische Mittel bezeichnest (Allegorie, Metapher), sind eben rhetorische Mittel.

Mal angenommen, es sind rhetorische Mittel gemeint: In diesem Fall würde ich sagen, dass rhetorische Mittel ein Unterbegriff zu literarische Mittel ist, ohne das genauer erläutern zu können.

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guteant 08.07.2017, 16:40
@Ghostwriter2

Ich beziehe mich auf den Link, in der Hoffnung, der Betreiber der Seite wird den Lehrer-Jargon kennen. Was du sagt, mag aber durchaus richtig sein.

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Ohmanichtrottel 09.07.2017, 11:51

Ich meine tatsächlich historische Mittel

Vielen Dank für die Erklärung! Habs jetzt verstanden :)

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Den reinsten Ausdruck in den Literarischen Gattungen fand der E. in der Lyrik. Und hier waren die überwiegenden Stilmittel : Wortballungen, Worthäufungen, Weglassen des Artikels, der Füllwörter und Präpositionen, kühnste Wortbilder zur Darstellung des Abstrakten, gehetztes Pathos und bis zum Schrei gesteigerte Ekstase bei rhythmischer und metrischer Freiheit des Verses. ( Autoren: G. Benn, Trakl, Werfel, Heym, Lasker-Schüler, stramm, Zech)

Mehr dieser wunderbaren Beschreibung kannst du nachlesen bei Gero v. Wilpert, Sachwörterbuch der Literatur, von dem ich oben zitiert habe.

Kann ich nur empfehlen, sehr lesenswert !!

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