Linux anfänger welche Distribution?

9 Antworten

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Zweites Betriebssystem? Dann gehe ich davon aus, dass das erste ein Windows ist? Wenn ja, schalte bitte auf jeden Fall diese Schnellstart-Funktion von Windows ab, sonst hast du auf der Windows-Partition bald "Bandsalat". 

Und zur Distribution:
Alle Hinweise, die wir hier geben können, sind grundsätzlich subjektiv! 
Ich persönlich bevorzuge das Debian-Paketmanagement, was für mich persönlich Suse ausschließen würde. Das Systemeinstellungstool von Suse, Yast, dürfte für Anfänger aber ganz nett sein (ich habe auch mal damit angefangen, habe dann aber irgendwann gemerkt, dass ich mittlerweile ohne Yast und mit Debian-Paketmanagement sehr viel besser klarkomme). 

Da ich ein Fan der grafischen Oberfläche KDE/Plasma bin, würde Ubuntu mit seiner Unity-Oberfläche für mich auch ausscheiden. Ich finde sie gruselig und kann damit gar nicht, aber das ist eben Geschmackssache.

Mint, z.B. mit Cinnamon- oder KDE-Oberfläche ist eine nette, einfache Sache. Nicht unbedingt "schick" nach meinem Empfinden, aber das kann man ja ändern, man kann im Grunde jede Distribution wie jede andere aussehen lassen. An Mint gefällt mir sehr gut das Update-System (was andererseits viele wiederum auch kritisieren), das einem anhand von Zahlen die Wichtigkeit und Relevanz von Updates anzeigt. Das kann natürlich auch dazu führen, dass man bestimmte Updates vernachlässigt, wenn man nur selektiv updatet, was wiederum für die Systemstabilität nicht optimal sein kann. Bisheriger Vorteil von Mint war auch, dass es Multimedia-Codecs schon vorinstalliert hatte, das entfällt mit der kommenden Version 18, da der Entwickler wegen OEM nicht mehr zweigleisig fahren möchte.

Mein persönlicher Favorit ist, neben Debian, die Netrunner-Distribution auf Basis von Kubuntu (KDE Plasma Oberfläche). Ähnlich wie Mint bringt sie bereits alles an Codecs mit, Steam ist vorinstalliert, Flash, Java in verschiedenen Versionen, wine, playonlinux - alles dabei. Mit keiner Distrbution hatte ich bisher so wenig Arbeit - und deswegen denke ich, dass sie auch gut anfängertauglich ist. Netrunner hat keine große Community, aber eine, die prompte Hilfe leistet (der Entwickler ist übrigens deutschspachig und Blue Systems, der Sponsor hinter Netrunner, ist eine deutsche IT-Firma aus Bielefeld). Und da die Basis Kubuntu ist, dessen Basis Ubuntu ist, kann man auch im Ubuntuuusers-Wiki sehr gute Hilfe finden.

Hole dir doch am besten ein paar Live-ISOs und teste die für dich in Frage kommenden Distributionen per USB-Stick oder DVD-RW - oder in einer virtualbox). So lernst du die Systeme am besten kennen und kannst entscheiden, welche am ehesten deinen Vorlieben entspricht. 

erstmal sorry für die späte antwort ;D aber hab mich zwar schon ganz gut informiert aber was ist die windows schnellstart funktion??

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OpenSuse ist, wie ich finde sehr übersichtlich. Da findet man sich auch als Anfänger gut zurecht.

Ich habe mit OpenSuse vor 16 Jahren angefangen, und kam damit auf Anhieb zurecht. Das war leichter als Windows zu installieren. Was mich letzten Endes überzeugt hat - die Rechteverwaltung unter Root, und das Unix-Konzept mit YAST.

Da hast Du eine sinnvolle Packetinstallation, und Du kannst nicht benötigte Software-Anteile auch wieder sauber deinstallieren.

Bei Debian ist dieses Packetmanagment allerdings noch perfekter. Das passt alles super und passgenau zusammen.

Aber wie gesagt das ist nur alles eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Ein Ratschlag von mir - probiere doch verschiedene Live-Versionen von Linux aus, das was Dir am besten zusagt, das kannst Du ja installieren. Du siehst mit dieser Live-Version auch gleich, ob Deine gewünschte Linux-Version auf Deinem Rechner überhaupt läuft.

Jeder, der mit einem anderen Betriebssystem arbeiten möchte, muss lernen.
Da du Windows behalten möchtest, musst du einige Dinge
"temporär vergessen".
Wer das nicht kann, wird immer Problem haben. Das ist dann unabhängig von der Distribution.

Es soll Oberflächen geben, die genauso aussehen wie Windows. Nach dem ersten Klick ist diese "schöne Windows-Welt" auch schon wieder weg, denn Microsoft hat sich an vielen Stellen weit von unixoiden Systemen entfernt, dass das nicht zusammen passt  (der "geistige Vater" von Linux ist Unix und das gibt es seit ca. 1970 ).

Die Innereien ( Prinzipien und Strukturen) der einzelnen Distributionen unterscheiden sich kaum, wohl aber die schönen bunten Bilder zum Klicken.
Das muss man einfach lernen, was einen Linux-Anfänger wie auch den "Fachmann" betrifft, der die Distribution wechselt.

Ich persönlich war praktisch nie Linux-Anfänger, weil ich mit Unix groß geworden bin. Windows war ein Kulturschock als ich damit arbeiten musste.

Die meisten Distributionen bieten eine nahezu automatische Installation an. Wer lesen und denken kann, der wird damit wenig Probleme haben.
Trotzdem wird man nicht umhin kommen zu wissen was eine Partition ist, was eine  root- oder home- Partition ist. 

Arch-Linux und Kali-Linux solltest du nicht verwenden. Bei Arch ist viel "zu Fuß" zu machen, Kali ist ein Werkzeug und kein Desktop-System.

Bei mir läuft auf allen PC's openSuSE mit KDE. Ubuntu gefällt mir nicht.

was mich erwartet etc hab ich mich informiert hab mir den kofler geholt dennoch kann nich mich nicht zwischen OpenSUSE und Ubuntu entscheiden da mich das paketmanagement von OpenSUSE abschreckt da ich mich schon ein bisschen in die paketverwaltung von debian bzw ubuntu eingearbeitet habe

aber aufjedenfall danke für die antwort

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@alpha753

da mich das paketmanagement von OpenSUSE abschreckt

was ist das abschreckend? SuSE hat von Anfang an ein Werkzeug, das sowohl als GUI ( also grafisch) als auch pseudo-grafisch (d.h. ohne Grafik) benutzbar ist.
Da muss man von den Innereien nichts wissen, das, was man benötigt, wird angezeigt. Diese Zusammenstellung ist dann schon mehr Windows als Dinge, die bei anderen Distributionen benutzt werden.
SuSE hat auch die klare Trennung zwischen User und Superuser, wie bei Unix und im professionellen Bereich üblich und notwendig, eingehalten.
Es gibt den root, den Ubuntu und die Ableger praktisch erschlagen haben. Über die damit verbundenen Probleme habe ich schon so oft etwas geschrieben, dass ich es hier nicht wiederhole.

Linux in einem großen Unternehmen bei dem jeder Hansel an seinem Computer einfach so "herumschrauben" kann ( mit sudo hat er alle Rechte) - ein Unding.   Im privaten Einsatz kann man das natürlich auch bei SuSE einrichten.

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