Linksextremismus?

13 Antworten

Ich glaube, dass es keine einfache Antwort dafü gibt.

Hinsichtlich der Berichterstattung durch die Medien, die ja weite Teile der Gesellschaft "versorgt" gibt es auch gegensätzliche Tendenzen. Ich denke, es kommt auf das entsprechende Medium an. Es gibt z. B. Zeitungen, die eine ganz klare Ausrichtung haben. Man kann dann erkennen, in welche Richtung die Toleranz tendiert. Die Konsumenten des jeweilgen Mediums haben ihre Ideologie und werden beide extremistischen Richtungen unterschiedlich bewerten.

Der Linksextreme wird eher als der Menschenfreund betrachtet, der moderne Robin Hood, der sich für Benachteiligte einsetzt - wenn auch mit fraglichen Mitteln und ungefragt. Der Staat wird als Gegner betrachtet und bekämpft.

Der Rechtsextreme wird in erster Linie als Rassist betrachtet, der moderne Nazi, der sich ebenfalls ungefragt dafür einsetzt, dass Ausländer als ungewollt und unakzeptiert angesehen werden. Der Staat wird ebenfalls bekämpft.

Sympathischer erscheint der Linksextremismus, weil hier Menschlichkeit die Motivation ist, wohingegen der Rechtsextremismus als menschenverachtend gilt.

Alle Schichten der Gesellschaft finden sich bei beiden Extremen.

Von der breiten Gesellschaft werden zwar beide Strömungen nicht oder nur mit Einschränkungen befürwortet, aber einen Tick mehr "Verständnis" genießt - vermute ich lediglich - der Rechtsextremismus.

In der Politik verhält es sich in etwa ausgeglichen - ja nach Partei.

Einen Unterschied macht auch, was wirklich gedacht und was tatsächlich ausgesprochen wird. Politisch links zu stehen hat eine weniger gesellschaftlich disqualifizierende Wirkung, als die extrem rechte Ausrichtung.

Aber die von beiden Extremen angewandte Gewalt wird größtenteils abgelehnt.

Es sollte jedenfalls anders behandelt werden... Die Hufeisentheorie ist populistischer Mist und das sollte jedem klar sein der sich damit beschäftigt hat.

Naja Ansichtssache...

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Ja, definitiv. Nach den Maßstäben, die vom Verfassungsschutz an die AfD-Jugend angelegt werden, müssten auch die Jungsozialisten und die Grüne Jugend beobachtet werden. Es gibt zudem kaum Vereinsverbote gegen linksextreme Gruppen - und auch keine nennenswerten Programme dagegen.

Vor allem aber Treffen sich Linksextremisten häufig in staatlichen Gebäuden wie der "Roten Flora" in Hamburg. Wenn Rechtsextremisten ein Gebäude kaufen wollen, macht der Staat hingegen meist von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch (und lässt sie anschließend nicht rein).

Woher ich das weiß:Hobby – Beobachte politische Entwicklungen seit meiner Jugend.

Unter Extremismus versteh ich Gewalt, und die wird  im Normalfall nicht tolleriert.

Ja, ich habe das Gefühl

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Man hat den Eindruck, er wird medial weniger verurteilt. Wohlgemerkt: Extremismus inklusive Demolage von Autos, Angriffe auf Polizisten und Ausbremsen von Straßenbahnen.

Immerhin hat Seehofer die Zahlen genannt: 30000 dem BKA bekannte Rechtsextremisten stehen 33000 Linksextremisten gegenüber, beides sei brandgefährlich (womit er Recht hat).

Es mag daran liegen, dass Linksextreme sich heute "Gegenstände" vornehmen - Autos, Farbbomben auf luxussanierte Häuser etc. - die Zeiten der Morde der R.A.F. einmal ausgenommen - während Rechtsextreme auch Menschen töten (einfach, weil sie Ausländer sind - was ein jeder Deutscher auch im Urlaubsland ist). Es gibt einen Unterschied, finde ich.

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