Lindner:Kein Nachfolger für 9 Euro Ticket?

12 Antworten

Zunächst einmal: Das 9 €-Ticket hat viel Geld gekostet, aber fast ausschließlich zusätzliche Reisen generiert, jedoch kaum (langfristige) Umstiege vom Auto auf den ÖPNV gebracht - von daher war es ein Schlag ins Wasser. Dazu kommt, dass das ÖPNV-System hemmungslos überlastet wurde und die tatsächlichen Berufspendler sich auf den 1.9. freuen, wenn die Züge wieder eine erträgliche Auslastung aufweisen und hoffentlich auch wieder pünktlicher werden.

Erkennt hat man, dass wir endlich ein einfaches Tarifsystem brauchen, es letztlich egal sein muss, wo man einsteigt und wohin man fährt, es braucht ein durchgängiges Ticket - und gar zu teuer darf das auch nicht sein.

Du mußt bedenken, dass das Ticket in der Urlaubszeit gültig ist. Daher die Überlastungen.

Ich habe eine FK im HVV (Hamburger Verkehrsverbund) und die Busse/S-Bahnen/U-Bahnen waren nie überfüllt bzw. nicht voller als sonst und das zu verschiedenen Zeiten (Frühdienst, Spätdienst).

Wenn die Sommerzeit vorbei ist, wird ein Nachfolgeticket besonders Pendlern in Verkehrsverbünden zugutekommen und das ist ja die Hauptzielgruppe.

Deswegen wäre der Vorschlag der Grünen, ein 29(Pendler) 49 (Bundesweit) Euro-Ticket einzuführen ideal...wobei ich 49 Euro schon etwas zu günstig finde.

Man könnte es erstmal 6 Monate testen und schauen wie die Akzeptanz ist

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@ollie69

Die Gültigkeit begann am 1. Juni, da waren noch nirgends Ferien, aber die Züge sofort rappelvoll ... Und in der Ferienzeit wurden die Züge eher leerer ... Unabhängig davon ist Hamburg auch schon eher Randlage, da kommt nicht so furchtbar viel "von oben", aber ich habe mir sagen lassen, dass RE 1, 3 und 4 noch voller als sonst gewesen seien; die S-/U-Bahnen und Busse sind weniger überfüllt, die bringen einen ja auch nach nirgendwo, sondern bedienen nur den lokalen Verkehr - spricht übrigens dafür, dass es kaum Umsteiger bei den Pendlern gab.

Noch weitere 3 Monate "Test" - vielen Dank, die täglichen Verspätungen wegen der Überfüllung nerven schon jetzt gewaltig. Das Geld, welches da verbrannt würde, sollte man besser für den Ausbau des ÖPNV einsetzen, da gäbe es sehr hilfreiche Dinge, die man tun könnte.

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@ollie69

Die Züge mit denen ich gefahren bin, waren immer ziemlich leer und am großen Andrang kann es also nicht gelegen haben, aber ständig war etwas. Weichenstörungen, Signalstörungen, Bahnübergänge gestört, langsame Fahrt auf Brücken, da diese marode sind und so weiter und so weiter. Oft fielen auch Züge ganz aus und den Kunden wurde hierfür kein Grund genannt.

Kein Scherz, aber die Bahn hatte durch mich Ausgaben von über 1.000,- €. Aufgrund dessen, dass die Züge ausfielen oder Verspätung hatten, konnte ich nachts nicht nach Hause und die Bahn musste daher immer einen Taxigutschein ausstellen, da es nicht meine Schuld war.

Die Mitarbeiter sind völlig unmotiviert, das gesamte Netz ist total marode und die Taktung stimmt überhaupt nicht. Die Bahn kann man echt vergessen. Dies habe ich in den drei Monaten festgestellt.

Alles Gute und eine schöne Zeit!

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Wie soll man langfristig umsteigen wenn das tivket zeitlich begrenzt is

Oder glaubst du man fährt 1 monat öffi und is dann so überzeugt das man 1000€ für ne jahreskarte ausgibt?

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@Nill

Nein, aber man konnte drei Monate extrem kostengünstig ausprobieren, ob Öffis eine Alternative sind - ist offensichtlich kaum passiert; und wenn es nur gewesen wäre, um Spritkosten zu sparen ...

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@HugoHustensaft

1 monat oder 3 kommt aufs gleiche

Man muss sich trotzdem erst die karte leisten können

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@Nill

Bei euch in Österreich gibt es ja sowieso das dauerhafte Klimaticket

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@Umweltfreund753

Ich red über Deutschland

In Luxemburg kann man gratis fahrn - steht trotzdem net zur debatte

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@Nill

Ja ich weiß

Ich wollte nur drauf hinweisen das es andere Nachbarländer ohne viel Protest hinbekommen haben

Deutschland ist aber größer und hat eine höhere Bevölkerung als seine Nachbarländer.

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Es bleibt abzuwarten. Der Verkehrsminister Wissing sieht das nämlich anders und ist ebenfalls FDPler. Er spricht in eine deutlich andere Richtung als Lindner. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich endlich mal was ändern könnte. Das wird aller Wahrscheinlichkeit nach kein 9€-Ticket sein. Dass das nicht so bleibt, war schließlich auch klar. Es war nicht ohne Grund begrenzt und natürlich teuer. Ebenso hat es viele Leute bewegt, nahezu kostenlos Reisen zu unternehmen, die sie sonst nicht unternommen hätten - und das eben auf Kosten des Steuerzahlers. Dass das nicht jeder gut findet - vor allem bei den massiv vollen Zügen zur Pandemie - kann ich ebenso verstehen.

Wissing hat aber z.B. gefordert, diesen Dschungel an Waben, Bereichen, Verkehrsverbünden, Bundesländergrenzen etc aufzulösen bzw. zu vereinfachen. Mich macht es allerdings noch ziemlich stutzig, dass er als Bundesverkehrsminister sowas einfordert, obwohl dies eine klare Chefsache und damit seine Aufgabe ist, mit anderen darüber zu sprechen, und das nicht einfach so von irgendwem zu fordern. Ich bezweifle aber, dass wir in weniger als 3 Wochen eine Lösung dafür haben werden.

Ich denke, wir können hoffen, dass es bald Tickets gibt, die auch mal über eine kleine Region hinausgehen, vielleicht Bundesweit für ein Wochenende etc. Ob es dann auch günstiger wird, bleibt abzuwarten.

Verkehrsunternehmen sind gehalten rentabel zu arbeiten. Zumindest eine gewisse Kostendeckung sollte da erlaubt sein! ;-)

Es ist daher klar daß es so eine "Weiterführung" nicht ohne Subventionen gehen wird. Dennoch finde ich,daß ein Monatseigenbetrag von ca. 50€ für die Kunden bezahlbar ist. Das wäre ja immer noch eine deutliche Ersparnis zu jetzigen Normal-Monatspreisen!

Falls Hr. Lindner aber Geld braucht,sollte Er sich mal darum kümmern,daß zukünftig Menschen mit mindestens zweistelligen Millionen-Jahreseinkünften mehr Abgaben leisten können als jetzt noch üblich ist...

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein Nachfolger kommt. Verkehrsminister Wissing, der paritätischer Wohlfahrtsverband, der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Städte- und Gemeindebunds, SPD Chefin Esken, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, die deutsche Umwelthilfe und viele andere sprechen sich für einen Nachfolger des 9€ Tickets aus.

Potenzielle Nachfolger des 9€ Tickets:

  • Klimaticket: 69-Euro pro Monat
  • 29-Euro-Ticket: 348 Euro/Jahr
  • 365-Euro-Ticket: 1 Euro/Tag
  • 0-Euro-Ticket (ÖPNV kostenlos)
  • Einheitliches Ticket für ganz Deutschland: Kosten unbekannt
  • Verlängerung

https://www.change.org/p/bahn-und-bus-f%C3%BCr-1-euro-jetzt-in-ganz-deutschland-365euroticket-9euroticket

Er hat doch recht!

Bei uns ist der Spritpreis wieder auf "Vor-Ukraine-Niveau"...ok, der Diesel ist immer noch teurer, aber nicht soo extrem, das es das Billig-Ticket rechtfertigt.

Erst mal abwarten,ob der auslaufende Tankrabatt die Spritpreise wieder so hoch treibt... nur ann wäre es gerechtfertigt, erneut über eine Entlastung nachzudenken.

Es hat sich auch gezeigt, dass trotz des Billigtickets nicht weniger Leute Auto gefahren sind! Also umwelttechnisch hat es nix gebracht.

Außerdem besteht ein Problem immer noch: Es gibt viel zu viele Gegenden, wo man mit dem ÖPNV nicht passend zum Job bzw wieder heim kommt. Ein "Bestellbus", bei uns "Baxi" genannt, hat sich bislang nicht wirklich durchgesetzt.

Das ist dann wieder Aufgabe des Verkehrministers

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Die spritpreise sind hoch

1,76 statt 1,24

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