Lies sich die Musik früher schwieriger verkaufen?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

 Auf die Charts bezogen hast du vielleicht Recht, da ist m.M.n tatsächlich der Trend dahin zu beobachten, dass viele "Künstler" nur noch ihre mit Autotune bearbeitete Stimme und ihren Körper und Gesicht für die Musik hinhalten und im Prinzip kaum wirklich hinter der Musik stehen.  Allerdings gab es sowas sehr wahrscheinlich auch schon früher, wenn auch vielleicht nicht ganz so extrem. Genauso gibt es auch heute noch gute Musiker, die ihre Songs selbst schreiben (die meisten Bands können sich nämlich keine 5 Songwriter und 10 Produzenten leisten) und auch wirklich mit Leidenschaft bei der Sache sind.

Was man ebenfalls berücksichtigen sollte, ist die Digitalisierung, was für viele quasi Fluch und Segen zugleich ist. Auf der einen Seite haben insbesondere kleinere Musiker/Bands dadurch viel mehr Möglichkeiten sich selbst zu vermarkten: Früher musste man das Glück haben von einem (mehr oder weniger großen) Label entdeckt zu werden oder aber CDs/Platten mussten auf eigene Faust produziert werden, was allerdings nicht billig war. Und wenn man sich nicht über Konzerte, Zeitschriften o.ä einen Namen machen konnte und keinerlei Promotion/Aufmerksamkeit bekam, war die Wahrscheinlichkeit zwischen den großen Namen unterzugehen relativ groß. Schließlich gibt es doch eher wenige Leute, die völlig blind ein Album einer unbekannten Band kaufen, nur weil der Titel gut klingt oder das Cover intressant aussieht. Heutzutage können kleinere Bands ihre Musik auf Youtube hochladen und dadurch viel leichter neue Fans gewinnen. Zudem kann die Musik digital verkauft werden wodurch man sich die Herstellung von CDs spart und man kann sich viel leichter selbst über Facebook, Bandcamp oder auch eigene Webseiten vermarkten (Web-Space für ne kleine Webseite ist ja nicht allzu teuer).

Allerdings hat das auch Nachteile: Zum einen ist es heutzutage dank der technologischen Möglichkeiten viel leichter Musik zu produzieren, was zwar auch positive Seiten hat, andererseits aber auch dazu führen kann, dass jeder Depp seine "Musik" auf Youtube hochladen und vermarkten kann. Und in dieser Masse an Veröffentlichungen hervorzustechen ist nicht immer einfach. Zudem bevorzugen Seiten wie Youtube, Google oder Facebook aufgrund ihrer Suchalgorithmen nach wie vor in 1. Linie die großen Künstler. Die Wahrscheinlichkeit unterzugehen ist also weiterhin ziemlich groß. Außerdem führt Digitalisierung auch dazu, dass viele Leute aus mir völlig unverständlichen Gründen der Meinung sind, sie hätten einen Anspruch darauf grundsätzlich alles kostenlos bekommen zu können. Heutzutage gibt es nur noch wenige Leute, die tatsächlich bereit sind für Musik bezahlen, die allermeisten ziehen es sich illegal aus dem Netz oder haben maximal ein Spotify/AppleMusic/Whatever-Abo (an dem der einzelne Künstler aber natürlich viel weniger verdient als an einem verkauften Album). Großen Künstlern mag das egal sein, deren Einnahmen kommen zu 90% aus Werbeverträgen oder dem Verkauf von Lizenzen an Clubs, Fernsehsender, Radio usw. Kleine Künstler sind aber nach wie vor darauf angewiesen, dass Leute tatsächlich für ihre Musik bezahlen und sich auch mal ein ganzes Album und nicht nur einen Song kaufen. 

Insgesamt würde ich also nicht sagen, dass es wirklich einfacher ist Musik zu verkaufen.

20012 13.12.2016, 17:15

Danke das du mir geantwortetet hast und deine Begründung hat mir auch sehr gefallen. Vielen Dank 

0

schalte die charts ein

humba humba alles stadart müll langweilig, nicht sehr kreativ und immer das gleiche.

das lässt sich verkaufen, früher war es dennoch leichter.

heute wird alles nur noch per YT konsumiert oder gleich ganze Alben gezogen.

ich weiss nicht wieviele überhaupt noch einen Laden kennne wo Platten oder CD's verkauft werden.

Nein.

20012 13.12.2016, 15:19

Das ist die beste Begründung die je gelesen habe. Wen du meine frage gelesen hättest dann hättest du auch das Wort Begründung dabei entdecken sollen. Du hättest mir nicht antworten sollen wen du deine antwort nicht begründet hast. Danke für nichts

0

Was möchtest Du wissen?