Liegt die Kupplung meines Fiats in Öl?

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5 Antworten

Nein, die Kupplung eines PKW liegt nicht in Öl. Das kommt nur bei Automatikgetrieben oder Differentialsperren vor.

Trotzdem kann ich nur abraten von solchen Zusätzen. In der Regel schaden sie mehr als sie nutzen. Sie dichten nicht oder nur schlecht ab, dafür verkleben sie aber die Kanäle hervorragend, die für den Transport von Öl dringend nötig sind.

Wenn dein Motor nicht oder nur wenig ölt, dann lebe einfach damit. Für den TÜV mache direkt vorher eine gute Unterbodenwäsche und fahre danach über einen staubigen Sandweg. Das macht den Motor trocken, verstopft die Lecks von außen etwas und wenn du Glück hast, wird's übersehen oder toleriert.

Ich nehme an, du willst den Zusatz in deinen Motorkreislauf einfüllen. Dein Motor hat mehrere Simmerringe, die verhindern sollen, dass Öl nach außen tritt. Einer davon ist vorn an der Kurbelwelle und relativ leicht erreichbar und damit auch austauschbar. Der hintere Austritt der Kurbelwelle aus dem Motorgehäuse liegt direkt auf dem Schwungrad an der Trockenkupplung (bei Schaltgetriebefahrzeugen) und ist deshalb bei fast allen Autos mit dem Motor- oder Getriebeausbau verbunden, um da ran zu kommen. Es gibt hier Ausnahmen: Beim NSU Prinz war die Kupplung in einem von außen gut erreichbaren Kupplungskorb über eine Steckwelle zu erreichen.

Für Schrauber - Anleitung zum Tausch des vorderen Sommerringes:

1) die große Mutter vorne an der Keilriemenscheibe lösen

2) Lichtmaschine lösen, und damit den Keilriemen und die Keilriemenscheibe von der Kurbelwelle abziehen

3) Zahnriemenspanner lösen

4) Zahnriemen vom Triebrad auf der Kurbelwelle abziehen

5) Zahnriementriebrad von der Kurbelwelle abziehen

6) mit einem Spitzen Scraubenzieher die Metallhülle des Simmerrionges durchschlagen und den Ring heraus ziehen.

7) Kurbelwelle und Aufnahme des Alugehäuses mit einem Lappen und ggf. Q-Tipps reinigen (hier eignet sich Diesel und ein Pinsel mit harten Borsten)

8) Neuen Simmerring mit Motoröl leicht einfetten

9) den Ring gerade auf das Alugehäuse aufsetzen und mit leichten Hammerschlägen rundherum langsam und gerade in die Passung einschlagen bis er rundherum innen anliegt. ACHTUNG!!! Das Alugehäuse ist sehr empfindlich! keine Gewalt anwenden!

10) Zahnriemenscheibe wieder auf setzzen

11) Zahnriemen wieder auflegen und spannen (ACHTUNG!!!! GANZ WICHTIG!!! Auf richtigen Sitz des Zahriemens achten. Da sind Markierungen am Rad bzw an der Keilriemenscheibe und an den beiden Nockenwellenrädern je ein Loch. Die müssen mit den Markierungen am Motor übereinstimmen. Sonst stimmt das Timing der Zylinder mit den Ventilen nicht. Der Zahnriemen regelt, wann der Kolben hochkommt und dass dann die Ventile zu gehen, damit die Kolben nicht mit den Ventilen kollidieren. Ggf. kann auch die Ölpumpe mit den Gegengewichten der Kurbelwelle kollidieren. Darum achte darauf, ob es auch da eine Einstellung gibt.

12) Keilriemenscheibe wieder drauf und Keilriemen gespannt

13) Motor per Hand zwei mal komplett rumdrehen, um sicher zu stellen, dass auch alle Einstellungen sauber eingestellt sind. Bei Kollisionen lässt sich der Motor per Hand nicht weiter drehen, aber es ist ein Klicken zu hören und es ensteht noch kein größerer Schaden.

ACHTUNG!! Die Kurbelwelle macht 2 Umdreungen um die Ventile einmal zu betätigen weil es ein Viertakter ist:

1) Kolben geht runter und das Einlassventilm auf (Ansaugtakt)

2) kolben kommt wieder hoch und das Einlassventil geht zu (Verdichtungstakt)

15° -5! vor OT erfolgt die Zündung

3) Kolben geht wieder runter und das Auslassvenbtil beginnt zu öffnen (Verbrennungstakt)

4) Kolben kommt wieder hoch un das Auslassventil schliest wieder (Ausstoßtakt)

Du siehst 2 Kurbelwllenumdrhungen = 1 Nockenwellenumdrehung

Ggf. Zahnriemen wieder entspannen und neu einstellen. Diesaml nur die Nockenwellenräder um einen Zahn weiter oder zurück stellen, bis alles stimmt. Zahnriemen wieder spannen und wieder kontrollieren.

Wenn alles stimmt Motor starten und er sollte wieder laufen.

Am besten man kauft sich ein Buch, das wirklich hilft und wo alles genau beschrieben ist. ich empfehle hier "Querschnitt durch die Autotechnik" für dein Fahrzeug. Da sind nur die Dinge sehr gut beschreiben, die du wissen musst und alle Einstelldaten sind auch drin,. Dafür verzichten die Autoren auf überflüssigen Schnickschnack.

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normal haben 99% aller autos trocken kupplung,sei dir auch klar das wundermittel nur begrenzten erfolg hat,bei größeren undichtheiten bleibt nur neu abdichten

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Moin,

die Kupplung von praktisch allen modernen Autos ist eine Trockenkupplung, sie liegt nicht in Öl. Der Hinweis bezieht sich eher auf Motoren, wie sie in Motorrädern und anderen, kleineren Fahrzeugen zum Einsatz kommen - dort liegen die Kupplungen gerne mal mit im Ölkreislauf des Motors. In einem solchen Fall kann die Verwendung eines Dichtmittel-Zusatzes das Kupplungsverhalten verändern/verschlechtern, daher der Hinweis.

Alle Punto-Modelle, die ich finde, haben eine Trockenkupplung.

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Kommentar von cyroth
16.06.2011, 09:02

Nasskupplungen bei PKW findet man heutzutage vor allem bei "Direktschaltgetrieben" (Doppelkupplungsgetrieben), weil die Ölkühlung kleinere Bauweisen ermöglicht (und Platz ist eben knapp, wenn man gleich zwei Kupplungen unterbringen muss). Selbst bei diesen ist jedoch der Ölkreislauf des Getriebes, in dem die Kupplung dann liegt, vom Motorkreislauf getrennt. Du kannst also auf jeden Fall den Zusatz verwenden.

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Kippe doch gleich eine Tube Klebstoff in den Motor... War sarkastisch gemeint. Denn was anderes ist das nicht, genauso wie "Kühlerdicht". Das Zeug verklebt die schadhaften Stellen und auch den Rest des Kreislaufes. Dadurch wird allgemein die Effizienz des Systems nicht unerheblich gemindert. Hast eine Trockenkupplung und die VDD ist Standard, machst du neu, ist in einem halben Jahr wieder undicht. Also lassen und zwischendurch sauberwischen. Alles andere ist eigentlich schon reperaturbedürftig.

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Ich würde diesen Mist nicht in meinen Motor schütten.Die Ölpumpe hat durch solche Mittel einen wesentlich höheren Verschleiß und der Nutzen ist gleich null.

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