Liefern Solarstromanlagen im Moment unerwartet viel Strom, sodass Kohlekraftwerke zurückgefahren werden können und sich private Betreiber die Hände reiben?

3 Antworten

Wieso unerwartet?

Die Solareinstrahlung über Deutschland ist einigermaßen vorhersehbar.

Wieso sollte sich ein privater Betreiber bei (aktuellen)Einspeisevergütungen von ca. 5-9Cent je kWh (abhängig von der Größe der Anlage) die Hände reiben, der hat die Anlage entsprechend der Prognosen dimensioniert und kalkuliert.

Für Kleinanlagen (bis ca. 20kWp) ist eher der Eigenverbrauchsanteil die maßgebende Größe, da hier kalkulatorisch mit dem "Bezugspreis" (ca. 26-33Cent je kWh) gerechnet werden kann.

Hier kannst Du übgrigens täglich verfolgen, welcher Energieträger welchen Anteil an unserer Stromproduktion hat und wie die tagesaktuelle Prognose ist. (Mit entsprechender Filtereinstellung lässt sich auch die Entwicklung der letzten Jahre verfolgen):

https://www.energy-charts.de/power_de.htm?source=all-sources&week=33&year=2020

Die "Hände reiben" sich in dem Fall eher die Energieversorger, die den Strom aus der PV-Anlage für z.B. 9Cent je kWh kaufen und ohne großes Übertragungsnetz (der PV Strom wird dezentral produziert und verkauft) z.B. direkt dem Nachbarn (ohne eigene PV) für 29Cent je kWh verkaufen.

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Private Solaranlagen haben eh-warum auch immer- eine Einspeisebegrenzung, so dass sie nicht mehr als 70% ihrer Peakleistung ins Stromnetz einspeisen.

das tun sie definitiv und das ist auch gut so, denn die Kohle und Atomkraftwerk MÜSSEN jetzt schon zurückgefahren werden, weil die Flüsse wie jedes Jahr im Sommer nicht genügen Wasser für die Kühltürme führen.

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