Lieblingsmannschaft in Fußball ?

10 Antworten

Der BVB, schon seit ich denken kann und ich unterscheiden kann zwischen den Mannschaften und seit ich verstanden habe, warum die Fußballer nicht immer in 90 Minuten 90 Tore schießen, wo das doch so einfach ist - ehm, ja, ich habe irgendwie als Kleinkind die Rechnung immer ohne den Gegner gemacht, weil mich nie jemand aufgehalten hat, wenn ich "fußball gespielt" habe - seitdem ich diesen Kleinkindbonus verloren habe ist Fußball echt viel schwieriger geworden... Also zum Thema zurück: ich vermute so ab 4-7 war ich BVB-Fan - warum? Ich habe mich dabei an meinem Bruder orientiert - und die Farben sind einfach toll!

Allerdings galt die zweite Leidenschaft immer dem Dorfverein im Nachbardorf - der so weit unten gespielt hat, dass er nicht absteigen konnte - was auch gut war, wir waren nämlich immer Tabellenletzte (im Moment verfolge ich das leider nur online - weil ich inzwischen 600 km weg wohne - wir sind derzeit 10, von 13 - allerdings haben die 11-13 noch ein Spiel weniger gespielt...).

  1. FC Kaiserslautern -> Ich bin mit diesem Verein aufgewachsen und es ist der Verein überhaupt aus meiner Region. Rot und Weis sind zwei meiner Lieblingsfarben.

Club Atlético de Madrid S.A.D. -> Mein großes Idol aus der Fußballwelt hat hier seine Wurzeln geschlagen und er kehrte 2015 für dreieinhalb schöne Jahre zurück nachhause. Mir gefällt die Geschichte dieses Vereins. Atlético ist ein Traditionsverein. Der Verein handelt nach einem extrem erfolgreichen Maximalprinzip. Die Philosophie und Werte von Trainer Simeone sind absolute Identifikationswerte für mich. Die Fans sind unglaublich geil. Das Estadio Vicente Calderón ist eine sehr Geschichtsreiche Kultstätte dieses außergewöhnlichen Vereins, der sogenannte Elefantenfriedhof. Das Wanda Metropolitano ist ein Schmuckkästchen, ein wunderschönes Stadion, wie ich finde und der aktuellen Zeit und Lage des Vereins angebracht.

Der Spielstil gefällt mir. Er ist nicht besonders Attraktiv, aber unfassbar Effizient. Die Mannschaft spielt nicht wirklich Angriffsfußball, nein. Sie überlässt der gegnerischen Mannschaft ein stück weit das Spiel, verteidigt ihr Tor extrem Aggressiv und knockt durch kaltblütige Konterangriffe aus. Die Mentalität ist unglaublich stark. Die Mannschaft ist sehr unbequem und immer für ein bisschen destruktive Antipathie zu haben. Simeone ist Trainer, Trickser, Manipulator, Leitwolf, Dompteur und Fanatischer Hooligan zugleich. Er weiß zu provozieren, die Schiedsrichter zu bearbeiten und die eigenen Fans Enthusiastisch anzufeuern. Er fiebert mit Hand und Fuß mit, geht mit den Medien sehr geschickt um, er ist Atlético. Hingabe, Ausdauer, Aggressivität und Leidenschaft. Ein verbannen auf die Tribüne beruhigt ihn nicht wirklich, er geht auch auf den Rängen noch ziemlich steil.

Das Maskottchen mit seiner Indianerkriegskopfbedeckung unterstreicht das Profil des Vereins nochmal. Durch die Vorfahren meines Vaters aus den Méxikanischen Indianerstämmen, besteht auch hier ein gewisses Identifikationspotenzial. Eine Mannschaft, die vor wichtigen Spielen im Mannschaftsbus auf der Fahrt ins Stadion AC/DC hört und nach jedem THUN-DER-STRUCK im Chor gegen die Scheiben schlägt, um sich als Einheit zu motivieren und um nochmal zu betonen, was auf den Gegner zukommt, macht mich ziemlich an, ehrlich gesagt. Blau, Weis und Rot sind drei meiner Lieblingsfarben. Abwehrchef Gódin z. B. spielt auch nach gebrochener Nase und ausgeschlagenem Zahn weiter. Das sind Krieger die schon mal was von Taktik und Fußball gehört haben. Spanisch ist die Sprache einer meiner Nationalitäten. Die Fans ahmten im Calderón nach einem erfolgreichen Sieg gegen große Gegner wie Juventus Turin z. B., die Indianerkriegsgeschreie nach, um den "Elefantenfriedhof" zu symbolisieren, da sich hier immer wieder große Gegner an der Mannschaft die Zähne Ausbissen und das Spiel verloren. "Wieder ein großer Gegner, den wir abgeschlachtet haben." Sozusagen.

Einziger Makel sind die Schulden. Der Verein setzt auf ein Risiko, die Schulden durch den stetigen Erfolg auf Internationaler Bühne in Zukunft langsam, aber sicher und stetig, wieder auszugleichen. Hoffentlich geht der Plan auf.

Das reicht erstmal. Absolute Identifikation. Vielen dank.

Habe angefangen mich mit Fußball zu beschäftigen erst mit 9 Jahren. Habe während der WM 2002 überhaupt das erste Fußballspiel in meinem Leben über die volle Distanz im Fernsehen gesehen (Auftakt der deutschen gegen Saudi-Arabien) und es reizte mich von gesehenem Spiel zu Spiel mehr. Ich fing allerdings erst nach dieser Saison an neben dem "Alltags"-regeln in diesem Spiel, welche wärend des Turniers kammen mich für Statistik, genauere Regelkunde und Vereinsfußball zu interessieren.

Ich habe grundsätzlich gegenüber jeder Mannschaft die sich noch aus dem Kerngeschäft in erster Linie finanziert, keine Mäzane, Betriebsmannschaft, Spielbälle für Milliadäre sind mindestens mal Respekt (wobei selbst dort genug an Profivereinen rausfallen), Sympathie kommt mit der Verwurzelung, mit der Integrerierung der Jugendarbeit, der Atmosphäre, ein wenig schwengen auch die Persönlichkeiten mit (wobei diese sich austauschen) und der Eigenidentifikation der Fans, die Stimmung und einfach für welche Werte ein Verein eintritt und womit er seine Spielphilosophie und seine Ansprüche verwirklicht.

Ich hab mich seit meinem Interesse für den Vereinsfußball das Augenmerk aus regionaler Verwurzelung im Schwabenland für den VfB Stuttgart eingelesen und begonnen zu interessieren. Wobei sie anhielt, erst ein paar Jahre dannach mit 11 oder 12 habe ich mich einiger Maßen als Fan bezeichnet. Wenn man erlebt hat welche gewaltigen Jubelstürme etwas wie eine Zweitligameisterschaft (was mit einem schmerzhaftenund zermürbenden Abstieg folgte) für Euphorie entfachte, war es mir so deutlich wie nie geworden, dass ich mich keinem Verein so nah fühlen je würde. Seit dem ich 18 geworden bin, bin ich auch Mitglied. An die Stadionmomente egal ob bitter oder euphorisch (bin nur gelegentlich mal dort, keine Dauerkarte) waren für mich einfach die Bestättigung, ein Verein deren Leistungen mich mehr bewegen und aufwühlen gibt es für mich nicht.

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