Liebhaberei Einkommensteuer?

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6 Antworten

Liebhaberei ist vom Begriff her eine Tätigkeit, die auf Dauer gesehen nur Verluste erwirtschaftet.

Deshalb können diese Verluste auch nicht mit den positiven Einkünften verrechnet werden.

Typisches Beispiel: Ein Einkommensmillionär besitzt ein Gestüt, Es entstehen zwar jedes Jahr Einnahmen: die laufenden Kosten sind jedoch viel höher.

Diese Verluste würden bei einer Anerkennung zu einer Steuerminderung führen.

Deshalb ist die Anerkennung dieser Verluste ausgeschlossen.

Nebenbei Der Begriff "Liebhaberei" hat nichts mit zwischenmenschlichen Beziehungen zu tun. 

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Kommentar von shibuke303
20.10.2016, 12:10

Jemand der es vertstanden hat... sieht man selten :D

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Dieses Gesetz muss aus einer Zeit stammen, da der Kapitalismus noch nicht jeden Lebensbereich erfasst hatte. Hier scheint es tatsächlich darum zu gehen, Dir den Raum zu geben den Dingen nachzugehen die Dir Freude machen, ohne ständig darüber nachdenken zu müssen wie steuerlich relevant Deine Tätigkeit ist.

Per Definition scheint es aber so zu sein, dass Du in dem Moment wo Du Überschüsse mit Deinem Hobby erzielst die den finanziellen Aufwand, den Du aus anderen Einkünften erbringst, übersteigen, das ganze in den steuerpflichtigen Status übergeht.

Kurz: Es ist nur so lange Liebhaberei, so lange Du keinen relevanten Profit damit machst.

Doch nicht sooo sozial, unser Staat ;)

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Kommentar von Hefti15
19.10.2016, 17:04

Dein erster Satz macht im Zusammenhang mit den Thema bzw. der Fragestellung nicht den geringsten Sinn.

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Streng genommen ist jedes Einkommen steuerpflichtig bzw. wird zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens hinzugezogen.  Ist eben schwer zu kontrollieren, ob der Oldtimer jetzt aus Gewinnerzielungsabsicht oder wegen Hobbyaufgabe verkauft wurde.  

Wenn einer jetzt 5 mal im Jahr sein "Hobby" aufgibt, d.h. er verkauft 5 Fahrzeuge, dann werden die Finanzbehörden schon stutzig.


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Kommentar von Hefti15
19.10.2016, 17:07

Im §2 EStG wird genau geregelt, was der Einkommensteuer unterliegt. Deine Aussage "streng genommen ist jedes Einkommen steuerpflichtig" ist also schlicht weg falsch. Nicht "jedes Einkommen" ist pauschal erstmals steuerpflichtig, sondern "nur" die Einkünfte i.S.d. §2 EStG....

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Du hast das nicht verstanden: Es ist genau umgekehrt. Wenn etwas als Liebhaberei eingestuft wird, fallen mehr Steuern an.

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Es ist ja im Grunde genau andersherum. Der Staat verzichtet nicht auf Einnahmen! Durch die Liebhaberei soll ja genau das Gegenteil vermieden werden!

Gestaltungen, die wirtschaftlich keinen Sinn machen, deren Grund im privaten Bereich liegen, die i.d.R. Verluste machen, sollen nicht dazu führen, dass die Steuerlast gesenkt wird.

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Er akzeptiert auf der anderen Seite dann auch die Ausgaben nicht. ;-)

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