Liebeslyrik aus Antike oder Mittelalter

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3 Antworten

Antike

Nicht alles ist erhalten, aber es gibt einige Möglichkeiten.

Anakreon (Ἀνακϱέων; 6. Jahrhundert v. Chr.)

Gaius Valerius Catullus (Catull): Nicht alle seine Gedichte (Carmina) sind Liebeslyrik, aber die Lesbia-Gedichte sind gut geeignet, z. B. Carmen2 (passer, deliciae meae puellae); 3 (lugete o Veneres Cupidinesque) ; 5 (vivamus mea Lesbia, atque amemus); 7 (quaeris, quot mihi basiationes); 8 (miser Catulle, desinas ineptire); 51(ille mi par esse deo videtur); 70 (nulli se dicit mulier mea nubere malle); 72 (dicebas quondam solum te nosse Catullum); 85 (odi et amo, quare id faciam, fortasse requiris); 86 (Quintia formosa est multis, mihi candida, longa); 87 (nulla potest mulier tantum se dicere amatam); 92 (Lesbia mi dicit semper male nec tacet umquam)

Tibull (Albius Tibullus; 1. Jahrhundert v. Chr.)

Properz (Sextus Aurelius Propertius; 1. Jahrhundert v. Chr.)

Ovid (Publius Ovidius Naso; 43 v. Chr. - 17 n. Chr.), Amores

Literatur zum Einstieg:

Carmina Anacreontea : Griechisch/Deutsch. Herausgegeben und übersetzt von Silvio Bär, Manuel Baumbach, Nicola Dümmler, Horst Sitta und Fabian Zogg. Stuttgart : Reclam, 2014 (Reclam-Bibliothek). ISBN 978-3-15-010985-4

Ernst A. Schmidt, Catull. Heidelberg : Winter, 1985 (Heidelberger Studienhefte zur Altertumswissenschaft). ISBN 3-533-03432-1

Hans Peter Syndikus, Catull : eine Interpretation. Band 1: Einleitung. Die kleinen Gedichte (1 - 60). 2., unveränderte Auflage. Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1994 (Impulse der Forschung ; Band 46). ISBN 3-534-01507-X

Hans Peter Syndikus, Catull : eine Interpretation. Band 2: Die großen Gedichte (61 - 68). Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1990 (Impulse der Forschung ; Band 55). ISBN 3- 534-03146-6

Hans Peter Syndikus, Catull : eine Interpretation. Band 3: Die Epigramme (69 - 116). Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1987 (Impulse der Forschung ; Band 48). ISBN 3- 534- 03147-4

Niklas Holzberg, Die römische Liebeselegie : eine Einführung. 5., durchgesehene und ergänzte Auflage. Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2011 (Einführung Klassische Philologie). ISBN 978-3-534-24772-1

Mittelalter

Walther von der Vogelweide ist ein besonders bedeutender Minnesänger, aber es gibt noch viele andere.

einige Vorschläge:

Dû bist mîn, ich bin dîn (aufgefunden in einem lateinischen Liebesbrief einer Tegernseer Handschrift, ungefähr 1150)

Chume, chume, geselle min (kleines Tanzlied einer Handschrift der Carmina Buranam geschrieben um 1250 in Süddeutschland)

Der Kürenberger/Der von Kürenberg, ‚Falkenlied' (nach 1150)

Friedrich von Hausen (um 1150 – 1190), z. B.Wâfenâ, wie hat mich minne gelâzen und Mîn herze und mîn lîp diu wellent scheiden

Ulrich von Gutenberg/Gutenburg, Minneleich

Dietmar von Aist (12. Jahrhundert), z. B. Ez stuont ein frouwe alleine

Heinrich von Morungen (etwa 1155 – 1222), z. B. Mir ist geschehen als einem kindelîne und Vil süeziu senftiu tôterinne

Reinmar (Reinmar der Alte/Reinmar von Hagenau), um 1200. z. B. Ich wirbe umb allez daz ein man

Hartmann von Aue (etwa 1165 – 1215), Botenlied Dir hât enboten frowe guot

Wolfram von Eschenbach (etwa 1170 - nach 1220), z. B. Sîne klâwen durch die wolken sint geslagen und Den morgenblic bî wahtaeres sange erkôs

Heinrich von Veldeke (12. Jahrhundert), z. B. In den tîden van den jâre

Albrecht von Johansdorf, um 1200, z. B. Swâ zwei herzelieb gefriundet sich

Burkhard von Hohenfels (13. Jahrhundert), z. B. Sî gelîchet sich der sunnen

Gottfried von Neifen (13. Jahrhundert), z. B. Saelic, saelic sî diu wunne

Heinrich von Meißen, genannt Frauenlob (etwa 1250 – 1318), z. B. Owê herzelîcher leide

Literatur zum Einstieg:

Minnesang : mittelhochdeutsche Liebeslieder ; eine Auswahl ; Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Dorothea Klein. Stuttgart : Reclam, 2010 (Reclams Universal-Bibliothek ; Nr. 18781). ISBN 978-3-15-018781-4

Gaby Herchert, Einführung in den Minnesang. Darmstadt : Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2010 (Einführungen Germanistik). ISBN 978-3-534-21347-4

Ingrid Kasten, Minnesang. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft : Neubearbeitung des Reallexikons der deutschen Literaturgeschichte. Band 2: H - O. 3., von Grund auf neu erarbeitete Auflage. Gemeinsam mit Georg Braungart Klaus Grubmüller, Jan-Dirk Müller, Friedrich Vollhardt und Klaus Weimar herausgegeben von Harald Fricke. Berlin ; New York : de Gruyter, 2007, S. 604 - 608

Günther Schweikle, Minnesang. In: Literaturlexikon : Autoren und Werke deutscher Sprache. Herausgeben von Walther Killy. Band 14: Begriffe, Realien, Methoden : Les – Z. Gütersloh ; München : Bertelsmann, 1993, S.94 - 101

"Daphnis und Cloe" aus der Antike.

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