Lieber aktiven Ratgeber als neutralen Therapeuten?

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2 Antworten

Leider ist das nicht ganz so einfach. Bei seelischen Problemen geht es meistens darum sich von lange vertrauten Gewohnheiten zu lösen und den Mut zu bekommen, etwas Neues zu probieren, was auf den ersten Blick einem gar nicht so gefällt. Daran scheitern meistens auch die guten Ratschläge.

Bei der Verhaltenstherapie ist der Therapeut meistens aktiver als bei tiefenpsychologischen Therapien. Aber letztlich geht es immer darum, den "faulen Frieden", den man bisher gefunden hat, aufzugeben und sich auf unsicheren Boden zu begeben, das man am Ende so wichtig für sich findet, dass man nicht auf die früheren Gewohnheiten zurück greift.

Verhaltenstherapie bedeutet ggf. etwas zu verlernen und dafür etwas Neues zu lernen. Bei tiefenpsycholgischen Verfahren schaut man sich an, was man bisher getan hat, überprüft das und wagt mit Unterstützung der therapeutischen Beziehung neue Wege. - Oder auch nicht, wenn es nicht funktioniert.


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Verstehe ich das richtig, dass du dir wenn dann einen Therapeuten wünscht, der dir sagt was du tun sollst? Also so nach dem Motto, dass du Fragen stellst und er dann drauf antwortet?

Das kann zwar auch hilfreich sein, bringt aber glaube ich auf langwierige Sicht nicht wirklich viel.

Ich selbst stecke beispielsweise grade mitten in einer analystischen/ tiefenpsychologischen Therapie bei der der Therapeut die meiste Zeit nur zuhört und nur manchmal ganz gezielt etwas sagt und mich so meist selbst auf die "Lösung" des Problems kommen lässt bzw mir so die Probleme teilweise erst richtig bewusst werden lässt. Das finde ich persönlich sinnvoller als wenn einem die Lösungen zu Problemen vorgekaut werden.

Jedoch muss das jeder selbst für sich selbst wissen und das oben beschriebene ist nur meine persönliche Meinung!

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