Liebe Muslime. Wie darf ich folgende Suren verstehen?

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7 Antworten

Sure 2, 62: Christen und Juden haben für ihren Glauben und ihre Taten ihren Lohn bei Gott.

Die Voraussetzung dafür, das die Juden und Christen Ihren Lohn (ewiges Leben) bei Gott finden ist, das Sie wirkliche gläubige sind, wie Gott es von Ihnen verlangt.

Das bedeutet das Gott nur die Menschen mit dem ewigen Leben beschenkt, die den Willen Gottes verstanden und in die Tat umgesetzt haben.

Es reicht also nicht aus, wenn man NUR sagt das man Christ oder Jude ist, sondern es müssen wirklich taten folgen die auch einen wohlgefallen bei Gott findet.

Mit anderen Worten der Wille ein guter Christ oder Jude zu sein, ist ein wirklich guter Anfang, es ist der erste Schritt den man tätigt um zu Gott zu finden.

Der Glaube bildet aber den ganzen Weg, den man nicht, mit nur einem Schritt erreichen kann.

Sure 2,256: Es gibt keinen Zwang in der Religion.

Diese Sure ist so zu verstehen, das Niemand das Recht hat einen andersgläubigen oder einen ungläubigen Menschen zu einem Glauben oder zu einer Konvertierung zwingen darf.

Das Leben ist eine reine Prüfung für den Menschen und es steht jedem frei einen Glauben zu haben oder abzulegen, an Gott zu glauben oder auch nicht, denn Gott alleine richtet über die Menschen.

Ein Glaube, welches aus Überzeugung, Liebe und Hoffnung entsteht, ist der Schlüssel von der Pforte der sich in Richtung Himmel öffnet.

Denn Gott will das wir selbst bereit sind, Ihn zu lieben und seinen Geboten zu folgen.

Sure 5, 82: Muslime sollen Christen wegen ihres Glaubens und ihrer Demut schätzen.
Dieser Vers drückt aus, das es unter den Christen, Rechtschaffende Gottesgelehrte (Mönche, Geistliche usw.) gibt, die anderen gläubigen gegenüber freundlich und friedlich gesinnt sind, die es verdienen geschätzt zu werden.

Mit dieser Sure erklärt Gott, das man sich gegenseitig Wertschätzen soll, weil beide Seiten die Botschaft Gottes verkünden und dieser im Kern gleich ist.

Sure 5, 105: Muslime sollen sich um Andersgläubige nicht kümmern. *

Hier ist der Vers so zu verstehen, das andersgläubige, die in Ihrem Glauben falsch liegen, einen Irrweg gehen und nur sich selbst damit schaden.

Er verlangt von denen, die gläubig sind, nicht die selben Fehler zu machen und solange man das nicht tut, wird man seinen Weg zu Gott nicht verlieren.

Sie sollen die Irtregehenden vor diesen Fehler warnen, aufklären und Lösungen aufzeigen, aber auf keinen Fall erzwingen.

Wenn Sie aber nicht zuhören, dann sollen diese vermieden werden.

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Die Suren, welche du zitierst können Übersetzungsfehler haben und sind nicht gleichzusetzen mit dem Koran.Manchmal reicht der Wortschatz einer Sprache nicht aus um in  die andere Sprache zu übersetzen.

Lerne die vielseitige arabische Sprache setz dich mit dem Leben des Propheten auseinander und sehe die Versen mit einem historischen Kontext, wo sich die Gelehrten einig sind , dass sie in einem historischen Kontext zu sehen sind.

Lerne doch lieber die Praktizierenden Menschen kennen so wirst dun Gewiss zu Allah / Gott finden.Der Islam besteht aus der Sunnah des Propheten und dem Koran.

Möge Allah sie recht-leiten

we aleykum selam,

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Kommentar von Hadaguggna
03.08.2017, 07:40

Ich persönlich finde "Gotteskonstrukte" sehr interessant. Für mich ist "Gott" aber ein zu großer Begriff als dass irgendjemand dieses mit ausreichendem Wahrheitsgehalt füllen könnte!

Daher verneine ich dankend!

Gruß

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Kommentar von earnest
04.08.2017, 17:46

Möchtest du damit sagen: Was dort steht, sind Missverständnisse, die auf einer fehlerhaften Koranübersetzung fußen?

Einer Antwort/Antworten auf die Frage weichst du jedenfalls aus.

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Sure 2 vers 62 : Man soll allgemein Menschen mit anderer Religion respektieren und tollerieren, Es sei denn es gibt den Jihad

Sure 2 Vers 256: Ist ein Hinweis darauf, dass alle Suren keine Befehle sind sondern manche Geschichten und manche Gebote/Verbote. Ist aber wegen kein Reform nicht so richtig geordnet im Koran

Sure 5, 82 : Muslime und Christen sind wie verbrüdert 

Sure 5: 105: In den damaligen Kaliphat, sollte man den Gegnern keine Gnade zeigen. Heute: (kein Befehl sondern eher hintergrund gedanke) "Es ist meine Religion, es ist eure Religion. Mischt euch nicht ein". 

Jihad: Offensiv: Man weitet den Islam aus und die die sich wehren oder den Islam irgendwie schlecht da stellen lassen wollen, abtreiben/ sich von den Distanzieren (im Kaliphat damals, töten)

Jihad : Defensiv : Man verteidigt seine Religion o. Man Opfert sich für das Volk und Allah entnehmt dir die Verbote/Gebote (keine Selbstmord bombe sondern so etwas wie "Ich opfere mich für mein Volk"! )

Danke für ihre Kritik.


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Hallo! Schöne Suren - wären alle so wir hätten eine andere Welt.

Es gibt aber auch Suren mi denen ich nicht einverstanden sein kann -  wie jene die die Stellung der Frau betreffen

Hier eine Sure :

Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (als Morgengabe für die Frauen) gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind (Allah) demütig ergeben und geben acht mit Allahs Hilfe auf das, was (den Außenstehenden) verborgen ist. Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie! Allah ist erhaben und groß. (Sure 4:34) <

 Ich wünsche Dir alles Gute.

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Kommentar von Leminee
02.08.2017, 21:38

Schöne Suren, wären alle so, hätten wir eine andere Welt. 

Vielleicht will Allah nicht, dass wir eine ''andere Welt'' haben?  

Ich glaube nicht, dass wir eine andere Welt gehabt hätten, wenn solche Passagen im Koran nicht stünden.  

Wir hätten aber wahrscheinlich eine andere Welt, wenn US-Soldaten nicht in den Irak einmarschiert gewesen wären...

Es gibt aber auch Suren, mit denen ich nicht einverstanden sein kann wie jene die, die Stellung der Frau betreffen. 

Vielleicht kennst du nicht die Interpretation dieses Vers?  

Damit ist auf gar keinen Fall gemeint, dass man seine Frau ohne nachvollziehbaren Grund schlagen darf oder sie beim Schlagen verletzen darf. 

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Heii Hadaguggna,

Ich will und kann dir helfen.

Natürlich kann niemand außer Gott bestimmen, wer in den Himmel eintreten darf. Laut Koran werden selbst die Gesandten am jüngsten Tag befragt.

39:69 Die Erde wird im Licht ihres Herrn erstrahlen. Die Schrift (mit allen Angaben über die Taten der Menschen) wird hervorgeholt werden. Die Propheten und die Zeugen werden vorgeladen. Über die Menschen werden die Urteile gefällt, und niemandem soll Unrecht geschehen.

Jetzt steht im Koran...

64:9 Wer an Gott glaubt und rechtschaffen handelt, dem tilgt Er seine bösen Taten, und den wird Er in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, ewig und auf immer darin zu bleiben; das ist der großartige Erfolg.

2:62: Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Christen und die Säbier – wer immer an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt, – die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll sie überkommen, noch werden sie traurig sein. (Siehe auch: 5:69)

Das heißt, dass alle, die an einen, aber wirklich nur an einen Gott glauben sowie an den jüngsten Tag und noch dazu rechtschaffen handeln, keine Furcht vor Gott und seinem Urteil haben müssen.

3:113-114 Sie sind nicht (alle) gleich. Unter den Leuten der Schrift ist eine standhafte Gemeinschaft, die Gottes Zeichen zu Stunden der Nacht verliest und sich (im Gebet) nieder wirft. Sie glauben an Gott und den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche und beeilen sich mit den guten Dingen. Jene gehören zu den Rechtschaffenen.

Juden und Christen sind dennoch dazu verpflichtet an den Koran zu glauben, genauso ist uns Muslimen befohlen, an die Tora und das Evangelium als die unverfälschten offenbarten Worte Gottes zu glauben. 

2:41 Und glaubt an das, was Ich (als Offenbarung) hinab gesandt habe, das zu bestätigen, was euch bereits vorliegt. 

5:68 Sag: O Leute der Schrift, ihr fußt auf nichts, bis ihr die Tora und das Evangelium und das befolgt, was zu euch (als Offenbarung) von eurem Herrn herab gesandt worden ist. Was zu dir (als Offenbarung) von deinem Herrn herab gesandt worden ist, wird ganz gewiss bei vielen von ihnen die Auflehnung und den Unglauben noch mehren. So sei nicht betrübt über das ungläubige Volk!

29:46 Und streitet mit den Leuten der Schrift nur in bester Weise, außer denjenigen vonihnen, die Unrecht tun. Und sagt: „Wir glauben an das, was (als Offenbarung) zu uns herab gesandt worden ist und zu euch herab gesandt worden ist; unser Gott und euer Gott ist Einer, und wir sind Ihm ergeben‘.“ 

Zum nächsten:

2:256 Niemand soll zu einem Glauben gezwungen werden. Der Weg der Wahrheit ist klar und von dem des Irrtums abgegrenzt. Wer die Götzen verwirft und an Gott glaubt, hält an dem unauflösbaren Bund fest. Gott hört alles und weiß alles.

Ist ja eigentlich klar...

Dann...

5:82 Du wirst gewiß feststellen, daß die schlimmsten Feinde der Gläubigen die Juden und die Anhänger der Vielgötterei sind und daß die den Gläubigen am freundlichsten Gesinnten die Christen sind. Das liegt daran, daß es unter ihnen Priester und Mönche gibt und daß sie bescheiden sind.

Dieser Vers ist als Vorwarnung und gut gemeinter Rat an den Propheten und seine Anhänger gerichtet.

Und schließlich...

5:105 O ihr, die ihr glaubt! Wacht über euch selbst. Wer irregeht, kann euch nicht schaden, wenn ihr nur selbst auf dem rechten Wege seid. Zu Allah ist euer aller Heimkehr; dann wird Er euch enthüllen, was ihr zu tun pflegtet.

Das bedeutet, dass die Gläubigen auf sich selbst Acht geben sollten und wenn sie einige "Täuschungen/Irrtümer" erkennen, die sie vom rechten Pfad bringen können, demütig zur Gottergebenheit zurückkehren sollen.

Hoffe, ich konnte dir helfen, lieber Hadaguggna. Schreib aber bitte nächstes Mal die Verse ganz aus. Danke! :-))


LG Dunya

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Kommentar von Zicke52
01.08.2017, 22:40

@Dunyaaa: "Juden und Christen sind dennoch verpflichtet, an den Koran zu glauben"

Wenn sie an den Koran glauben, sind sie keine Juden und Christen mehr, sondern Moslems.

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Hallo,

ich denke ich weiß was du meinst bzw. worauf die hinaus willst.

Du musst verstehen, dass der Koran chronologisch geschrieben wurde. Mohammed lies immer das aufschreiben, was ihm gerade dienlich war. Denn der Koran sollte Mohammeds Macht steigern, mehr nicht.

Wenn die Situation gerade erforderte, dass Christen und Juden geduldet werden müssen, dann lies er dies als Ausnahmeregelung aufschreiben. Anders als die Bibel hat der Koran keine allgemeingültigen Regeln zum Ziel gehabt, sondern einen jeweils aktuellen Nutzen für die bestehende Situation.

Der Islam wurde als Gegenpol zum Christentum geschaffen. Er ist genauso wie die Bibel ein rein politisches Machtinstrument gewesen. Beides erfüllt heute keinen Zweck mehr, weil es die Adressaten nicht mehr gibt.

Mohammed kopierte vieles und schuf quasi ein "Best-Of" aus Christentum und Judentum, was er mit arabischen Elementen verknüpfte. Die Strenge des Judentums und viele Regeln sind wesentlicher Bestandteil des Islam. Ebenso die expansionistischen Bestrebungen.

Während das Christentum in Form des Römischen Reiches eine starke politische Macht darstellte, gab es Juda schon lange nicht mehr, sondern nur noch verstreute Gruppen von Anhängern der jüdischen Religion. Sie stellten keine Bedrohung dar. Da sie aus Sicht des Koran aber das ursprüngliche Volk Gottes bilden würden, deren Vorfahren von Gott verlassen wurden, haben sie die Juden eher toleriert als Christen.

Es gab aber auch Christen, die nicht im römischen Reich lebten und sich aus Politik heraushielten. Solange sie nicht offen gegen den Islam waren, wurden sie auch geduldet. Mohammed betrachtete sie als Opfer der Kirche.

Für Mohammed waren nur die Christen eine Bedrohung, die offen gegen ihn vorgingen.

Es besteht also kein Widerspruch diesbezüglich.

Ich hoffe ich konnte es in der Kürze gut erläutern. Die Thematik ist natürlich wesentlich komplexer.

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Kommentar von Sternfunzel
01.08.2017, 15:11



Für Mohammed waren nur die Christen eine Bedrohung, die offen gegen ihn vorgingen.

Wo steht sowas denn?   lieben Gruß  

kannst Du zitieren mit Quellenangabe?  steht das im Koran?  



Es besteht also kein Widerspruch diesbezüglich.

hm?  wie? Christen sind eine Bedrohung für Muslime?  


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Kommentar von Tolga67Alp
01.08.2017, 15:26

Du hast sehr viel geschrieben und vieles auch aus deiner Sicht interpretiert. Auf den Inhalt will ich gar nicht eingehen, weil es sonst zur einer langen Diskussion führen würde.

Aber fakt ist, du hast nicht eine einzige Frage beantwortet die gestellt wurde.

Man könnte sagen Thema verfehlt, Note 6

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Ganz einfach: Die friedlichen Suren sind die älteren. Dieser schrieb Mohammed anfangs. Da konnte er jedoch niemanden für sich gewinnen und erst als die Suren gewalttätig wurden, bekam er Anhänger. Letztendlich gilt: Die alten Suren werden von den neuen überholt, sie sind nicht mehr gültig.

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