Liebe Leute die kein Fleisch essen, könnt ihr mir etwas beantworten?

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11 Antworten

"Artgerecht" ist ein recht schwer zu definierender Begriff, dabei muss man eben auch bedenken, dass sich die Tiere meist von ihren wild lebenden Verwandten unterscheiden, da sie schon seit Jahrtausenden an den Menschen angepasst wurden.

Bio allein ist aber kein Garant für eine "gute" Haltung, das kommt mitunter auch darauf an unter welchen Bio-Richtlinien produziert wird, auch konventionelle Produktion kann da prinzipiell mithalten, es produziert schließlich nicht jeder am gesetzten Minimumstandard. Die beste lösung wäre da auf regionale Produkte zurückzugreifen und sich selbst ein Bild von den Produktionsbedingungen zu machen.

Wildfleisch wäre aber z.B. eine Sache, die man nach dieser Argumentation problemlos verzehren könnte.

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Oft kann man bei Biofleisch leider auch nicht immer direkt überprüfen, ob das alles so gut läuft, wie es das Siegel suggeriert. Da gab es leider schon einige Skandale. Aber manchmal hat man ja die Gelegenheit in der Umgebung einen Biohof zu haben und dann kann man sich da die Bedingungen angucken und von dort auch Fleisch kaufen. Aber das ist nicht immer gegeben. 

Artgerecht ist leider auch immer so ein schöner Begriff. Artgerecht heißt nicht automatisch tiergerecht oder tierfreundlich zumindest für mich. Oft ist es auch ein Begriff, der eine gewisse Toleranzzone einschließt. Es ist alles nicht ganz einfach und jeder sollte selbst entscheiden inwiefern man Fleisch ist oder nicht oder von wo und von wo nicht. Ich esse es jedenfalls nicht. 

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Ich esse gern Biofleisch (bzw. nur Fleisch, wo ich den Erzeuger und die Haltungsbedingungen kenne, auch ohne Biosiegel)

Natürlich werden die Tiere vom Menschen "gehalten", gepflegt, gefüttert etc. Ohne diese Fütterung und Pflege könnten die Tiere nicht überleben, die meisten jedenfalls nicht, weil es nun mal Haustiere und keine Wildtiere sind. Die Tiere werden geschlachtet - auch richtig. Allerdings würden sie, wenn dem nicht so wäre, irgendwann eines natürlichen Todes sterben. Ob das immer ohne Qual und schmerzfrei ablaufen würde, wage ich zu bezweifeln.

Tiere sind nicht in der Lage, ihre Situation als zukünftiges Schlachttier zu erkennen. Sonst würden sie sich auf keinem Fall zutraulich einem Menschen nähern. Sie haben bei artgerechter Haltung ein gutes Leben und einen schnellen Tod. Sie leiden auch nicht, wenn sie den Tod eines Herdenmitglieds mit ansehen müssen.

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Diese Menschen haben keine Ahnung!

Wer Bio und nicht-Bio mit dem Laienbegriff "Massentierhaltung" auseinander hält, der hat für mich gesehen nicht den allerleisesten Schimmer über Viehzucht!

Bio ist ein überteuertes Siegel, welches nichts aussagt! Meine Rinder stammen auch von der Weide, auch ohne blödem Biosiegel. Mein Schweinehalter hält über 2500 Schweine...und? Was sagt das schon? Laut B.U.N.D. gilt er da schon als Massentierhalter. Nach deiner Definition sogar mein Rinderzüchter auch noch.

"Massentierhaltung" ist ein Laienbegriff für fachfremde Laien, die keine Ahnung von Viehzucht haben und sich mehr mit Verallgemeinerungen und Verschwörungstheorien befassen!

Nur mal so nebenbei: Die Tierschutzgesetze schreiben für ALLE Nutztiere eine möglichst artgerechte Haltung vor. Und artgerecht bzw. tiergerecht bedeutet nicht unbedingt, dass sich Schweinchen Babe im Schlamm wühlen kann, sondern, dass es Möglichkeiten Kühlung hat.

Und wer nicht-Bio-Tiere mit schlechter Haltung impliziert, der hat nun mal keine Ahnung von der Materie.

Ich hoffe ich konnte dir helfen

Gruß
Omni

(BG)

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Kommentar von xxTOxx
02.11.2016, 22:19

Genau so ist es. Bio heißt nicht gleich, dass die Tiere ein schönes Leben haben.

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Gegenfrage: Warum müssen Vegetarier sich erklären? Es ist eine Ernährungsweise, die auf einer inneren Einstellung beruht. Sie ist, wenn richtig gemacht, gesund, lecker und gut für die Tiere. Weshalb also nicht Vegetarier sein?

Ich selbst finde den Gedanken, einen Tierleichnam zu essen ekelhaft, egal wie gut er gewürzt ist. Ich finde Tiere zu halten, um sie zu töten grausam. Auch wenn sie nicht aus Massentierhaltungen kommen.

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Ja, meistens wird um die Massentierhaltung geredet, wenn man diese darauf anspricht, dabei müsste man eigentlich doch nur ganz klar sagen, das man einfach kein Tier essen will.

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Eine "artgerechte" Haltung gibt es nicht in großem Stil. Ich halte es zudem für völlig unmöglich die Tiere auch nur im Ansatz artgerecht zu halten, die nötig sind um unseren derzeitigen Konsum zu decken.

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Es gibt natürlich auch schwarze Schafe die ihre Bio-Tiere nicht richtig halten.

In SternTV kam vor so 2 Wochen was darüber.

Es muss aber nicht nur mit den Tieren zusammenhängen wenn man kein Fleisch isst.

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Bio ist nicht unbedingt menschlicher. Legebatterien ist eher nicht Bio. Aber auch bei einer Freilandhaltung, werden die Hühner "gehalten". Weißt du.

Und so ist es natürlich mit den anderen Tieren auch.

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Um sich komplett sicher zu sein müsste man eigentlich selbst Bauer sein

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Kommentar von pixKL
02.11.2016, 20:35

Bin ich / mein Vater wo ich halt mit helfe bei denn Schafen leider nicht Bio aber sie werden nicht schlecht gehalten

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Es ist einfach auch besser für die Umwelt, kein Fleisch zu essen.

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Kommentar von lamarle
02.11.2016, 21:25

 Bei artgerechter, regional angepasster Tierhaltung entstehen geschlossene Stoffkreisläufe, bei guter Weidehaltung erhöht sich der Humusgehalt des Bodens und die Dicke der Humusschicht. Diese humushaltige Schicht ist der Boden, von denen alle Pflanzen, Tiere und Menschen leben.

Geschlossene Stoffkreisläufe sind das Beste, was der Umwelt passieren kann. Ansonsten muss für eine ausreichende Ernte mineralisch gedüngt werden. Die Mineraldüngerherstellung ist energieaufwendig und nicht ressourcenschonend. Vom Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel und Herbizide wollen wir mal gar nicht reden.

Sooo umweltfreundlich ist der ausschließliche Pflanzenverzehr auch nicht.

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Kommentar von Omnivore13
02.11.2016, 22:16

Falsch. Fleischverzicht ist Raubbau an der Natur!

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Kommentar von xxTOxx
03.11.2016, 11:29

Das stimmt. Wer behauptet, kein Fleisch zu essen, wäre schlecht, oder würde in irgendeiner Weise anderen Lebensformen etc. schaden, der versucht nur, sich für seinen Fleischverzehr zu rechtfertigen. Wenn die Menschen ihren Fleoschkonsum einschränken würden, hätten wir auf der Welt definitiv weniger Probleme. Es ist einfach so.

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