💔(Liebe) Emotionale Überwindung: Eher selten oder der Standard?
- Kurzinfo: Bitte keine Kommentare wie "Juckt mich nicht" oder "Interessiert mich nicht". Wenn es jemanden nicht interessieren sollte, dann einfach wegklicken, danke.
- Kurzinfo: Möchte meine Gedanken aufschreiben und freue mich über einen guten Austausch mit freundlichen Usern. Ich schreibe das jetzt bewusst in allen Beiträgen, weil es immer Leute gibt, die gleich in Angriffsposition gehen, mir vehement widersprechen oder nach Streit suchen. Mein Ziel ist, meine Gedanken zu teilen und nette Unterhaltungen zu führen, deswegen werde ich auf bestimmte Kommentare (Streit, Polemik, zwanghaften Widerspruch oder Ähnliches) nicht mehr reagieren.
Ok, genug geschrieben. Ich komme jetzt mal zum Punkt:
Was bisher geschah: Ich hatte große Gefühle für jemanden entwickelt, der erst nach einem Monat die Bombe platzen ließ: "vergeben". Versteht mich nicht falsch, ich habe schon viele ehrenlose Anwärter kennengelernt und leider auch hautnah mit solchen zu tun gehabt, aber ich habe festgestellt, dass ich einen Wandel durchgemacht habe.
Wandel? Ja, einen Wandel. Wäre ich jetzt, da erinnere ich mich gerade zurück, wieder frische 19 gewesen, da hätte ich gelitten wie ein Schoßhund. Mittlerweile, mit meinen derzeit 27 Jahren, schlucke ich Sachen runter, aber gehe anders damit um. Wahrscheinlich denken sich jetzt viele: "Äh, das ist normal?"
Tja, falsch, das ist es eben nicht, *leider*. Ich habe keinen riesigen Freundeskreis, aber ich kenne Leute, so in meinem Alter, die ganz anders drauf sind und noch schlimmer damit umgehen. Das ist absolut keine Kritik von meiner Seite, sondern etwas, was mir aufgefallen ist. Deswegen auch die Frage: Ist das selten oder ist das großflächig so?
Ich meine, klar geht mir das Thema noch an die Knochen, aber nach jetzt genau drei Tagen habe ich eingesehen, dass ich keinen Grund mehr habe zu leiden wegen einem untreuen Typen. Ich habe schnell angefangen, wieder Ich-fokussiert zu sein, und tue mir seit gestern ständig etwas Gutes, wie kurz bummeln gehen oder ein neues Projekt planen. Ich habe es nach wenigen Tagen hinter mir gelassen, obwohl die Sache einen ganzen Monat lang lief und ich jeden Tag an den einen gedacht habe. Kann man da schon von Überwindung oder, wenn nicht sogar, Stärke sprechen?
Warum ich das frage, fragt ihr euch? Weil viele die Tage zu mir meinten: "Krass, du bist echt stark, ich weiß nicht, ob ich das auch so schnell könnte."
Das hat mich nachdenklich gemacht, weil ich dachte, dass das normal ist, aber vielleicht habe ich einfach ein dickeres Fell, nach all den schlechten Erfahrungen?
Ich freue mich wieder, genau wie in meinen vorherigen Beiträgen, über aufschlussreiche und spannende Kommentare eurerseits.
2 Antworten
Könnte ich nach einem Monat auch. In der Zeit bin ich einfach noch gar nicht so tief investiert, daß es mir etwas ausmachen würde. Wenn ich aber erstmal verliebt bin, dann dauert es deutlich länger davon loszukommen. Wir reden hier von Jahren. Ich denke in der Zeit nicht wirklich täglich an die Person, aber etwas neues anfangen kann ich für lange Zeit vergessen. Wünschte es wäre anders.
Danke für deine Perspektive, ja klar nach Jahren würde ich wahrscheinlich auch anders reagieren. Ich denke ich hatte doch Glück gehabt, dass es so kurz war.
Es kommt drauf an wie sehr du dich emotional in den anderen hineingesteigert hast. Wenn du schreibst, dass du jeden Tag an ihn gedacht hast, dann scheinst du schon sehr emotional investiert gewesen zu sein.
Umso mehr Emotionen man in eine Beziehung steckt um so schmerzhafter wird's wenn man enttäuscht wird. Wenn du selbst sagst, dass du mit 19 noch sehr darunter gelitten hast und jetzt nicht mehr, dann hast du inzwischen eine bessere Emotionsregulierung. Du hast einen Weg gefunden dich nach der Trennung auf dich zu konzentrieren, was einerseits gut ist, aber was du nicht machen solltest ist die Emotionen zu verdrängen. es ist Okay eine Weile enttäuscht, verletzt und traurig zu sein, aber es ist nicht okay die Emotionen zu schlucken bzw. zu verdrängen. Das solltest du für dich überprüfen. Lässt du den Gefühlen freien Lauf, wenn du sie fühlst oder verdrängst du sie? Gefühle wollen gefühlt werden.
Ich denke du hast eine reife Art damit umzugehen. Ich denke du verfügst über ein gewisses Maß an Selbstachtung, so dass du nach einem Monat Beziehung nicht in einen tiefen Liebeskummer versinkst. Es ist gut zu weinen und seine Gefühle auszudrücken, dann ist es draußen. Vielleicht ist das auch der Grund warum du kurz darauf mit einer anderen Haltung dich auf dich selbst besinnen kannst und die verflossene Beziehung loslassen kannst. Du hast gelernt gesund damit umzugehen.
Ja, ich denke du hast es erfasst. Ich war mir nicht sicher was es ist aber was du sagst leuchtet mir ein. Ich glaube das ist es und deine Worte machen mich gerade glücklich, endlich habe ich etwas richtig gemacht und vor allem "gesunder" Umgang, das ist so ein tolles Gefühl es richtig zu machen. Ich bin von mir selbst gerade positiv überrascht das ich es geschafft habe.
Danke für den Input!
Also zu deiner Frage, ja ich habe die letzten zwei Tage viel verdrängt aber jetzt wo ich die Person nicht mehr sehe und höre, macht es mir nix mehr aus. Bei mir ist es in diesem Moment: "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß".
Ich habe die letzten zwei Tage extrem gelitten aber nachdem ich heute wieder tausend Sachen gemacht habe, juckt es mich nicht mehr. Es ist so als ob die Gefühle nie da gewesen wären. Vorgestern heftig geweint, hier Beiträge geschrieben und heute so, als ob nix gewesen wäre. Ich kann wirklich nicht sagen warum, viele sagen es ist Stärke aber keine Ahnung.