Liebe deinen Nächsten wie dich selbst - heute noch aktuell?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Tolle Frage! ;-)

Hallo erstmal....

ich wurde noch dazu erzogen Menschen zu helfen!
Sitzplätze anbieten... Taschen tragen... die Nachbarin beim Haushalt unterstützen...Einkäufe erledigen... einer Nachbarin mußte ich sogar mal die Fußnägel schneiden (das fand sogar ICH Grenzwertig! **schüttel**)...

Ich habe das nie bzw. sehr selten infrage gestellt - das war einfach so!

Als meine Kinder klein waren, betrachtete ich das plötzlich ganz anders.
Ich bemühte mich meine Kids zur Höflichkeit zu erziehen....
Auf der anderen Seite fühlte ich mich genötigt ihnen gleichzeitig zu vermitteln, dass es wirklich böse Menschen gibt - z.B. geh mit keinem mit, steige niemals in ein fremdes Auto etc. etc.

Das war ein wirklich schmaler Grat.
Und ich fühlte mich so alleine mit diesem Thema... mein Mann belächelte das nur, dem waren fremde Menschen einfach egal....
Ich war das Gegenteil, lief immer aufmerksam durch die Gegend... immer bereit meine Hilfe anzubieten...

Heute sind meine Mädels erwachsen - die 'Große' kommt diesbezüglich eher nach dem Papa... die 'Kleine' ist ganz die Mutti

Ich laufe heute auch noch aufmerksam durch das Leben.... helfe wo ich helfen kann (ob fremd, oder bekannt).... und auch ich bitte um Hilfe.... bisher ist das für mich der richtige Weg....

... denn ich glaube an das Gute in jedem Menschen...

Alles Gute für Dich,
Tremsi

danke für deine persönlichen Erfahrungen.

Du hast Möglichkeiten aufgezeigt, Liebe zu zeigen!

0
@juste55

Vielen Dank ;-)

Mir ist bewußt, dass ich nicht 'wichtig' genug bin um 'Großes' zu bewirken.
Aber man bedenke dabei: 'Großes' beginnt immer 'klein'!

Und es tut nicht weh... im Gegenteil, mir bedeuten diese kleinen Gesten unendlich viel!

1
@Tremswaldi

Tremswaldi,

jeder Mensch ist so wichtig, wie er sich wichtig in seinem Leben macht...:-))

Und für andere Menschen da zu sein, ist ein tolles Beispiel für Nächstenliebe!

Dies auch nicht in der Erziehung zu vernachlässigen, seinen Kindern moralische Werte zu vermitteln, die eben auch mit Liebe zu tun haben!

Es ist eben wichtig, egal wie alt wir sind und wie unsere Umwelt sich verändern mag, an diesen Werten festzuhalten, sie weiter , auch den Jüngeren,  zu vermitteln, auch ,wenn man manchmal auf harte Widerstände dabei trifft.....


1
@juste55

Meinst du solche "Moralischen Werte" wie deine Sekte Kindern beibringt? Das Paare die sich lieben aber gleichen Geschlechts sind, böse sind krank?

Oder die moralischen Werte deiner Führung, die keine Skrupel hat, Kinderschänder zu beschützen und in Kauf nimmt, dass dadurch weitere Kinder missbraucht werden? Wie die Untersuchung in Australien gezeigt hat und auch die Millionen Schadenersatz die man zahlen musste, weil ein Gericht festgestellt hat, dass der Kinderschänder, um den es ging, deiner Führung bekannt war (er hatte seine Stieftochter missbraucht und das zugegeben) und trotzdem hat ihn deine Führung, die LK als Ältester ernannt und so konnte er weiter Kinder missbrauchen. Ich glaube nicht, dass Menschen, die so einer Führung die Treue halten in der Lage sind, moralische Werte zu vermitteln. Sorry, aber wer als ZJ die Untersuchungen kennt und diese sind öffentlich verfügbar und weiterhin ein Zeuge bleibt der macht sich nun mal MITSCHULDIG und ist unglaubwürdig wenn er dann von Moral redet.

0

Überspitzt ist die Darstellung sicherlich nicht.
Allerdings erscheint mir die Frage ein wenig durch den Filter gesehen.

Kriege gab es damals wie heute, Hass anderen Nationen gegenüber ebenfalls da ist auch mittelfristig keine Lösung in Sicht.

Was die sozialen Strukturen betrifft muss man einfach zugestehen das die Gesellschaft durch den technischen Fortschritt viel dynamischer ist als damals.

So mag zwar der Spruch "Blut ist dicker als Wasser" definitiv an Bedeutung verlieren. Aber das liegt eher daran das die Umstände heute andere sind als damals.
Damals stand der Einzelne verstärkt unter Einflüssen des direkten Umfeldes und es gab nach außen nicht die Kommunikationsmöglichkeiten wie heute. Früher hat man sich ein Festnetztelefon geteilt, Zeitung gelesen, TV geschaut. Heute ist eine gigantische Informationsmasse per Klick erreichbar.
So war es früher deutlich schwerer über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen.
Vom Umfeld wurden Erwartungen gestellt und Konsequenzen gefürchtet wenn diese nicht eingehalten wurden. 
Verlust des sozialen Status etc.
Getratsche wie "Die Frau Müller hat ihren Mann betrogen" 
"Hast du gehört das der Sohn vom Bürgermeister schwul ist!?"
war für betroffene Personen an sich wesentlich gravierender als heute. Da damals das bewusste "kleine Universum" tatsächlich vom Status im Dorf, der direkten Nachbarschaft, Familie usw. abhängiger war als heute.

Damals wurden ebenfalls Kinder verstoßen weil sie anderer sexualität, andere Berufsvorstellungen, andere Religionsansichten hatten und ich glaube kaum das es damals seltener war als heute.
So waren Menschen quasi dazu gezwungen ihr Leben in unglücklichen Beziehungen zu fristen. Frauen ertrugen aus Angst die Schläge ihrer Männer und machten nach außen heile Welt.  Heute geht man offener damit um und versucht nicht mehr mit Macht "die dreckige Wäsche" unter Verschluss zu halten.

Nun haben Dinge wie Smartphones, Internet, Facebook usw. dieses "kleine Universum" des Einzelnen auf ein vielfaches erweitert.
Dadurch nimmt die Bedeutung des direkten Umfeldes ab.
Und vor allem kann jeder seinen Missmut extrem einfach äußern. Deswegen nimmt man zwangsläufig mehr davon war und bewertet es entsprechend. 
Die Gesellschaft ist aufgeklärter und bei weitem nicht mehr so indoktriniert wie früher was Verhaltensregeln betrifft. Man sieht den Dreck einfach, den man damals nicht sehen konnte.

Jedesmal wenn ich mich mit älteren Menschen unterhalte oder das getratsche in der Bahn von Omas und Opas höre erinnere ich mich daran.

Zu der Frage der emphatischen Liebe. Ja es ist heute genauso möglich wie früher. In dem man zusieht das man mit sich im reinen ist und sich somit aktiv dafür entscheiden kann.
Im Endeffekt ist die grundlegende Frage immer die Prioritätsbewertung des Einzelnen. 

Yayyyforthewin,

eine sehr umfassende Antwort.

Kann es sein, daß wir heutzutage alles sehr rational sehen?

Und daß diese Rationalität auch Einfluß auf die Intensität von Gefühlen hat ?

Die Menschen wünschen sich zwar intensive Gefühle, wie auch das der Liebe,  das sieht man daran, daß z.B. Filme immer wieder davon handeln .

Aber es scheint, als blieben dies Traumwelten, die auch als Ersatz für diese fehlende liebe in der Realität dienen.

Verstärkt worden sind diese Ersatzwelten noch durch das, was du dargestellt hast: Internet usw., die ganze technische Bandbreite....

Meiner Meinung nach müssen wir aufpassen, uns auch immer wieder klar machen und das durch Handlungen realisieren, daß diese Ersatz- und Traumwelten nicht unsere Realität irgendwann vollkommen ersetzen!

0
@juste55

Dazu muss man zunächst unterscheiden was Rationalität an sich überhaupt bedeutet und wie sie zur Anwendung kommt.

Rationalität bedeutet nichts weiter als sein Denkvermögen berechnend ein zu setzen und nicht der ersten emotionalen Intension nach zu geben. Allerdings IMMER mit dem selbstgesetzten Versprechen das der Zustand nach der "rationellen" Entscheidung emotional befriedigender  eintritt.
(egal in welcher Form, das Ergebnis wird IMMER emotional bewertet) 
Und was nun Grundlage für rationelle Herangehensweise ist, hängt auch noch vom subjektiven Weltbild ab.
Von daher ist Rationalität wie es die Allgemeinheit versteht eine Illusion die zu meist mit der noch größeren Utopie der Objektivität verbunden ist.

Wer sein handeln in einer Tour mit Rationalität und Objektivität begründet, rechtfertig damit nur das was er für sich davon verspricht. (Achtung Wertungsfrei also kein Gut & Böse, unabhängig welche Faktoren dieser Wertung hinzukommen Gott, Unterwelt, Satanismuss, Geld und was die Menschen so alles für ihre eigene Warheit halten .)

Fakt ist der Mensch handelt nie rein rational, er wiegt seine Überzeugungen für eine größere Angst, größeres Glück ab. Und es geht immer ums Emotionale, um Gefühle... je nachdem welche Werte er für sich erschlossen hat oder ihm/ihr mitgegeben wurden. Jeder Mensch begründet eine Entscheidung gegen die eigene Intension, gegen die eigenen negativen Gefühle gegen die er da ankämpft entweder mit Rationalität, mit Gott oder was sein Weltbild eben her gibt. 

Was du ausserdem ansprichst ist die Überreizung der Menschen. Leider ist es tatsächlich so das den Menschen ein Leitfaden fehlt. Man ist mit soviel Optionen konfrontiert, man wird erzogen mit "Mach deine Ausbildung, Studiere, arbeite was Vernünftiges, nimm Kredite auf für Haus und Auto" und dann müssen die selben Menschen die diese Überzeugung weitergegeben haben ihre Rente mit ALGII aufstocken. Für 40 Jahre arbeiten und steuern zahlen. Nachdem sie ihr ganzes Leben erfahren haben das Materialismus, Status usw. wichtig ist. Und waren unter Druck glücklich darüber ihre Schulden gerade so bezahlen zu können.
Werbung, TV, Umfeld alles ist nur darauf programmiert

So entstehen unzufriedene Menschen welche Pegida, Legida usw. unterstützen oder AFD wählen. Wirklich verübeln kann man das keinem.
Aber die wenigsten davon haben sich mal Gedanken gemacht warum es ihnen so geht. Und das es der vorherrschenden Regierung recht ist das eine Flüchtlingsdebatte vom Kern ablenkt.
Schaut man sich die Schwarzbücher 2016 an. Hatte die Rentenkasse ein defiziet von 2 Milliarden Euro. Die Bürokratischen - Kosten für ALGII betrugen sich auf 64 Milliarden Euro (Achtung die Bürokratische da wurde noch nichts ausgezahlt)

Schöne Info, aber erzählt viel über den Menschen der nie sein eigenes Glück gefunden hat, sich aber damit identifiziert zur Rebellion zu gehören. Obwohl da nicht 20000 Menschen gegen Flüchtlinge demonstrieren sollten sondern 20000 Menschen vor dem Bundestag stehen müssten.

Ich wollte jetzt nicht politisch werden, wollte aber anhand dieses Beispiels veranschaulichen, wie stark Ablenkung etc. mittlerweile wirkt, und wie dieses Konstrukt Menschen dazu verleitet ihre eigene Wahrheit als Rationalität (welche auch als Rechtfertigung gegen Empathie funktioniert)
voll die einzig wahre Wahrheit zu halten.

     

  

 

0
@juste55

Kleiner Tipp: Verlass einfach mal die Traumwelt deiner Sekte und du wirst sehen, die Welt ist wunderbar, nicht perfekt aber ausbaufähig. Solange du in deinem Käfig bleibst und dich weigerst die Realität zu erkennen wirst du die Welt nicht kennenlernen.

0

Das ist durchaus möglich, wenn man das richtige Umfeld hat. Ein Umfeld, welches es genauso handhabt. So habe ich Menschen, denen ich meine "tiefe, empathische Liebe" (wie du es so schön nennst) nicht nur zeigen kann, sondern sie zeigen es mir ebenfalls und so bleibt niemand auf der Strecke.

Und davon können wir dann gemeinsam etwas weitergeben an Menschen, welche diese nicht erwidern und sie deshalb umso nötiger haben :-)

Vielleicht sollte ich hier noch anmerken dass ich Mitglied einer Freikirche bin, wo das Gebot der Nächstenliebe gewissermaßen zum "Programm" gehört. Wir geben auf diese Art die Liebe weiter, welche Gott uns entgegenbringt.

Eltern können lernen, ihren Kindern Liebe entgegenzubringen so dass dies erwidert wird, wir üben uns darin Respekt vor dem anderen zu haben, anderen zu vertrauen und hilfsbereit sein - nicht nur an uns selbst zu denken.

Ja, es gibt rundherum auch noch all das schlimme, das du beschreibst. Aber es liegt an jedem einzelnen, die Welt ein bisschen besser zu machen, durch sein eigenes Verhalten, seine eigene Denkweise und Reden.

Edit: Ich habe gerade gesehen wer diese Frage überhaupt gestellt hat. Du solltest als Zeuge Jehovas doch selber wissen wie man die Welt besser macht, und ein Teil dieser Welt zu sein - oder sehe ich das falsch?

Was möchtest Du wissen?