Liebe deinen Nächsten wie dich selbst?

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21 Antworten

Wer sich selbst hasst, der kann keinen Menschen lieben. Das ist eine Erkenntnis, welche nicht nur die Religionen sich zu eigen machten... das wird durch wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse ständig aufs neue belegt.

Und wer sich selbst hasst, der ist unglücklich ... und wer unglücklich ist, der schafft stets wieder neues Unglück.

Daher arbeiten Psychologen mit ihren Klienten immer auch daran, dass sie sich selbst mit all ihren Schwächen und Stärken annehmen und verstehen lernen, und dass sie erkennen, dass kein Mensch nur liebenswert und fehlerfrei sein kann.

Die Formulierung ".....wie dich selbst" wird häufig so interpretiert, dass es eine Aufforderung ist, sich selbst zu lieben und das dies Voraussetzung für die Nächstenliebe ist. Das entspricht natürlich der Erfahrung. Direkt aus der Gebotsformulierung ergibt es sich aber nicht. Jesus setzt die Selbstliebe aber einfach voraus. Man könnte es auch so formulieren: "Liebe deinen Nächsten so, als wärst du das selbst." Zu deiner Frage genau: Sich selbst zu hassen, da müsstest du an einer Veränderung arbeiten. Das hindert dich aber nicht daran, für einen Anderen Gutes zu wollen und zu tun.

Theologische Erläuterungen darf ich mir also sparen, da dein Problem wohl du selbst bist.

Maik2 05.10.2013, 08:44

Direkt aus der Gebotsformulierung ergibt es sich aber nicht.

Genau. Da steht nämlich nur das der Andere genauso wertvoll ist wie man selbst. Manche Leute wissen das nämlich nicht.

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Liebe/r Fragesteller/in. Ich finde deine Frage extrem gut. Sie deute auf den Schwachpunkt dieses Gebots hin. Dieser ist auch der Schwachpunkt der goldenen Regel " Was du nicht willst das man die tu, dass füge auch keinem anderen zu". Wenn ich mich hasse und mich selbst ständig bestrafe, so kann ich das ja im Prinzip auch von anderen erwarte ein trauriges Leben in übertriebener Strenge mir selbst gegenüber zu führen. Ein Ausweg könnte Kants kategorischer Imperativ sein; Handle stehts nach der Maxime von der du zugleich wollen kannst, dass sie zum höchsten Gesetz werde" (hoffe der stimmt so). Dann kann ich mich lieben oder hassen wie ich will, ich kann nicht wollen, dass Menschen sich selbst hassen oder andere Menschen hassen. Das selbe gilt für die goldene Regel " Woher weiß ich den wie der andere behandelt werden will oder woher weiß der wie ich behandelt werden will?Man stelle sich mal einen christlichen Homosexuellen vor. Der hasst sich für seine Gedanken. Er kämpft sie nieder und hasst sich noch mehr. Er wird dies auch von jedem anderen Homosexuellen verlangen. Schon haben wir mehrere verbitterte, unglückliche Leute. Moralisch richtig wäre es eine Lösung tu finden, die das eigene Verhältnis u sich selbst( Liebe, Hass, Akzeptanz) ignoriert. Denn wieso sollte das eigen Selbstverhältnis für alle gelten?

Siehst Du ja ständig in den Medien. Beispiele?

D war mal führend im Brückenbau. Der gehört zur Stahlindustrie. Heute sind wir weltweit irgendwo bei "Ferner liefen".

D war früher mal mit führend beim Zugbau. Alleine "unsere" Bahn denkt nicht im Traum daran auch nur ihre Züge regelmäßig zu warten geschweige denn in neue Züge zu investieren. Der Bahntyp der heute bis nach Tibet geht ist eine Weiterentwicklung unserer Entwicklung die von uns gestoppt wurde.

D ist seit Jahrzehnten drittgrößter Waffenexporteur der Welt. Auf irgendeine Weise will die Stahlindustrie ja beschäftigt werden.

Im Einzelfall? H kann seine Angst vor Verantwortung nicht ausstehen, hasst sich selbst zu dem Thema. H begegnet einem Menschen der keine Angst vor Verantwortung hat. H wird diesen Menschen hassen. Da H auf gar keinen Fall seine Schwäche zugeben kann wird H mit Lügen beginnen bis irgendwann Gewalt gerechtfertigt ist.

Für mich persönlich betrachte ich diesen Satz nicht als Aufforderung, sondern als Feststellung. "Du liebst deinen Nächsten wie dich selbst."

Wer sich selbst hasst, hasst auch die Menschen. Wer sich selbst nicht akzeptieren kann, wie er ist, kann auch andere Menschen nicht akzeptieren, wie sie sind.

Man kann die Liebe zu sich selbst über die Liebe zu den Menschen finden, wie auch umgekehrt. Es ist ein Entwicklungsprozess. Solange wir leben, bestehen wir aus Liebe. Das heisst, die Liebe ist durch das Leben gegeben, nur sind wir uns ihrer nicht immer bewusst. Sie kann durch Hassgefühle überdeckt sein.

Der Werdegang des Lebens besteht also darin, sich mit den guten Gefühlen zu befassen, mit der Liebe, und das Gewicht von den negativen Gefühlen, dem Hass zu nehmen.

Was ist denn mit Selbstliebe gemeint? Auf welche Weise forderte Jesus seine Jünger seinerzeit auf, seinen Nächsten zu lieben (Markus 12,31)? Er sollte es ''aus ganzem Herzen'' tun, nämlich ''wie sich selbst''. Es geht hier nicht um mich selbst, sondern um den Nächsten, mit dem man ebenso rücksichtsvoll, wohlwollend, freundlich und gütig umgehen soll, wie mit sich selbst. Paulus schreibt in Epheser 5,29: ''Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde''. Somit ist klar, daß es nicht die Selbstliebe sein kann, die mich zum Ziel führt oder einen besseren Menschen aus mir macht, sondern die Liebe, die für andere aus mir herausströmt durch den Glauben an die Gnade Gottes im Evangelium. Warum solltest man sich selbst hassen? Das redet einem der Teufel ein. Wenn man depressiv ist, kann das auch gesundheitliche (psychische) Gründe haben. Die Bibel geht aber von dem "normalen" Zustand eines Menschen aus, der versucht ein glückliches Leben zu haben. Aber ohne Vergebung der Sünden geht auch das nach hinten los - denn der glücklichste Mensch ohne Jesus wird der unglücklichste Mensch in der Ewigkeit sein. Alles Gute.

Kleine Anmerkung noch: Der "Nächste" wird oft falsch interpretiert. Das Ganze kommt aus dem Gleichnis vom Samariter. Kurz gesagt: Ein Jude wird überfallen und verletzt, keiner hilft ihm, außer der "Ausländer" - also jemand, der damals nicht sonderlich gut angesehen war.

Jesus fragt dann nach dem Gleichnis: Und wer war dem Überfallenen der Nächste? ... Daher sage ich euch "Liebet euren Nächsten wie euch selbst". Also es geht nicht darum, einfach jeden zu lieben. Sondern denjenigen, der "einem der Nächste ist" - unabhängig davon, ob der nun gut angesehen ist oder nicht.

Diese Frage hab ich mir auch schon oft gestellt. Natürlich sollte man versuchen das in sich zu sehen, was Gott in einem sieht. Und der hasst niemanden, höchstens das was man tut. Aber wenn das nicht klappt, dann braucht man eben Bestätigung von aussen. Und wie ich gerade milkobjectors angedeutet habe: Dann reicht es eben nicht, wenn der Nächste erwartet das ich für ihn die Sonne scheinen lasse damit ich seiner Liebe würdig bin. Wenn du dich nicht liebst, so kannst du nur versuchen es nicht an Anderen auszulassen. Aber du hast es natürlich schwerer freudevoll für Andere da zu sein. Nächstenliebe sind aber schon die kleinen Sachen und manchmal einfach nur die Gedanken.Jeder wie er kann.

.Rache ist wie gesagt in der hebräischen Bibel ausdrücklich verboten: Sei nicht rachsüchtig – sondern liebe Deinen Nächsten wie dich selbst (Lev.19,18) und ist keine Erfindung des Christentums, denn Jesus bezog seine Lehre aus dem Tanach.”

Ich denke, dass die (heutige) Christenheit vom “Nächsten” eine völlig andere Vorstellung hat, als es seinerzeit üblich bzw. gemeint war. Nach heutiger christlicher Vorstellung ist der “Nächste” wortwörtlich derjenige, der zufällig in meiner Nähe ist, irgendwer, mit dem ich zu tun habe. Im Original allerdings ist der “Nächste” m.W. der Landsmann und nicht etwa irgendein Ägypter oder was auch immer. Salomos Toleranz beispielsweise sowie die damit verbundene Freiheit seiner zahlreichen Frauen, ihre eigenen Kulte zu pflegen, war dem “Gott” ein Dorn im Auge, um es einmal so zu formulieren. Und seine Reaktion darauf war in der Folgewirkung u verheerend. Und schon lange vorher war Moses mit den verbliebenen Anhängern des Apis-Kultes nicht gerade zimperlich umgegangen… Zudem waren Strafen wie die Steinigung auch nicht gerade Ausdruck dessen, was Jesus unter “Nächstenliebe” verstanden haben mag. Der nämlich – soweit jedenfalls die Überlieferung – in keiner Weise daran festgehalten hat. Steinigungen waren damals überall ein Strafmass, stimmt Jesus war dagegen, die Juden haben es später auch nicht mehr praktiziert, im Gegensatz zu einer anderen Religion, die das heute noch handhabt. Liebe deinen Nahesten wie dich selber oder noch mehr,oder auch dann ,wenn du dich nicht selber lieben kannst,Spring über deinen Schatten,denn es fühlt sich gut an, etwas für den anderen getan zu haben !Danach kann man sich auch wieder im Spiegel anschauen.

helmutwk 02.10.2013, 13:41

Nach heutiger christlicher Vorstellung ist der “Nächste” wortwörtlich derjenige, der zufällig in meiner Nähe ist, irgendwer, mit dem ich zu tun habe.

Das geht allerdings auf Jesus selbst zurück. Als ihn ein Theologe fragte, wer denn der Nächste sei (und dabei sicher die Gedanken im Hinterkopf hatte, die du beschrieben hast), da erzählte Jesus die Geschichte, wie ein Samariter (was für die Juden damals in etwa so war, als wenn mensch einem Katholiken gegenüber einen Türken als Vorbild nimmt) einem Überfallenen geholfen hatte, der vorher von einem Priester und einem Leviten ignoriert worden war, und stellt dann die Frage: wer war denn für diesen Mann der Nächste? Eine Aufforderung, sich zu überlegen, wem ich der der nächste sein kann, indem ich helfe.

Von da bis zu der von dir genannten christlichen Vorstellung ist es nicht weit.

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tinimini 03.10.2013, 19:05
@helmutwk

http://www.youtube.com/watch?v=afDjESu_uPY Jesus war nicht unbedingt gewaltlos,er war der Meinung,das man sich verteidigen durfte, Das ist das Recht von Jedermann. Gleichnisse wurden Verschleiert erzählt,dadrin waren versteckte Botschaften die die Römer nicht hören durften.weil es unter Strafe stand,darüber zu reden.

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Du schreibst selbst, dass Du 14 Jahre alt bist.Biologisch stellt sich Dein Körper hormonell um.Mental gesehen, ist es ein natürlicher Prozess solche Fragen zu stellen. Du liegst mit Dir, Deiner Umwelt und der " gesamten Welt " im Streit. Dinge und Begriffe müssen jetzt für Dich geklärt werden. Mir ging es doch genauso.

Du kannst es Doch einmal an Dir selbst ausprobieren !. Der Kommentator - Entdeckung- hat sehr anschaulich beschrieben, was dann eintreten würde.

Deshalb sehe ich Deine Frage als nicht besonders dramatisch an, obwohl sie sich so anhört.

Lebensumstände können schlimm und schwierig sein. Leider ist das manchmal so. Trotzdem ist es segr traurig, wenn sich jemand selbst hassen würde. Jeder Mensch hat gute und liebenswerte Seiten an sich. Wenn man ernsthaft danach sucht, wird man sie auch finden.

Vor allem ist aber eine Sache sicher: Gott liebt jeden Menschen und will, dass jeder zu ihm findet! Wenn also der Schöpfer mich liebt, mich sogar so sehr liebt, dass er seinen eigenen Sohn zur Vergebung meiner Sünden geopfert hat, habe ich doch schon einen wichtigen Grund, warum ich mich selbst auch lieben kann...

Ansonsten kann man die Frage auch folgenden Bibelstellen beantworten, die aufzeigen, wie wir uns anderen Menschen gegenüber verhalten sollen:

"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten." Matthäus 7,12

"Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst." Philipper 2,3

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Römer 12,17.18.21

"Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt." 1. Thessalonicher 5, 21.22

"Jesus Christus spricht: Selig sind, die Friedens stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Matthäus 5,9

"Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt." 1.Petrus 3,9

"Wenn möglich, soweit es in eurer Macht steht: Haltet Frieden mit allen Menschen!" Römer 12,18

Maik2 04.10.2013, 22:13

Wenn man ernsthaft danach sucht, wird man sie auch finden.

Das unterstellt das das jemand nicht tun würde.

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Hallo ApplejackLove,

Regeln gelten für den Regelfall, den Normalfall. Sieh mal weitere Bibelworte (EÜ).

Eph 5,29 Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche.

Luk 11,11 Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet,12 oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?

Wie ein von der Norm abweichender Mensch bei Deinem Zitat einwenden würde: "Aber ich hasse mich", gibt es auch kranke Menschen, die ihren Körper hassen und sich weder richtig ernahren, noch ihren Körper pflegen. Auch mag es einige böse Väter geben, die ihren Kindern Schaden zufügen.

Aber all diese Regeln sind eigentlich sofort verständlich. Ohne Abitur.

Wer sich selber hasst ist meistens tief verletzt er ist dann auch nicht in der lage sich oder andere zu lieben . Deshalb sagt Jesus Christus dies ,damit wir erst einmal unsrer Verletzungen heilen und vor Ihn bringen ,damit er sie heilen kann . Er ist der beste Arzt !

Jesus Christus ist in der Lage alles in uns was zerbrochen ist zu heilen wenn wir ihn nur darum bitten und auch gewillt sind denen, die an uns schuldig wurden zu verzeihen . Kaum einer ist ohne Verletzung im Leben geblieben . Die Heilung beginnt mit dem verzeihen und aufarbeiten . Dem Scnmerz ins Auge blicken ,die Tränen einmal richtig zulassen ,die Taten zu benennen und sie danach eben verzeihen ..wer es nicht vermag ,kann Jesus bitten es in ihm zu vollbringen .

Es ist eigentlich der erste Schritt auf dem Weg ,deshalb kommt das Gebot auch am Anfang. Danach kann man sein Leben auf diese Heilung ganze neu aufbauen.

Dene es steht auch geschrieben :

.„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Matthäus 11,28

.

Dann kannst du das alte Testament anwenden (in diesem Fall; wie ich mir, so ich dir) ^^

Doch was ist, wenn man sich selbst hassen sollte?

Dann sollte mensch zum Psychiater gehen.

Normalerweise achten Leuten auf ihren eigenen Vorteil (was ja "lieben" im Sinne dieses Gebotes ist).

geschoepf 02.10.2013, 18:59

Helmut, das sind ja ganz neue Töne! :-) War dir heute gar nicht nach Missionieren zumute? Sorry, aber das musste mal sein! Kannst ja meinen Kommentar löschen lassen. Du weißt, ich finde so manches Mal deine Antworten gar nicht so schlecht. Liebe Grüße

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helmutwk 03.10.2013, 20:01
@geschoepf

Helmut, das sind ja ganz neue Töne! :-) War dir heute gar nicht nach Missionieren zumute?

Subjektiv war das genauso "missionarisch" wie andere Beiträge von mir auch. Ich hab den Sinn einer Bibelstelle erklärt, und damit den christlichen Glauben gegen ein mögliches Missverständis verteidigt.

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geschoepf 04.10.2013, 18:45
@helmutwk

Ja, ich weiß. Du persönlich kannst ja nichts dafür. Ich möchte dir mal schildern, was ich erlebt und beobachtet habe. Da wurden erst die Leute mit allem möglichen religiösen Humbug richtig gaga gemacht und die Fantasie auf´s äußerste strapaziert, und die, die es nicht verkraftet haben, waren dann ein Fall für den Psychologen. Die maßgeblich verursachenden lieben Christen wandten sich aber ab und tönten zu ihrer Rechtfertigung: Der Mensch sei eben krank. - mit so einem unterschwelligen Unterton: Krankheit kommt nicht von Gott.

Und so etwas finde ich schrecklich und gefährlich.

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helmutwk 05.10.2013, 09:25
@geschoepf

Die maßgeblich verursachenden lieben Christen wandten sich aber ab und tönten zu ihrer Rechtfertigung: Der Mensch sei eben krank. - mit so einem unterschwelligen Unterton: Krankheit kommt nicht von Gott.

Da warst du in einer kranken Gemeinde. Um so was würde ich auch einen Bogen machen.

Und so etwas finde ich schrecklich und gefährlich.

Ich auch, und so gut wie alle Christen, die nicht "charismatisch" sind, ebenfalls. Und auch die meisten gemäßigten "Charismatiker".

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Wenn du dich selbst nicht Magst hast du ein Problem mit dir. Für die Nächstenliebe könntest du dann einen anderen Text nehmen. Jesus Sagte einmal " Liebe deinen Nächsten so, wie ich euch geliebt habe.". Jesus Liebte die Menschen so sehr, das er sein Leben für sie dahin gab. Wenn die Menschen lernen würden, Dieses Gebot zu beachten, dann würde die Welt anders aussehen. Leider sagen die Menschen heute Eher " Ich Liebe mich mehr als alles andere.". Solange das so ist, solange haben wir ein Problem. Alles gute.

:-) das ist ja der Trick: Du sollst dich selbst lieben lernen, genau so wie du den Nächsten lieben lernen sollst. Das geht manchmal Hand in Hand. Wenn du bei anderen lernst, Eigenschaften zu lieben, wirst du auch mit dir selbst verzeihender um gehen können.

Wenn du dich selbst "hassen" solltest, dann ist das ein klarer Beweis dafür, dass du in deiner Lebensphilosophie falsch liegst. - Wer sich nicht selbst liebt, der kann erst recht nicht andere lieben und Liebe weitergeben. Das ist fast schon eine psychologische Volksweisheit.

Normalerweise lernt man zu "lieben", durch die Liebe welche man seinerseits durch Eltern und Umfeld im Heranwachsen selbst erfährt. Andernfalls liegen krankhafte Veränderungen in der Selbstwahrnehmung zugrunde. - Dann sollte man sich von außen helfen lassen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Maik2 01.10.2013, 08:23

welche man seinerseits durch Eltern und Umfeld im Heranwachsen selbst erfährt.

Und wenn nicht? Also wenn man tatsächlich oft genug eine Schlange bekommen hat, als man um einen Fisch gebeten hat?

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homme 01.10.2013, 08:40
@Maik2

"Und wenn nicht?" - Dann hat man weltlich betrachtet Pech gehabt und sollte wie empfohlen, wenigstens versuchen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Alternativ könnte man sich aus meiner Sicht dem "liebenden Gott" der Christenheit zuwenden, von dem der Fragesteller auch den Spruch der Nächstenliebe übernommen hat. - Aber das traut man sich ja kaum zu sagen, ohne verhöhnt zu werden.

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Maik2 01.10.2013, 08:48
@homme

Alternativ könnte man sich aus meiner Sicht dem "liebenden Gott" der Christenheit zuwenden

Fragt sich für was bzw. warum. Um sich dieser "Hilfe" zu versichern oder um sich einen Freispruch zu sichern? Der Stein des Anstosses wird so genannt, weil sich die Gesetzesgerechten an ihm gestossen haben. Ich denke nicht jeder ist zum Märtyrer geboren.

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geschoepf 02.10.2013, 18:04
@Maik2

homme & Maik2, ich würde gern mal wissen, welcher Glaubensrichtung ihr jeweils angehört. Ihr könnt ja euren jeweiligen Glauben nicht verleugnen. Das würde Gott nicht gut finden. Ich blick da nicht mehr durch. Bei einigen weiß ich inzwischen, dass sie Zeugen Jehovas sind, bei anderen, dass sie "charismatische" Christen sind. Aber gebt euch mir gegenüber mal zu erkennen, welcher Glaubensrichtung ihr angehört, bitte!

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homme 02.10.2013, 23:01
@geschoepf

Etwas seltsam finde ich, dass ein Nichtchrist zur Durchsetzung seines Interesses damit droht, was Gott bei Christen nicht gut finden würde. - Kopfschüttel!

Andererseits mache ich vor niemandem ein Geheimnis daraus, dass ich protestantischer Christ bin. - Das habe ich schon in Vorstandsetagen ohne Schaden bekannt und überlebt, warum nicht auch hier bei GF.

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geschoepf 03.10.2013, 14:38
@homme

Danke für die Info. Aber homme, ich hatte nur interessiert gefragt, nicht "gedroht". Dass ich schrieb, "Das würde Gott nicht gut finden", war eher aus der Sicht eines Gläubigen gemeint. Aber das weißt du sicherlich. Nochmals danke für die Antwort!

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anniegirl80 04.10.2013, 05:00
@homme

Oder man kombiniert beides, indem man sich einen guten Seelsorger sucht. Das ist meines Erachtens die beste Möglichkeit.

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Maik2 04.10.2013, 12:27
@geschoepf

Geschöpf meine Antwort an homme bedeutet nur, das man sich nicht Hilfe suchen sollte um angebliche Verpflichtungen zu erfüllen, sondern wenn man dazu bereit ist.

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Ist doch logisch.Du sollst deinen Nächsten (der dich braucht) lieben wie dich selbst und ihm helfen.Du sollst ihn nicht wie dich selbst hassen!Denn es geht ja um barmherzige Nächstenliebe,die du ihm ja nicht gibst,wenn du hasst-egal wen.

Sich selbst nicht mehr allzu ernst zu nehmen und die Welt mit Humor zu ertragen, das heißt seinen Nächsten wie sich selbst lieben.

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