Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst: Hey, dieses Gebot steht ja in der Bibel, was bedeutet es eigentlich?

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15 Antworten

Das ist das wichtigste Gebot, kannst du nachlesen in Mark 12 29-31 Jesus sagt: Der Herr unser Gott ist der einzige Herr. Und du sollst den Herrn deinen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit all deinenr Kraft lieben. Das zweite ist: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist wichtiger wie diese beiden.

Wenn du Gott von ganzem Herzen liebst bist du auch in der Lage andere Menschen zu lieben, wie du dich selber liebst. Sich selber lieben heißt sich so anzunehmen wie man ist. Mit all den Fehlern und Schwächen die man hat. Wenn man das kann, ist man auch in der Lage andere Menschen zu lieben so wie sie sind. Was nicht heißen soll das man immer das was sie tun akzeptieren muß. Wenn du Menschen aus deinem Umfeld liebst, dann sollten ihre Fehler die sie begehen nichts an deiner Liebe zu ihnen schmälern. Es sollte nicht der Mensch, sondern seine Fehler sein die du nicht magst. Und das darfst du auch auf liebevolle Weise zum Ausdruck bringen. Alles liebe und Gotts Segen Brighet

Dieses Gebot hat Jesus verwendet, aber nicht selber erfunden. Das gab is schon lange vor Jesu Zeitim Judentum.

3Mo 19,18 Übe keine Rache an einem Angehörigen deines Volkes und trage ihm nichts nach, sondern liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Ich bin der Herr!

Ein weiterer biblischer Rat, der in Deiner Situation anwendbar ist, steht in Römer 12:17-21 (GNB):

17 Wenn euch jemand Unrecht tut, dann zahlt es niemals mit gleicher Münze heim. Seid darauf bedacht, vor den Augen aller Menschen bestehen zu können. 18 So weit es möglich ist und auf euch ankommt, lebt mit allen in Frieden. 19 Nehmt keine Rache, holt euch nicht selbst euer Recht, meine Lieben, sondern überlasst das Gericht Gott. Er sagt ja in den Heiligen Schriften:10 »Ich bin der Rächer, ich habe mir das Gericht vorbehalten, ich selbst werde vergelten.« 20 Handelt vielmehr nach dem Wort: »Wenn dein Feind hungrig ist, dann gib ihm zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken. Dann wird es ihm bald Leid tun, dein Feind zu sein.«11 21 Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern überwinde es durch das Gute!

http://www.bibleserver.com/search/NLB/liebe%20deinen%20n%C3%A4chsten/1

Es handelt sich nicht um jene Menschenfreundlichkeit, wie Nichtgläubige sie ausüben, den sog. Humanismus, ohne den ohnehin kein normales Miteinander möglich wäre. Christliche Nächstenliebe basiert allein auf der Gottesliebe.

Weil Gott auch den Mitmenschen liebt und in ihm gegenwärtig ist, kann ich aus der Liebe zu Gott heraus auch den anderen lieben. Ich liebe Gott im Nächsten, dies auch dann, wenn der Mitmensch unsympathisch ist oder mir sogar geschadet hat. Die Liebe zu Gott macht selbst die gebotene Feindesliebe möglich, denn dafür ist kein Gefühl gefordert, sondern nur der Wille Die christliche Nächstenliebe ist also keine Sache des Gefühls, nicht einmal der Sympathie, sondern kommt allein aus dem Willen.

Auch die Gottesliebe ist eine Sache der Erkenntnis und des Willens. Gott ist das höchste Gut, meine ewige Glückseligkeit. Weil ich weiß, dass ich von Ihm geliebt bin, bin ich bereit, mich Ihm zuzuwenden. Und wenn ich mich Ihm zuwende und in Beziehung zu Ihm lebe, ist der Mitmensch darin eingeschlossen. Das betrifft auch die Vergebung.

Auf welche Weise forderte Jesus seine Jünger seinerzeit auf, seinen Nächsten zu lieben (Markus 12,31)? Er sollte es ''aus ganzem Herzen'' tun, nämlich ''wie sich selbst''. Es geht hier nicht um mich selbst, sondern um den Nächsten, mit dem man ebenso rücksichtsvoll, wohlwollend, freundlich und gütig umgehen soll, wie mit sich selbst. Paulus schreibt in Epheser 5,29: ''Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde''. Somit ist klar, daß es nicht die Selbstliebe sein kann, die mich zum Ziel führt oder einen besseren Menschen aus mir macht, sondern die Liebe, die für andere aus mir herausströmt durch den Glauben an die Gnade Gottes im Evangelium. Wir sollen Gott mehr lieben als uns selbst und auch den Nächsten lieben wie uns selbst. Alles Gute!

Es gibt viele möglichen Interpretationen (wie bei fast allem in der Bibel)

Hier meine Favoriten:

  1. du sollst dich selbst genauso lieben wie du andere liebst
  2. du sollst sorge zu deinen Mitmenschen tragen (behandel sie nicht wie Dreck)
  3. Tu auch deinen Mitmenschen mal was gutes (nicht nur dir selbst)
  4. tu auch dir mal was gutes (nicht nur deinen Mitmenschen)

etc.

Es gibt warscheinlich soviele verschiedene Arten es zu verstehen wie es Menschen gibt die den Satz gelesen haben. Bei Büchern deren Verfasser wir nicht fragen können was genau er/sie damit gemeint hat ist und bleibt es eine Interpretation. Jede/r muss selbst entscheiden wie er/sie es verstehen will.

Die Autoren des Neuen Testaments wollten den Messias herbeirufen, indem sie einen gewissen Jesus als solchen bezeichneten (wobei niemand weiß, ob es solch eine Person wirklich gab). Ziel war es, sich gegen Rom auszulehnen und aus Juda ein autonomes Königreich zu erzeugen. Das war der Zweck des vorausgesagten MEssias: Die Judäer von allen Feinden befreien und dann ein Weltreich aufbauen.

Diese Idee kam bei den jüdischen Führern nicht an, weil sie andere Pläne hatten und - absolut logisch - keinen Beleg dafür finden konnten, dass dieser Jesus der Messias gewesen sei soll (denn diese Schriften wurden erst verfasst, als Jesus (wenn es ihn gab), gemäß der Bibelgeschichte bereits mindestens 30 Jahre tot war.

Also weiteten diese jüdischen Sektierer ihre Suche nach Anhängern aus und nahmen auch Nichtjuden auf, solange sie der Sache dienen würden. Aus diesem Grund mussten sie neue Regeln formen.

Die "Nächstenliebe" war eine davon. Damit wollten sie so tun, als wären sie Menschenfreunde und wollten für ALLE Menschen das Gute. Tatsächlich aber waren es politische Revolutionäre, die gegen Rom kämpften und deshalb verfolgt wurden. Fälschlicherweise redet man manchmal von "Christenverfolgung", meint aber diese Menschen, denn Christen gab es zu der Zeit noch gar nicht.

Heute interpretieren viele Christen und die die sich so nennen, etwas anderes in den Text. Sie stützen damit ihre eigene Interpretation, dass Die Bibel für Christen relevant sei (was sie de facto nicht ist) und alle Menschen "gerettet" werden müssten...

Paradoxerweise haben Christen aber nie so gehandelt (außer Einzelpersonen). Denn das CHristentum war IMMER Intolerant gegenüber andersgläubigen und hat keine Nächstneliebe, sondern den Krieg gelehrt...

Hallo PiccuEW,

als Jesus gefragt wurde, welches Gebot das wichtigste sei, nannte er nicht eines aus den Zehn Geboten, sondern er antwortete gemäß Markus 12 NEÜ:

28 Einer der Gesetzeslehrer hatte ihrem Streitgespräch zugehört und bemerkt, wie treffend Jesus den Sadduzäern antwortete. Nun trat er näher und fragte ihn: "Was ist das wichtigste Gebot von allen?"

29 "Das wichtigste", erwiderte Jesus, "ist: 'Höre Israel! Der Herr, unser Gott, ist der alleinige Herr. 30 Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzem Verstand und mit all deiner Kraft!'6 31 An zweiter Stelle steht: 'Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!'7 Kein anderes Gebot ist wichtiger als diese beiden."

32 Da sagte der Gesetzeslehrer: "Rabbi, das hast du sehr gut gesagt. Es ist wirklich so, wie du sagst: Es gibt nur einen einzigen Gott und außer ihm keinen. 33 Und ihn zu lieben von ganzem Herzen, mit all seinen Gedanken und mit ganzer Kraft und seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst, das ist viel mehr wert als alle unsere Opfer."

Es geht hier nicht um "philia" die Liebe, die man einem Freund entgegenbringt, sondern um "agape" eine auf Gottes Grundsätzen beruhende Liebe, wie sie in 1.Kor.13,1-13 klar definiert wird, oder in Mat 5,44 und Joh 3,16.

Konkret bedeutet es:

Man wäre bereit, für den Mitmenschen zumindest das zu tun, was man sich selbst in der Situation wünschen oder tun würde. Ein gutes Beispiel daür ist der "barmherzige Samariter".

Die von Jesusaus dem hebräischen Text zitierten Verse sind aus 5.Mose 6,4.5 sowie aus 3.Mose 19,18 und lauten nach NEÜ.

4 Höre Israel: Jahwe ist unser Gott, Jahwe allein!1 5 Und du sollst Jahwe, deinen Gott, mit ganzem Herzen lieben, von ganzer Seele und ganzer Kraft.2

18 Räche dich nicht selbst und trage deinen Volksgenossen nichts nach. Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst.3 Ich bin Jahwe!

Alles, was Dir hier die gutgläubigen und gutmeinenden Christen erklären, kannst Du freundlich lächelnd zur Kenntnis nehmen, einige meinen es sicher auch ernst damit.

Aus meiner Umgebung kenne ich nur eine Handvoll Christen und solcher, die sich als diese betrachten, die sich tatsächlich um dieses Gebot scheren - die restlichen werden von ihrem Gott nicht der Heuchelei bezichtigt und schon gar nicht gebührend bestraft! Hochgerechnet (es soll so ca. 3 Mrd. Christen allen Coleurs geben) würde ich sagen, wären das so ca. 95 % aller Christen. Nimm einige bekannte "Heilige": selbst Mutter Teresas "Nächstenliebe" steht immer wieder auf dem Prüfstand und bedarf einer endgültigen historischen Bewertung. Reden wir nicht von aktuellen Fällen der "Nächstenliebe" hochgesteller Pfaffen und Kirchenfürsten gegenüber Kindern und Schutzbefohlenen!

Und eins vergiss nicht: das Ur-Gebot lautete: "DU SOLLST DEINEN NÄCHSTEN JUDEN LIEBEN!" Nix mit Universalität gegenüber allen "Nächsten" oder gar Feinden! Das wollen Dir heute die PR der Kirchen sowie einige "liebes"tolle Christen erzählen. Es gibt in der Bibel (und die besteht nunmal aus Neuem UND Altem Testament!) genug Beispiele, wo Gott keinerlei Gnade walten ließ und selbst immer wieder seine "Liebe" in blinden "Hass" umschlagen und diesem auch drakonische Maßnahmen folgen ließ! Nämlich oft und meist dann, wenn man seinen Vorbedingungen und Vorstellungen über das, was Liebe sein soll, nicht folgte!

Wenn Du dazu nähere Informationen benötigst, dann empfehle ich Dir die "Geschichte des Christentums" des kürzlich verstorbenen Karlheinz Deschner.

Hier erst einmal eine schöne Geschichte, die es deutlich macht:

  • „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“

    Ein Schüler fragte seinen Lehrer: "Es ist uns geboten: Liebe deinen Nächsten dir gleich. Wie kann ich das erfüllen, wenn mein Nächster mir Böses tut?" Der Lehrer antwortete: "Du musst das Wort recht verstehen: Liebe deinen Nächsten als etwas, was Du selbst bist. Denn alle Seelen sind eine; jede ist ja ein Funken aus der Urseele, und sie ist ganz in ihnen allen, wie deine Seele in allen Gliedern deines Leibes.

    Es mag sich einmal ereignen, dass deine Hand sich versieht und dich selber schlägt; wirst du da einen Stecken nehmen und deine Hand züchtigen, weil sie keine Einsicht hatte, und deinen Schmerz noch mehren? So ist es, wenn dein Nächster, der eine Seele mit dir ist, dir aus mangelnder Einsicht Böses erweist; vergiltst du ihm, tust du dir selber weh."

    Der Schüler fragte: "Wenn ich aber einen Menschen sehe, der vor Gott böse ist, wie kann ich ihn dann lieben?" "Weißt du nicht", sagte der Lehrer, "dass die Urseele aus Gottes Wesen kam und jede Menschenseele ein Teil Gottes ist? Und wirst du dich seiner nicht erbarmen, wenn du siehst, wie einer seiner heiligen Funken sich verfangen hat und am Ersticken ist?"

    (Quelle unbekannt)

Und da heraus jetzt weiterführend:

Jesus gab uns ein Gebot, was alle anderen Gebote in sich beinhaltet:

"Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst"

Da ist genau das Verhältnis der Liebe wiedergegeben, welches Frieden im Menschen einkehren lässt und wo dann auch kein Raum mehr für Eifersucht und ähnliche entartete Lieben, weil der Mensch in seiner Liebe mit Gott an erster Stelle verbunden ist: Ein jeder Mensch soll nicht eigenliebig die Liebe seines Nächsten fordernd zu seinem Besten verlangen; denn Eigenliebe ist an und für sich nichts anderes, als sich die Liebe des andern zuziehen zum eigenen Genusse, aber ihm selbst keinen andern Funken Liebe mehr wiederzuspenden.

„Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.“ (Lukas 14,26)

Das hassen, von dem Jesus hier spricht, bezieht sich genau auf diese kranken Formen der Liebe, die so viel Leid auf der Erde unter den Menschen verursacht haben!

Wie könnte es anders zu verstehen sein?, wenn Er doch deutlich betonte:

"Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert."

Die Liebe zu Gott sollte an erster Stelle stehen und dann erst die Liebe zum Nächsten, zu Vater, Mutter, Sohn, Tochter usw.

Leichter gesagt als getan. Das ist ein gewaltiger Akt und kann ein großer Kampf im Menschen ausgetragen sein, was man spätestens bei partnerschaftlichen Problemen merkt, so wie es bei mir auch ging, wo der Liebesschmerz zum Partner so groß wurde, dass ich Selbstmordgedanken hatte, wo ich genau weiß, was für verheerende Folgen Selbstmord hat. Das war ein Geburtsprozess bis aufs äußerste und ich wäre beinahe daran gestorben vor Gram. Und dann brach die Liebe zu Gott mit Kraft in mich ein, floss mit Kraft in mich ein, wurde in mir lebendig, so dass solches jetzt nicht mehr mein Glücklichsein erschüttern kann, weil nun erst wirklich die Liebe zu Gott an erster Stelle steht, aber dadurch erst die Liebe zu meinen Mitmenschen, so paradox es klingen mag, unvergleichlich größer wurde.

Sagt man dafür, dass man andere Menschen genauso respektvoll, anständig und rücksichtsvoll behandeln sollte, wie man selbst gerne behandelt werden würde.

oder auch

Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem ander(e)n zu.

Im alten Testament galt nur der Israelit als Nächster, im neuen Testament ist jeder Mensch dein Nächster.

wenn du zb. essen austeilst, dass du anderen diese menge oder die schönen stücke gibst die du gerne selbst hättest.

Do sollst deinen Mitmenschen so behandeln wie du doch selbst behandelt Sozusagen ;) ^^

*dich *behandelst

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Die Antwort von kdd1945 ist sehr umfassend, besser kann man es kaum machen und ich habe nichts hinzuzufügen.

In meinen Bibeln steht "Liebe deinen Nächsten..."(Gal.5,14).

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