Lichtgeschwindigkeit- bleibt die Zeit stehen?

2 Antworten

Also meine Frage ist, geht die Zeit eigentlich noch weiter...

Die Formulierung ist recht unpräzise. Welche Zeit soll weitergehen oder auch nicht?

Die SRT formuliert es jedenfalls ebenso präzise wie scheinbar widersprüchlich: Wenn sich zwei Koordinatensysteme K und K' relativ zueinander bewegen, sagen wir, K' bewegt sich relativ zu K mit +v in x-Richtung, so muss

(1) bezüglich K die in K' ruhende Uhr um den Faktor √{1−(v/c)²} langsamer laufen, und
(2) bezüglich K' die in K ruhende Uhr um den Faktor √{1−(v/c)²} langsamer laufen,

damit die Lichtgeschwindigkeit in jedem der beiden Systeme betrachtet den Betrag c hat. Der scheinbare Widerpruch löst sich auf, wenn man dies mit folgender Situation vergleicht: Zwei Autofahrer fahren gleich schnell in einem Winkel auseinander; jeder der beiden Fahrer hat nicht nur seine eigene Vorwärtsrichtung, sondern auch ein eigenes "Aufgleicherhöhe", bezüglich dessen der jeweils andere Fahrer zurückfällt.

Der Vorwärtsrichtung entspricht in der Raumzeit die Zeit, und dem "Aufgleicherhöhe" entspricht das "Woandersundjetzt". Zwei in K gleichzeitige Ereignisse mit unterschiedlicher x-Koordinate finden in K' nacheinander statt und umgekehrt.

Je näher an der Lichtgeschwindigkeit umso langsamer vergeht die Zeit für dich bzw. auf der Uhr,...

Das ist Quark. Deine eigene Uhr geht für Dich immer gleich schnell. Alles andere würde dem Relativitätsprinzip widersprechen, denn am Gang Deiner Uhr könntest Du dann ja ohne Ausschau zu halten feststellen, dass Du Dich bewegst.

...wenn man genau 'Lichtegeschwindigkeit' Schnell ist?

Das ist unmöglich. Könnte man es, sagen wir, zwischen x1 und x2, so wäre man hinsichtlich seiner Eigenzeit im selben Augenblick bei x1 zum Zeitpunkt t=0 und bei x2 zum Zeitpunkt t=(x2-x1)/c. Allerdings müsste man dafür unendlich viel Energie haben.

Du hast das schon recht gut verstanden soweit. Ist halt alles nur theoretisch, aber die Zeit müsste bei Lichtgeschwindigkeit stehenbleiben und bei Überlichtgeschwindigkeit zurück gehen. Nun ist es aber so das du als Mensch ja weder Lichtgeschwindigkeit, noch Überlichtgeschwindigkeit erreichen kannst. Ob das überhaupt geht bleibt ein Mysterium. Einfacher gesagt, nach allgemeiner Ansicht, es geht einfach nicht.

Da kommt man dann auf das Problem mit der Lichtgeschwindigkeit. Es ist bewiesen das Licht immer gleich schnell ist - egal welches Bezugssystem. Unterschiedlich schnell würde bedeuten das das Licht eines Autos mit 100km/h mit Scheinwerfern an Lichtgeschwindigkeit + 100 km/h hat, wenn du es misst hat das Licht aber auch dann "nur" Lichtgeschwindigkeit. Immerhin siehst du auch ein auf dich zukommendes Auto nicht früher als ein stehendes. Das Problem: Wenn ich die Lichtgeschwindigkeit vom Auto aus Messe MÜSSTE sie langsamer sein als Lichtgeschwindigkeit (um 100 km/h) - ist sie aber nicht. Das heißt: Lichtgeschwindigkeit ist vollkommen unterschiedlich, aber wenn immer wir sie messen gleich.

Klingt fast wie eine gepfuschte konstante Variabel in der Matrix :D hoffe das war halbwegs verständlich erklärt x.x

Yop, danke, aber was ich auch nicht verstehe wieso kann kein Körper mit Masse Lichtgeschwindigkeit erreichen? ich habe gehört das die Masse bei kurz vor LG ins Unendliche gesteigert wird? Aber wieso? oder is dass das gleiche wie bei nen Düsenjet das man z.b. dort 6g hat (also 6Faches Körpergewicht) bloß dass das bei der lg "Unendlich"g ist oder wie? ich hab auch Gelesen..

Wenn 2 Autos mit 20 Km/h in entgegengesetzte richtung fahren sind das ja dann an der Schnittstelle 40Km/h. Bei Lichtgeschwindigkeit (stand dort) ist das anders, denn LG hat ja eine Ungefähre Geschwindigkeit von 300.000Km/s , wenn jetzt 2 Raketen mit 250.000 Km/s auch in die entgegengesetzte richtung Fliegen wären dass ja dan 500.000 Km(s somit ca 1/4 Schneller als LG, trotzdem is das aber nicht der fall sondern sie fliegen mit "nur" ungefär 298.000 Km/2 aneinander Vorbei, wie geht das?

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@zugzu122

ich habe gehört das die Masse bei kurz vor LG ins Unendliche gesteigert wird? Aber wieso?

Darauf kann man mehrere Antworten geben. Zum Einen kann man sich anhand eines Gedankenexperiments mit einem inelastischen Stoß zweier Körper mit gleicher Eigenmasse überlegen, dass die Masse oder genauer die Impulsmasse (das Verhältnis zwischen Impuls und Geschwindigkeit) des mit v bewegten Körpers um den Faktor γ = 1/√{1−β²} größer sein muss, weil der Impulserhaltungssatz in allen Koordinatensystemen gelten muss.

Kennt man aber bereits die Formel E=mc², so kann man argumentieren, dass die kinetische Energie, die ein massiver bewegter Körper automatisch hat, selbst "etwas wiegt".

Setzt man die klassische Formel mv²/2 an (was nicht ganz korrekt ist, aber für relativ kleine v in Ordnung geht), so beläuft sich diese Masse der kinetischen Energie auf mv²/2c². Die hat damit eine eigene kinetische Energie von (mv²/2c²)*v²/2c²=mv⁴/4c⁴, die noch hinzukommt usw.

So entsteht eine geometrische Reihe in v²/2c², und die konvergiert gegen 1/(1-v²/2c²) mit dem Vorfaktor m, und das ist eine Näherung für den tatsächlichen Lorentz-Faktor 1/√{1−v²/c²}.

Kurz und gut: Ein bewegter Körper schleppt notgedrungen seine kinetische Energie mit sich herum, und die erhöht die Gesamtmasse.

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Ich habe mir die frage auch schon oft gestellt. Und ich verstehe auch nicht. Wenn sich ja ein Photon (Lichtteilchen) mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, steht die Zeit still. Und für die Geschwindigkeit braucht man ja Zeit. Wenn also die Zeit stehen bleibt, kann das Photon in der gleichen Zeit überall sein. Darum müsste doch die Lichtgeschwindigkeit unendlich sein!!! Kannst du (KarolineM) mir da evt. weiterhelfen???
gLG Gadget268

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@Gadget268

Ich kann es. "Aus eigener Sicht" wäre ein Photon tatsächlich gleichzeitig überall.

Du kannst in beliebig kurzer Eigenzeit τ beliebig lange Strecken zurücklegen, also dx/dτ kann beliebig groß werden. Da dies mit kinetischer Energie verbunden ist, die Deine Uhr im Vergleich zu einer - bezüglich eines gewissen Bezugssystems - ruhenden langsamer macht, ist eine solche Raumreise mit einer schnelleren (nämlich dt/dτ >1) Reise durch die Zeit verbunden. Der Quotient (dx/dτ)/(dt/dτ)=dx/dt bleibt dabei allerdings immer unter c.

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