Licht fangen?

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Diese Scheiben sind nur halbtransparent.

Der Beobachter sitzt im dunklen Raum, der Beobachtete in hellen, das ist alles.

Zündet sich der Beobachter eine Zigarette an, kann man das sehen.

Ändert man die Beleuchtung entsprechend, wird der Effekt umgekehrt.

Damit kann man wirklich kein Licht sammeln!

Gruß

DC

und mit polarisierten verspiegelten Scheiben?

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@Hirnlos

Ein Polarisationsfilter filtert aus normalem Licht eine einzelne Schwingungsebene heraus. Lichtwellen bestehen aus Querwellen, d. h. sie schwingen quer zur Bewegungsrichtung.

Beispiel: ein Seil, das ähnlich einem Sprungseil bewegt wird. Man kann es auch schneller bewegen, dann ergeben sich Schwingungsknoten und -bäuche. In Festkörpern gibt es 2 Schwingungsarten, die schon bekannte Querwelle und die Längswelle, die in Bewegungsrichtung schwingt (Schall in Luft oder Wasser).

Querwellen treten aber auch an Oberflächen auf, z. B. Wasser, die Bewegungsrichtung ist waagerecht, die Schwingung senkrecht: Welle.

Querwellen kann man polarisieren, Längswellen natürlich nicht.

Lichtwellen sind Querwellen, daher ist Polarisieren möglich. Dabei wird das Licht, das in alle Richtungen zur Bewegung schwingt, auf weitgehend eine Richtung polarisiert, das heißt : auch reduziert = abgeschwächt!

Je nach dem, wie der "Polarizer" eingestellt ist, schwingt das Licht nun waagerecht oder senkrecht oder irgendwas dazwischen... Wenn du nun Deine Kugelversuchsanordnung zum Einsatz bringst, bedeutet das lediglich, dass Du Licht filterst, also abschwächst. Das Licht verläßt die Kugel wieder, wenn die gegenüberliegende Wand die gleiche Polarisierungsebene hat, falls nicht, wird das Licht von der gegenüberliegende Wand absorbiert und erwärmt diese etwas.

Auch hier ist das Licht dann weg; Du kannst es nicht "fangen"!

Du solltest die Polarisierungsgeschichte mal ergoogeln, da gibt es Grafiken dazu, die mir hier nicht zur Verfügung stehen...

Gruß

DC

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@drcharlie

Ahso, danke für die ausführliche Schilderung, DH.

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Auf eine andere Art waren unsere ersten Rubinlaser eine Art derartiger Lichtspeicher. Rubinstab, auf mehrfaches der Wellenlänge so gut wie möglich rechtwinklig abgschliffen, die Enden halbverspiegelt und dort andauernd neues Licht reinschicken.

Da wurde im Rubinstab wirklich Licht gespeichert, das raste zwischen den zwei verspiegelten Enden hin und her und speicherte sich in Phase auf.

Irgend wann mal brach es durch den am Wenigsten verspiegelten Ende des Stabs durch -> Alles gespeicherte Licht synchron in einem einzigen Flash raus (Vorsicht, Finger und Augen weg !).

Wie das jedoch in einer Kugel und mit dem breiten Spektrum der Sonne aussehen würde, habe ich keine Ahnung :-( .

Man müsste erst mal eine genaue (verspiegelte) Kugelinnenseite erschaffen können. Dann könnte man vielleicht weitersehen. Eine derartige Kugel zu schaffen scheint mir mit unseren heutigen technischen Mitteln nicht machbar zu sein.

Schon mal einen Rubinstab genau genug abzuschleifen war ein Rekord...

und doch es geht... zumindest ein schwarzes Loch stellt so einen Lichtfänger dar. Ob die Energie aber in Form von Licht erhalten bleibt, oder einfach in puure Wärme umgewandelt ist, das kann dir nur Steven-Hawkins beantworten.

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