Libyen: Sind die Sandstürme dort radioaktiv verseucht?

6 Antworten

Nach kurzer Recherche:

Wenn tatsächlich Uran Munition in Libyen durch die USA eingesetzt wurde (was abgestritten wird, aber relativ wahrscheinlich ist), dann ist der Boden und das Wasser in den Betroffenen Gegenden durch den Uranstaub der beim Aufprall entsteht verseucht. Wird dieser Boden nun durch Sandstürme o.ä. aufgewirbelt, dann wird das giftige und strahlende Material natürlich mitgenommen und kann bei Einatmen gefährlich werden.

Allerdings wird es durch Sandstürme auch sehr zerstreut und verteilt, so dass die Konzentration natürlich stark abnimmt. Somit ist die Strahlung im Sturm kein relevanter Faktor.

Die Strahlung ist aber auch so schon nicht besonders stark, nicht vergleichbar mit Atombomben o.ä., daher ist die Nähe zu dem Material vermutlich nicht schädlich, wohl aber das Einatmen oder sonstige Aufnehmen im Körper durch Flüssigkeit oder Nahrung. Uran ist dazu, als Schwermetall, auch hochgiftig, also doppelt schädlich bei der Aufnahme.

Nein, das ist Unsinn. Es handelt sich um abgereichertes Uran und hat nur noch eine sehr geringe Strahlung hat und das in Form von Alpha-Strahlung. Diese Strahlung lässt sich bereits mit einem Blatt Papier stoppen.

Die große Gefahr sehe ich nicht bei der Radioaktivität, sondern bei der Giftigkeit dieses Schwermetalls. Da Uran ein hohes Eigengewicht hat, das es den Weg bis nach Europa schafft.

Sicher, das in Libyen diese Munition verschossen wurde?

"Diese Strahlung lässt sich bereits mit einem Blatt Papier stoppen."

Wenn das so ist, warum gibt es dann schlimmste Missbildungen bei Neugeborenen? Weshalb werden in den betroffenen Ländern heute Kinder mit entsetzlichen Fehlentwicklungen geboren?

Lies:

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2017/04/11/der-verheerende-einsatz-von-uranmunition-durch-usa-und-nato-die-verheimlichten-kriegsverbrechen/

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@yxz2001

Du musst ernsthaft an die Seriösität deiner Quellen arbeiten. Allein bei der Wortwahl im Link müsste bei jeden normal gebildeten Menschen sämtliche Alarmglocken schrillen. Aber manche wollen halt die Alarmglocken überhören.

Ich finde diese Art von Munition auch sehr kritisch, aber noch lange kein Grund solche fragwürdigen Behauptung aufzustellen. Damit erreicht man genau das Gegenteil!

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Da Uran ein hohes Eigengewicht hat, das es den Weg bis nach Europa schafft.

Da besteht kein kausaler Zusammenhang.

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Von Libyen ist mir deratiges unbekannt,da waren doch gar keine NATO Bodentruppen oder?Im IRAK wurde viel Uran Munition verschossen als Panzerbrechende Waffen

Die GAU-8/A des Flugzeuges A-10 Thunderpolt II verschießt 30 mm Urankerngeschosse und die A-10 und F16 kamen zum Einsatz in Libyen. Ergo sollten da schon noch Splitter davon rumliegen, aber bei weitem nicht so viele wie im Irak, das stimmt. Es handelt sich trotzdem um einen Alpha-Strahler, daher ist es nicht unbedingt gefährlich, solange man es nicht isst, trinkt, einatmet oder einen Splitter davon noch im Körper stecken hat.

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@yxz2001

Aber es geht verdammt gut durch Panzerung. Wie gesagt, solange du es nicht im Körper hast, schützt dich deine Kleidung vor der Strahlung. Da braucht man nicheinmal einen Schutzanzug. Schlimmste Missbildungen sind es sicher nicht, ich denke da gibt es wenig Begrenzung nach oben. Aber ja klar, wenn es die Mutter im Körper hat oder das Erbgut schon vorher beschädigt wurde, dann kommt es zu Missbildungen. Das ist glasklar.

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@Ruffy5286

Beim Aufprall der Uranmunition entsteht Uranstaub. Werden z.B. 20 Kilogramm Uranmunition abgefeuert, schweben wenig später 14 Kilogramm davon als giftiger Staub in der Luft. 1 Tonne Uranmunition = 700 KG Uranstaub. Eventuell wurden in Libyen ca 1000 Tonnen Uranmuniton eingesetzt = 700 Tonnen Uranstaub. Das Risiko, Uranstaub über die Atemwege aufzunehmen, ist dann besonders hoch, wenn entsprechendes Material z.B. Sand durch Winde aufgewirbelt oder durch menschliche Tätigkeitenwie Pflügen erneut in die Luft gebracht wird.

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@yxz2001

Es heißt ja nicht umsonst UranKERNmunition. Ist nicht alles Uran, was da verschossen wird. Da hätte es weniger Durchschlagskraft, aber das ist ein anderes Thema. Wo hast du jetzt schonwieder die Zahlen hergezaubert. Ich wage zu bezweifeln, dass mehr als 2/3 des Urankerns pulverisiert werden. Das klingt höchst ineffizient für panzerbrechende Munition. Das Ziel ist die Panzerung zu durchschlagen und in Splitter zu zerspringen, die für Menschen tödlich sind oder zumindest die Fahrzeugbesatzung kampfunfähig machen oder wichtige Systeme im Fahrzeug zerstören. Das macht man nicht mit Staub....

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