Liberalismus Sozialismus Demokratie Planwirtschaft Marktwirtschaft?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Liberalismus: Das politische Ziel ist Freiheit für jeden. Sozialismus: Gerechte Verteilung von Gütern, es darf kein Kapitalismus herrschen, da Kapitalismus = Profitgier.Demokratie: Alle Macht geht vom Volk aus. Planwirtschaft: Im gegensatz zu den vorherigen keine politische Orientierung.Wirtschaft wird verstaatlicht (wie im 4-Jahresplan im 3. Reich).Marktwirtschaft: Auch nicht politisch. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Konkurrenz belebt das Geschäft.

Ich studiere Sozialwissenschaften, da wurde uns das so (nur komplizierter) erklärt ;)

0
@Judaskind

Danke :). Hoffe es hilft ein wenig. Falls noch Frage sind kann ich dir helfen. Ist auch ne gute wiederauffrischung für mich.

0
@Judaskind

Danke! Hat mir sehr geholfen! Habe eben übermorgen einen kleinen Vortrag über das Buch "Der Weg zur Knechtschaft" von Hayek. Da muss ich den Mitschülern die Begriffe vorher möglichst einfach erklären ;)

0
@Judaskind

Danke! Hat mir sehr geholfen! Habe eben übermorgen einen kleinen Vortrag über das Buch "Der Weg zur Knechtschaft" von Hayek. Da muss ich den Mitschülern die Begriffe vorher möglichst einfach erklären ;)

0

Kleine Anmerkung. Die Wirtschaft im 3. Reich wurde nicht verstaatlicht. Die großen Landwirtschaftlichen Güter wurden zerschlagen und in einzelne Erbhofbauernhöfe aufgeteilt. Die waren Privateigentum und wurden an die Nachkommen weiter vererbt. Im Gegensatz dazu wurden bei der Planwirtschaft in der DDR alles Land in staatliche Genossenschaften aufgeteilt.

0
@wolfgang11

Wie gesagt, es ist nur eine ganz kurze und einfach Erklärung gewesen. Die Eingriffe in die Wirtschaft unter dem Nationalsozialismus unter dem Vierjahresplan und vollends die Kriegswirtschaft unter Rüstungsminister Albert Speer ab 1942 ließen vom freien Unternehmertum wenig übrig. Die Wirtschaftsordnung entfernte sich immer weiter vom Idealtyp der Marktwirtschaft und entsprach schließlich weitgehend dem Idealtyp der Zentralplanwirtschaft. Die Kriegswirtschaft des Nationalsozialismus lässt sich als „Zentralverwaltungswirtschaft mit privatem Eigentum“ oder als „kapitalistische Zentralverwaltungswirtschaft“ einordnen.

0

Lib.: Eine Weltanschauung (Ideologie), deren zentrales Prinzip die Freiheit ist, vor allem die Freiheit vor staatl. Willkür.Soz.: ebenfalls eine Weltanschaung, deren zentrales Prinzip die Gleichheit ist.Also stehen Soz. und Lib. in einem Spannungsverhältnis, da die Gewährung von Freiheit, vor allem von ökonomischer (wirtschaftl.) Freiheit, strukturell, d.h. notgedrungen, zur Ungleichheit führt, weil die persöml. und gesellschaftl. Ausgangsbedingungen für Selbstverwirklichung eben ungleich sind.Demokratie: eine Regierungsform, die auf dem Prinzip der Volkssouveränität (Die Staatsgewalt geht vom Volke aus und nicht mehr, wie früher, vom König.) beruht.Marktwirtschaft: Wirtschaftsordnung, die auf dem Prinzip des freien Austausches zwischen Produzenten und Konsumenten (=Markt) beruht. Planwirtschaft: Wirtschaftsordnung, die auf den Vorgaben und Zielen eines umfassenden Planes, von der Reg. vorgegeben, beruht. Sachlich gehören also Lib., Demokr.,und Marktwirt. zusammen, da sie jeweils für Freiheit und Selbst- und Mitbestimmung eintreten. Sozialisten tendieren dazu, fur die Planwirtschaft zu stimmen, zumindest für starke Staatseingriffe, um mehr Gleichheit zu schaffen. Wir in der BRD versuchen,einen Ausgleich zwi. Lib. und Soz. zu gewährleisten, indem wir die soziale Marktwirt. eingeführt haben. die zu starke Ungleichheiten durch den Sozialstaat zu mindern sucht, was natürlich neue Probleme hervorruft, z. b. hohe Staatsverschulung (ca. 3 Billionen), aber das ist ein anderes Thema. Hoffentlich hilft´s ein wenig, Grüße eines pensionierten Politik- und Geschichtslehrers

Liberalismus kommt von "libereal" => "so, dass jmd. oder etwas die persönlichen Freiheiten eines Menschen nicht einschränkt". Allerdings gibt es hiervon wiederum verschieden Interpretationsweisen. Die Wiener Schule z.B. lehnt einen jeglichen Einfluss der Politik auf die Wirtschaft ab. Die Freiburger Schule (die mir am sympathischste) wiederum sagt, dass ein starker Staat lediglich die Regeln vor gibt und dafür sorgt, dass diese auch eingehalten werden, so dass niemand die Freiheit eines anderen einschränkt (die Wiener Schule überlässt das dem Markt... - zweifelhaft)

=> dieser Einstellung folgt die Marktwirtschaft. Der Markt, das sind Käufer wie z.B. Du, ich, oder Unternehmen wie Aldi oder Siemens und Verkäufer die hier auch wieder Aldi, Siemens, RWE,...sind, die natürlich auf beiden Seiten auftreten. Sie stehen für die Nachfrage und das Angebot. Angebot und Nachfrage wiederum bestimmen den Preis einer Ware. Und dies wiederum führt durch die Konkurrenz der Anbieter sowie der Nachfrager untereinander zu Wettbewerb und Fortschritt. Theoretisch sollte sich dabei dann alles die Wage halten und alle zu einem angemessenen Wohlstand gelangen, wobei hier jeder selber in der Hand hat, wie viel Wohlstand er erlangen will. Da dem aber Grenzen gesetzt sind, wie man z.B. an der Griechenlandkrise oder der Finanzkrise gesehen hat, befürworte ich die Freiburger Schule ;-) :

„Ob wenig oder mehr Staatstätigkeit – diese Frage geht am Wesentlichen vorbei. Es handelt sich nicht um ein quantitatives, sondern um ein qualitatives Problem. Der Staat soll weder den Wirtschaftsprozess zu steuern versuchen, noch die Wirtschaft sich selbst überlassen: Staatliche Planung der Formen – ja; staatliche Planung und Lenkung des Wirtschaftsprozesses – nein. Den Unterschied von Form und Prozess erkennen und danach handeln, das ist wesentlich. Nur so kann das Ziel erreicht werden, dass nicht eine kleine Minderheit, sondern alle Bürger über den Preismechanismus die Wirtschaft lenken können.“[ - Walter Eucken

„Da bin ich der Meinung, dass ebenso wie der Schiedsrichter nicht mitspielen darf, auch der Staat nicht mitzuspielen hat [...] Was ich mit einer marktwirtschaftlichen Politik anstrebe, das ist – um im genannten Beispiel zu bleiben – die Ordnung des Spiels und die für dieses Spiel geltenden Regeln aufzustellen.“ - Ludwig Erhard

Sozialismus will eigentlich dass alle gleich gestellt sind. Sozial bedeutet "den Sucius betreffend" wobei "Sucius" mit Gefährte, Bundesgenosse, Genosse übersetzt wird. Hier soll alles allen gehören. Jeder die gleichen Rechte haben ("alle Menschen sind gleichberechtigt nur manche sind gleichberechtigter" - beliebter Spruch aus den ehem. sozialistischen Staaten wie z.B. der damaligen Tschechoslowakei oder UdSSR) und das Arbeiten, was er am besten kann.

Diesem Gedanken ist die Planwirtschaft entsprungen: der Staat kontrolliert Angebot und Nachfrage. Er plant welche Güter produziert werden und wer sie bekommen soll. Er plant auch, in welche Richtungen die Entwicklungen zu gehen haben. Da der Staat aber die bedürfnisse eines jeden Einzelnen nicht kennen und schon gar nicht bewerten kann, war der Sozialismus zum scheitern verurteilt und konnte sich nur mit Gewalt halten, wie man es ja heute noch in China sehen kann.

Kleine Anmerkung zu Wolfgang11: Die Genossenschaften in der DDR waren eben nicht staatlich, sondern genossenschaftlich (eine Eigentumsform, mit der man auch prima Kapitalismus machen kann, wie bei Wohnungsbaugesellschaften oder Banken zu sehen ist).

Dass alle Produktion (egal welcher Eigentumsform) durch staatliche Planvorgaben gelenkt wurde, war das Entscheidende.

Jörg

MARKT - & PLAN - WIRT.SHAFT UNTERSHEIDEN SICH VOR ALLEM IM

QROSEN & QANZEN RAHMEN DE VOLKS-WIRT,SHAFT !

PLANUNQ IST HEUTE FUER JEDEN BETRIB & JEDEN CONCERN SELBST-

VERSTAENDLICH ! ! ! ABER AUF DE UN.QE.PLANTEN UN.REGULIRTEN MARKT

HERRSHEN AN.ARCHY & CHAOS & IMER WIEDER KRISEN ! ! !

IN DE PLAN - WIRT.SHAFT WIRD DE PLANUNQ DE EIN.CELN WIRT.SHAFTS-

EINHEITEN MIT DE PLANUNQ DE QESAMTEN VOLKS - WIRT.SHAFT VER-

BUNDEN ! ! ! SO CAN DE QESAMTE WIRT.SHAFT SICH PLAN.VOLL &

HARMONISH ENTWICKELN IM INTER.ESE ALLA ! ! !

KRISEN GIBT ES DANN IN DE SOCI.AL.ISTISHEN PLAN - WIRT.SHAFT

NICHT MEHR ! ! !

Alles mit ...ismus und ...irtschaft kommt nicht so gut wie die Demokratie.

Ich wollte eher eklärt, was jeder Begriff bedeutet und was es heisst für einen Staat so etwas zu haben.

0

Was möchtest Du wissen?