Li-Ion oder NiMh akku mit normalen steckernetzteil laden?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Soviel ich weiß, brauchen Li-Ion-Akkus eine anspruchsvolle Regelung oder zumindest einen sehr angepassten Ladevorgang. Sie können sogar explodieren, wenn irgendwas beim Laden ihnen passt. Wenn auch die Ladegeräte wie bei einem Smartphon einem recht banal erscheinen, so ist die Laderegelung im Gerät selbst doch recht anspruchsvoll. Nicht umsonst sind auch Smartphones (ich glaube das war Samsung 6) schon abgebrannt. Ich habe jetzt meinen Rooter auf optionalen Batteriebetrieb umgestellt, da wir auf dem Lande gelegentlich mit Netzausfall konfrontiert sind und dann auch die am Rooter hängende Telefonanlage ausfällt. Obwohl ich früher viel mit Akkus und provisorischen Aufladen mit irgendwelchen vorhandenen Trafos zutun hatte, habe ich aus Sicherheitsgründen von einem Li-Ion-Akku abgesehen. Ich habe auch Ladegeräte, wo ausdrücklch darauf hingewiesen wird, dass sie sich nicht für Li-Ion-Akkus eignen. Ich würde Dir den NiMh-Akku empfehlen, der ist o.k. Ein NiCd-Akku ist dagegen problematisch und wird schnell unbrauchbar.

Nur wenn Du ein ausdrücklich für Li-Ion-Akkus bestimmtes handelsübliches Ladegerät passend für Deinen Kapazitätsbedarf auftreiben kannst, würde ich Dir die Li-Ion-Variante empfehlen.

Ich glaube, dass beim Li-Ion-Laden der kritische Punkt im exakten Abschalten des Ladevorganges liegt, wenn der Akku voll ist. Sonst wird der heiß und kann brennen oder explodieren.

Vielen dank für die schnelle antwort, dann werd ich wohl die NiMh nehmen. Wie ist es jetzt aber mit dem lange angesteckt lassen? Kann da was passieren?

0
@MrAnonymus12345

Wenn man den Akku stetig mit dem maximalen Ladestrom lädt, ist er zwar am schnellsten voll, erleidet aber Schaden, wenn er nicht abgeschaltet wird, wenn er voll ist. Da gibt es mehrere Möglichkeiten:  Optimal ist ein handelsübliches elektronisch  geregeltes Ladegerät. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung eines Timers, der am Ende der (rechnerischen) Ladezeit abschaltet. Zumindest für kleine Zellen werden Ladegeräte mit eingebautem Timer angeboten. Nachteil: Der Akku muss zu Beginn leer sein, bei einer Stromunterbrechung fängt der Timer von vorne an. Manche Geräte entladen erst den Akku, bevor sie ihn vollladen und können dadurch die korrekte Ladezeit sicher einhalten. Da bei einem 12 V-Akku die maximale Ladespannung bei 15 V liegt, kann mit einer exakt 15 V-Stromquelle der Akku nicht überladen werden, da beim Erreichen dieser Spannung kein Spannungsunterschied mehr vorhanden ist. Nachteil: Gegen Ende fließt immer weniger Strom, das Laden dauert etwas länger als die üblichen 14 Std. Außerdem darf zu Beginn des Ladens der Akku nicht so leer sein, dass zu Beginn wegen des großen Spannungsgefälles der Ladestrom zu sehr ansteigt. Meist gibt aber das Ladegerät nicht mehr als erlaubt her.

Beim Laden mit mehr als 15 V kann man einen Widerstand zwischenschalten, dessen Größe sich leicht berechnen lasst. Bei beispielsweise 18 V ergibt sich am Widerstand eine Spannung von 3 V. Bei einem Ladestrom von 150 mA macht das R = I / U = 150 / 3 = 50 Ohm.

0

Was möchtest Du wissen?