Leute wenden sich gegen mich?

5 Antworten

Mir scheint es bei Deiner Frage eher um ein Problem mit einer verzerrten Selbstwahrnehming zu gehen.

Was Du bescheibst als "Führungsrolle einnehmen" ist wohl eher etwas, was im Amerikanischen mit "Bullying" bezeichnet wird: Du benimmst Dich wie ein Ar...loch und die Leute gehen Dir aus dem Weg bzw. lassen Dich machen, damit sie ihre Ruhe haben. Wenn Du dazu noch sportlich und kräftig wirkst, dann umso leichter, weil keiner Lust hat sich wegen einer Diskussion mit Dir anzulegen. Du hast aber nicht die Führungsposition, denn die anderen gehen Dir lediglich aus dem Weg. Ein Führer überzeugt und begeistert die Massen. Du vergraulst sie. Das ist also etwas völlig Anderes.

Du hast auch keine Freunde, Du hast Mitläufer, die so lange Deine Freunde sind, wie es ihnen nutzt.

Ob Du eine gute Rhethorik hast, wage ich auch zu bezweifeln. Wahrscheinlich bist Du nur so rechthaberisch, dass es den Leuten einfach zu doof ist, weiter mit Dir zu reden - insbesondere, wenn es Dir nicht um eine Diskussion geht, sondern nur darum, Deine Meinung durchzusetzen - egal, ob diese Sinn macht. Ob Du das dann als Sieg bewertest und stolz darauf bist, die anderen "mundtot" gemacht zu haben, das ist Deine eigene Auslegung. Die anderen denken warscheinlich "Gut, dass der Schwätzer weg ist!".

Für Dich spricht, dass Du gemerkt hast, dass Dich Deine Art auf Dauer einsam macht. Wenn Du es schaffst, zum positiven Vorbild zu werden, statt zum abschreckenden Beispiel und wenn Du teamfähig wirst, statt weiter von Deiner Herrlichkeit überzeugt zu sein und das heraushängen zu lassen, dann könnte sich dieser Zustand ändern. Das wird aber seine Zeit dauern.

Im Berufsleben kannst Du natürlich problemlos der Typ sein, der die besonders schweren Aufgaben freiwillig übernimmt und damit der Held des Unternehmens wird. Dennoch wir die Einsamkeit bleiben, denn beliebter wirst Du damit nur bei der Geschäftsleitung, weil Du die Einnahmen erhöhst. Die Kollegen werden Dich früher oder später mobben, so wie Du jetzt die Anderen mobbst, sobald sie eine Schwäche bei Dir entdecken.

Falls Du allerdings Deinen Erfolg z.B. in Geld misst und nicht in Anerkennung oder Wertschätzung, dann kannst Du meine obigen Worte vernachlässigen und es stehen Dir goldene Zeiten bevor. Auf Freunde musst Du allerdings trotzdem verzichten. Du wirst nur Mitläufer und Zuträger haben, was aber dann auch gar nicht mal schlecht ist.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Im Leben und in der Berufswelt braucht es schon ein wenig Ellbogen, damit man nicht untergeht, aber privat, bei seinen sozialen Kontakten dort musst du vielleicht noch den Mittelweg finden zwischen "Führen" und unterbuttern lassen, denn sonst "führst" du irgendwann nicht mehr, sondern du wirst ganz einfach alleine dastehen mit deiner Meinung oder was auch immer und die Leute werden sich nicht von dir führen lassen, sonder sie werden sich einfach von dir abwenden. "Führen" bedeutet für mich nicht das man andere ausbootet, sondern dass man andere mitzieht, inspiriert, motiviert, fördert. So wie du beschreibst verstehst du unter "führen" einfach immer nur der Gewinner sein, und das kommt ganz sicher nicht gut an.

;-)

 - (Gesundheit, Psychologie, Menschen)

"...da Ihnen meine Art nicht gefällt." - Wenn es dich stört, dann verändere Dein Verhalten.

Aber das ist extrem schwierig und wird nur wirklich stabilen Persönlichkeiten mit grosser Selbstkontrolle gelingen. Denn meist haben schwache Persönlichkeiten keine Ahnung, in welche Richtung sie ihre Persönlichkeitsentwicklung voranbringen sollen. Selbstbemeisterung nennt sich das.

Hast du das Zeug dazu oder schwafelst Du nur von "Erfolg" und "Führung"?

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