Leute ich muss morgen ein Satire über Matheunterricht schreiben, ich komme aus Australien und kann nicht so gut Deutsch bitte Hilfe mir jemand?

2 Antworten

Nachfolgende Satire betrifft zwar nicht den Mathematikunterricht selbst, jedoch einen typischen Mathematiklehrer.

Der Verfasser weiß, worüber er schreibt. Er hat unter mehreren Mathematiklehrern gelitten und ist auch ein solcher. Damit leidet er z.Zt. unter sich selbst.

Der Mathelehrer ist ein weltfremder Trottel. Er weiß, daß ein Baum im Prinzip ein Kegel ist, kann aber eine Sommerlinde nicht von einer Wintereiche unterscheiden.

Er kann zwar berechnen, daß wenn 17kg Fleisch 270€ kosten, 1kg Fleisch somit 15,88523€ kosten müßte, läßt sich aber beim Einkauf desselben ein zähes Schnitzel andrehen.

Trotzdem ist er eine Respektsperon. Da er vorwiegend über Dinge redet, von denen nur er etwas versteht, hat er fast immer recht. Und verrechnet er sich doch einmal, so löst er damit die schönste und reinste Schadenfreude aus, die man sich denken kann.

Im allgemeinen ist dem Mathelehrer schwer beizukommen. Fehler sind im kaum nachweisbar. Wird er z.B. auf einen falsch sitzenden Hut, Basekap usw. aufmerksam gemacht, so läuft er von nun an rückwärts und behauptet, die Kopfbedeckung sitze zur relativ zur Bewegung richtig.

Meinen die Schüler, in der letzten Stunde vor den Ferien könne man doch mal etwas anderes als Mathe machen, so lehnt der Mathelehrer dies mit der Begründung ab, daß die Schüler in der letzten Stunde der Ferien auch nichts anders als Ferien machen würden.

Will jemand den Unterricht mit der Begründung "ihm sei übel" verlassen, so weist ihm der Mathelehrer nach, daß die Übelkeit am Unterrichtsende sicher größer sei und damit der Grund sich zu entfernen an Triftigkeit gewonnen habe.

Das Wissen und Können des Mathelehrers basiert auf einigen Dingen die es nicht gibt: z.B. auf Punkten und Geraden und einigen Behauptungen die niemand beweisen, glücklicherweise aber auch niemand widerlegen kann, und die man deshalb Axiome nennt. Er setzt sie keck voraus und errichtet daruf ein Gedankengebäude, daß sich trotz des schmalen Fundaments als recht solide erweist: gewissermaßen eine auf der Spitze balancierende Cheopspyramide.

Ansonsten hält er sich überwiegend an nachprüfbare Tatsachen. Beobachtet er aus einem fahrenden Zug heraus eine Schafherde und wird später gefragt, ob die Schafe geschoren waren, antwortet er wahrheitsgemäß:

Auf der mir zugewandten Seite waren sie noch nicht geschoren, über die mir abgewandte Seite kann ich leider nichts aussagen.

Der Mathelehrer ist bei den Kollegen der anderen Fachrichtungen hochgeachtet. Während er sich meist noch aus seiner Schulzeit daran erinnern kann, daß Paris die Hauptstadt Frankreichs ist, Goethe sich über den westöstlichen Diwan ergoß, und Hannibal in elefantöser Gesellschaft ante portas erschien, vermögen sich die Kollegen in der Regel nicht zu entsinnen, daß die Funktion eines Winkels gleich der Ko-Funktion des Komplementwinkels ist, und was dies überhaupt alles sei.

Die genaue Wortbetrachtung des Mathelehrers ist allein deshalb vonnöten, weil die meisten Fremdwörter in der Mathematik eine engere Bedeutung besitzen als im Alltag. Spricht der Mathelehrer z.B. vor pubertierenden Schülern über den Begriff der Potenz, muss er ihnen energisch klarmachen, daß ihr wissendes Grinsen hier völlig fehl am Platz ist.

Der Mathelehrer ist streng objektiv. Merkt er daß er einem Schüler nicht leiden kann, gibt er ihm vor lauter Furcht ihm gegenüber subjektiv zu sein, ein paar Punkte mehr, als den Schülern die er leiden kann.

Während z.B. der Religionslehrer unter Schülern leidet, deren Geist willig und deren Fleisch schwach ist, leidet der Mathelehrer eher unter Schülerinnen deren Fleisch willig und deren Geist schwach ist.

Der Mathelehrer weiß, daß durch geeignete Kombination zweier Negativitäten Positives zustande kommen kann.

Geht dem Schüler XX alles zu langsam und der Schülerin XY alles zu schnell im Matheunterricht, so beauftragt er Schüler XX mit der intensiven (mathematischen) Betreuung der Schülern XY und erzielt so neben einer durchschnittlichen Unterrichtsgeschwindigkeit auch zwischenmenschliche Zuwendung und Fürsorge, die in Extremfällen bis zur späteren Eheschließung führen kann.

Der Mathelehrer verfügt meist über einen verschrobenen abartigen Humor, der von Anderen mangels der dafür erforderlichen Voraussetzungen nicht nachvollzogen werden kann. Nur ein Mathelehrer kann sich beim Anblick der Formel

Q(f)=1(Fi-Zeichen) >2.(zwei Pi-Zeichen) in Entzücken versetzen, weil nur er ihre Bedeutung entschlüsseln kann: Die Kuh ist ein Vieh mit zwei Sorten Pipi.

Der Mathelehrer ist von Natur aus pünktlich: Des Morgens ertönen an seinem Bett drei Wecker: ein mechanischer mit Aufzugsfeder, ein batteriebetriebener (z.B. Smartphone usw) und ein an die Netzsteckose angeschlossener.

Die Wahrscheinlichkeit, daß in einer Nacht die Stahlfeder des mechanischen Weckers bricht, die Batterie/Akku des batteriebetriebenen Weckers ausläuft und der Strom für den am Stromnetz betriebenen Wecker ausfällt, ist annährend gleich Null. Die Wahrscheinlichkeit, daß der Mathelehrer im Schlaf das Zeitliche segnet, ist jedenfalls größer.

Der Mathelehrer ist höchst umweltfreundlich. Während z.B. der Physiklehrer bedrohliche Energiequanten vorbereitet, der Chemielehrer übelriechende bzw. explosive Dämpfe usw. verbreitet, produziert der Mathelehrer u.a. lediglich Kreidestaub der kaum auffällt und als kalkreiche Substanz dem sauren Regen entgegenwirkt.

P.S. eine für heutige Zeiten praxisbezogene Matheaufgabe.

L telefonierte mit seinem neuen teuren Smartphone von 2 verschiedenen Orten jeweils 2 mal. Wie lautet das Ergebnis?

Rechnerisch tätigte er 4 Telefonate...was aber trotzdem nicht stimmt, weil ihm während des 2. Anrufs das Handy durch 4 Straßenräuber "abgezogen" wurde.

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