Leute für mich ist eine Welt zusammen gebrochen. Hab eine manische Depression diagnostiziert bekommen, wieso ist mir das selbst nie aufgefallen?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Lass dir doch nicht erzählen, dass du krank wärst, wenn du dich garnicht krank fühlst.

Eine Diagnose ist eine Schublade, in die du gesteckt wirst. Richte dich da nicht drin ein, sondern krabbel da wieder raus, solange du es noch kannst.

Manisch-depressiv ist erstmal keine Krankheit, sondern eine natürliche Veranlagung. Ein Empfinden von Höhen und Tiefen, von Begeisterung und Zurückhaltung.

Es gibt Menschen, die nur sehr wenige Stimmungsschwankungen haben, das für normal halten und alles andere als krankhaft definieren möchten. Dein Diagnostiker gehört möglicherweise dazu.

Dies wird auch von der Leistungsgesellschaft unterstützt, die konstante Leistungsbereitschaft fordert und deshalb arge Probleme hat, Depressivität zu verstehen.

Flick deine Welt wieder zusammen, sie ist voll in Ordnung. Und gib Diagnosen nicht die Macht, sie zu zerstören.

Wow.  Sowas von hilfreich und gut!
Vom Feinsten.

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Hallo,

ich kann zwar auch nur spekulieren, aber möglicherweise hast du vor dir selbst deine "depressiven und manischen" Episoden als "normale Stimmungsschwankungen" klein geredet und eine Menge Erklärungen gesucht und gefunden, warum du dich z.B. gerade so "down" fühlst. Man ist sich selbst gegenüber leider oft doch nicht "so achtsam und selbstkritisch", wie man glaubt, sondern neigt häufig zu einer gewissen "Betriebsblindheit"... Ich kann nachvollziehen, dass für dich, durch die Diagnose einer "bipolare Störung" (klingt ja auch ziemlich erschreckend), "eine Welt zusammengebrochen ist". Aber wie BurgessGalaxies schon feststellte, ist eine bipolare Störung eine gar nicht so selten auftretende psychische Erkrankung, die sich - soweit ich weiß - relativ erfolgreich behandeln lässt, so dass die Betroffenen zum Teil nicht allzu viele  "Abstriche" in ihrer Lebensqualität machen müssen. Ich hoffe für dich, dass du mit der notwendigen medizinischen Unterstützung - trotz deiner Diagnose - ein zufriedenes, "pralles" Leben führen kannst,

LG Garnet72

Das geht runter wie Butter, danke :)

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@AtlantisCity

Gerne - und immer dran denken, auch wenn´s schwer fällt: "Wer bis zum Hals in der in der Sch***e steckt, darf nicht den Kopf hängen lassen"...;-)

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Die Frage hätteste gleich dem Diagnosegeber stellen können. Dann hätte er dir ein Phänomen erklären können. Wenn mich nicht alles täuscht nennt sich das blinder Fleck. Soll heissen es gibt bestimmte Bereiche unserer Selbst/Psyche die wir nicht wahrnehmen können/wollen. Was Selbstdiagnose und Selbsttherapie schwer bis unmöglich macht.

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