Letztes Jahr hohe Nachzahlung durch Steuererklärung dieses Jahr fordert das FA mich wieder auf erneut sind hohe Kosten zu erwarten. Wie vermeiden?

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10 Antworten

Ich kann mich nur anschließen und dir raten die Steuerklasse zu wechseln.

Wenn ihr in III/V seid ist die Nachzahlung fast vorprogrammiert. Du hast alle Freibeträge, deine Frau keine. Der dadurch entstehende höhere Abzug in der Klasse V gleicht aber die geringen Abzüge der Klasse III nicht aus, daher reicht der Lohnsteuerabzug nicht die Einkommensteuerschuld zu decken.

Also ändern auf IV/IV. Dann wäre auch die EStE nicht mehr verpflichtend, es sei denn ihr nutzt auch das optionale Faktorverfahren.

hohe Nachzahlung ... Wie vermeiden?

"Hoch" ist relativ und für jeden anders.

Ist "hoch" größer als 400 €, vermeidest du Nachzahlungen, in dem du bereits während des Jahres am 10.3, 10.6, 10.9 und 10.12 jeweils 1/4 der zu erwartenden Nachzahlung als Vorauszahlung selber an das Finanzamt überweist. Diese werden später in deinem Steuerbescheid angerechnet. Machen Millionen andere Steuerzahler auch.
Ist wahrsch. aber keine Antwort die du hören möchtest.

Geregelt im § 37 EStG http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__37.html

Ganz wichtig:
Die Höhe der Einkommensteuer richtet sich allein nach euren Einkünften! Die hier diskutierten Punkte Steuerklasse 3/5, 4/4, mit oder ohne  Vorauszahlung usw. beeinflussen dagegen nur den oder die Zeitpunkte deiner Zahlungen (und nicht die Höhe!!)

Nach einer hohen Nachzahlung fordert das Finanzamt in den meisten Fällen Vorauszahlungen, die Nachzahlung ist im Folgejahr dann wesentlich niedriger.

Aus Euren Einkommen ergibt sich nunmal eine gewisse Steuerlast, das geht anderen auch nicht anders.

Bei III/V ist das nur logisch, weil unterjährig zu wenig LSt abgeführt wird. Wechsel der Steuerklasse auf IV/IV löst dieses Problem. Ändert zwar nichts an der ESt-Last, aber vermeidet Nachzahlungen.


Ganz einfach, Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steueberater nehmen!

Ich frage mich allerdings, wie man ausschließlich als Arbeitnehmer zu hohen Nachzahlungen kommt.

Sicher, dass Du mit den Steuererklärungen alles richtig gemacht hast?

grubenschmalz 22.08.2015, 09:23

Ich frage mich allerdings, wie man ausschließlich als Arbeitnehmer zu hohen Nachzahlungen kommt. 

Bei SK 3+5 ist das normal. 

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alarm67 22.08.2015, 09:34
@grubenschmalz

Diese Information hatte der FS erst nach meiner Antwort hier eingestellt!

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Nachzahlungen fallen dann an, wenn die vorausgezahlte Steuer niedriger ist als das, was bei der Steuererklärung als Steuerschuld für das Jahr ermittelt wird.

Ohne genauere Informationen kann man nur sagen: Einkommen senken, absetzbare Ausgaben steigern - oder höhere Vorauszahlungen leisten...

das ist nicht pauschal zu beantworten, wenn du viel verdienst aber keinerlei Ausgaben hast ?! gehe zu einem Steuerberater dann läuft irgendwas falsch vergiss die Steuervereine und Steuerprogramme. Ich habe selbst bei sehr hohem gehalt nie was zurückzahlen müssen gehe zu einem guten Steuerberater ! das ist schonst am falschen ende gespart. 

Was für Kosten fallen denn an? Steuerberater oder die Nachzahlung?

Tippgeber666 24.08.2015, 00:10

Verstehe hier manche Fragen nicht;-)!

Vielleicht sparst du dir ja die Nachzahlung wenn du dir den Steuerberater vorher ins Boot holst.

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Mehr Informationen. Bist du ausschließlich Arbeitnehmer oder Beamter?


armbrusd 22.08.2015, 09:17

Arbeitnehmer

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grubenschmalz 22.08.2015, 09:17
@armbrusd

Welche Steuerklasse? Freibetrag eingetragen?



Bist du ausschließlich Arbeitnehmer?


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grubenschmalz 22.08.2015, 09:20
@armbrusd

Das ist normal bei dieser Kombination. Lösung: Beide in Steuerklasse 4 wechseln.


Du hast dann monatlich zwar weniger Geld zur Verfügung, aber dafür keine Nachzahlung zu leisten. Kommt im Endeffekt aufs gleiche raus. 

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Wie vermeiden? Für das abgelaufene Jahr (2014) ist alles zu spät. Dieses Jahr ist noch Gestaltungsspielraum. In welche Richtung hängt natürlich ua von der Art der Einkünfte ab:

Freiberufler können weniger Umsatz machen oder Rechnungen erst in 2016 schreiben.

Arbeitnehmer können sich überlegen, welche Arbeitsmittel steuerlich absetzbar wären und diese anschaffen.

Vermieter können Renovierungen vorziehen.

Jeder Steuerpflichtige kann Spenden tätigen.

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