Lesekompetenz, Texte besser verstehen - Training

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2 Antworten

Die These mag vielleicht falsch sein - aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es da nicht so sehr an der "Lesekompetenz" (im eigentlichen Sinne) hapert...

(denn davon spricht man eher, wenn das Lesen, der Prozess dessen -als aktiver Vorgang also- noch nicht hinreichend automatisiert ist; und davon würde ich in deiner Altersklasse absehen)

...viel eher glaube ich tatsächlich, dass es dann (wenn es dir schwer fällt, die Kernaussagen eines Textes zu erfassen) eher noch ein "Mangel an Vorwissen" ist.

Was nur heißt: Man ist mit einer Materie einfach (noch) nicht gut genug vertraut, sie ist einem zu fremd.

Ganz schlicht und einfach, also - wenn ein gewisses Maß an Hintergrundwissen schon mal da ist, lassen sich auch die übergeordneten Strukturen sowie die wesentlichen Aussagen besser erfassen (beziehungsweise: "Lücken" diesbezüglich werden leichter ergänzt und dadurch wiederum "geschlossen"; so dass am Ende ein -dennoch- schlüssiges Bild entstehen kann...).

Das Ganze ist auch nicht als "Vorwurf" gedacht und zu sehen - aber schon als Hinweis (und zur Beruhigung ;-)), dass sich im Lauf der Zeit (je mehr man sich mit "wissenschaftlichen Texten" i.w.S. oder einem bestimmten Fachbereich befasst) das auch, fast "zwangsläufig", ändert.

In der Regel, jedenfalls... ;-)

Liebe mia68,

danke für deinen Artikel!

Dennoch muss ich dir widersprechen: Wir haben uns beispielsweise in Geschichte mit den Märzrevolutionen beschäftigt (ich habe Vorwissen gehabt) und abschließend einen Text vom Historiker Hans-Ulrich Wehler bekommen - dazu eine Aufgabenstellung. Von 7 im Text genannten Punkten habe ich wenns hinkommt 4 herausgefunden - es liegt meiner Meinung nach am Fachchinesisch und ich konnte die Zusammenhänge teilweise nicht verstehen und ausmachen, und genau den Punkt möchte ich unterstreichen.

Und das soll sich ändern.

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@Nogger94

...manchmal liegt´s ja vielleicht auch einfach an einem "Herrn Wehler" - und nicht unbedingt an dir.

;-)

Möchte damit natürlich nur sagen, dass ich mir (in deinem Fall) gut vorstellen kann, dass so ein "Missverstehen" eher die Ausnahme ist, denn die Regel.

Und vielleicht muss man (ohne das Problem nun damit gleich schmälern zu wollen), wenn es mal so einen Text gibt, hin und wieder, einfach auch bisschen gelassen damit umgehen; und den Anspruch/die "Strenge" an/mit sich selbst etwas im Auge behalten...

Jedenfalls kann ich mir vorstellen, dass jemand wie du (trotz alledem) seinen Weg schon finden wird - durch (und auch mit oder ohne) all die "Herrn Wehlers"...

;-)

Schau das hier doch nochmal durch; insbesondere Punkt 3:

http://www.duz-studium.de/docs/iframes/lesen_s22_10.html

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Hallo Nogger94,

genau wie mia68 bin ich auch der Meinung, dass es dir nicht an Lesekompetenz mangelt. Es ist einfach ein Verständnisproblem, welches sich über verschiedene Bereiche erstreckt. Du sprichst einen Text vom BVG an, der wurde von Juristen verfasst und kann auch nur verstanden werden, wenn man eben dieser Sprache einmal auseinandergesetzt hat. In einem Wiki Artikel kann dein Verständnis dafür geweckt werden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Juristische_Fachsprache

Ähnlich, aber dennoch gänzlich anders sieht es aus, wenn man sich mit Aussagen von Politikern beschäftigen muss. Selbst wenn man den historischen Hintergrund kennt, so bleibt es doch wahnsinnig schwierig, den eigentlichen Inhalt zu erfassen. Mir persönlich hat es weiter geholfen, Bundestagsdebatten auf Phönix zu verfolgen und später die Interpretationen eines Fachjournalisten zu hören. Das Gleiche gilt für Übertragungen von Parteitagen. Ergänzend, oder besser vorab solltest du dir einmal durchlesen, was die Bundeszentrale für politische Bildung erklärend dazu formuliert:

siehe Kommentar

Vielleicht hilf Dir das ein wenig weiter. Toi, toi, toi !

EF2

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