Lernt man in Japanisch-Lehrbüchern die Schrift und Sprache gleichzeitig und wie lange dauert das ungefähr?

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3 Antworten

In "Japanisch, bitte" lernt man die Schrift Schritt für Schritt in den einzelnen Lektionen (also immer ein paar Kana und Kanji). Es git jedoch auch Lehrbücher, die direkt am Anfang die Schriftzeichen durchnehmen und vorraussetzen.

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Ich muss halt sagen "Minna no Nihongo" ist vergleichsweise teuer, aber es lohnt. Einzige Sache man muss im Vorfeld die Kana lernen (das ist aber wirklich das einfachste. Dazu gibt es Tonnen an Online-Material). Das lernen der Kana dauert im Schnitt zwei Wochen, aber der eine lernt schneller, der andere langsamer, also ist sowas nur ein grober Richtwert. Minna No Nihongo kommt mit einem Kernlehrbuch in Japanisch und mit einer Audio CD daher. Ohne die zusätzlichen deutschen Erklärungen (Minna No Nihongo Grammatik) ist das Buch (als Anfänger) nutzlos, sodass man mind. das Hauptbuch und den deutschen Begleitband kaufen muss. Das Kanji-Buch zu Minna No Nihongo empfehle ich an der Stelle nicht, denn ehrlich gesagt ist der Aufbau fürs lernen gar nicht mal so gut. Hier empfiehlt es sich einfach die Software Anki mit dem Kanji-Deck für Minna No Nihongo zu nutzen.

Zur Japanisch im Sauseschritt Reihe: Eine Katastrophe wenn es um das erlernen der Schrift geht (auch der Universitätsband). Auch N5-Wörter sind einfach in Hiragana geschrieben, das sorgt nur dafür das sich Dinge falsch eingeprägt werden.

Zu zweiterem: Man wirkt bereits ab der ersten Frage hilflos, aber dämlich.. Ich würde sagen, ob man dämlich wirkt hängt nicht von der Anzahl der Fragen ab die man stellt, sondern davon welche Fragen man stellt^^

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Lernt man in Japanisch-Lehrbüchern die Schrift und Sprache gleichzeitig und wie lange dauert das ungefähr?

Ein gutes Lehrbuch setzt voraus, dass Hiragana und Katakana als Grundelemente der Schrift bereits im Unterricht gelehrt wurden und wird (bei Werken, die nicht aus Japan stammen) hoechstens in Grammatikerklaerungen auf eine lateinische Umschrift zurueckgreifen. Man moechte schliesslich so gut es geht die japanische Sprachwirklichkeit abbilden und die besteht nun einmal nicht aus einem Japanisch mit lateinischer Schrift.

Lehrbuecher sind allerdings dazu da, um gelehrt zu werden. Die funktionieren fuer ein Selbststudium nicht optimal, denn schliesslich sind sie lediglich auf an die 200 Seiten beschraenkt und muessen deshalb auf detailreiche Erklaerungen, Beispielsaetze, Listen von Ausnahmen, Aktivitaeten, Zusatzlektuere, etc. verzichten. Nicht umsonst gibt es zu den meisten guten Lehrbuechern einen Lehrerband, der der Lehrperson helfen soll die spaerlichen Informationen im Lehrbuch vorzubereiten und entsprechend aufbereitet dem Schueler zu praesentieren.

Lehrbuecher an sich decken nur einen sehr, sehr kleinen Teil der japanischen Sprache ab, man kann aber z.B. mit Minna no Nihongo + guter Lehrkraft in 2-3 Jahren schon so gut sein, dass man sich einfach im japanischen Alltag zurecht finden kann.

Erlernen des Umgangs mit Einheimischen, das Kennenlernen von natuerlichem Japanisch (dadurch, dass man im Land damit in Kontakt kommt), sowie eine gewisse Gewoehnung nehmen den groessten Teil des Spracherwerbs ein (wenn man beabsichtigt da irgendwann mal mit arbeiten zu wollen) und sind gleichzeitig der Teil, an dem ein Grossteil der Lerner scheitert.

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