Leitungswasser von 1550 erbautes Haus ungesund?

8 Antworten

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Das Baujahr des Hauses ist nicht maßgeblich für die Wasserversorgung, bis zu Mitte des 19.Jahrhunderts gab es flächendeckend keine Wasserleitungen, da wurden die Haushalte über Brunnen versorgt. Welche Art von Wasserleitung in deinem Haus verlegt oder ersetzt wurde, kann von hier aus nicht festgestellt werden.

Lange im Gebrauch befindliche Kupfer- oder Bleileitungen sind genau so sicher wie verzinkte Eisenleitungen oder neuere PVC Wasserstränge, Gefahr aus dem Trinkwasser droht nur durch das Wasserk, was das Trinkwasser nicht vollständig entgiften kann...

Die Leitungen wurden sicher nicht 1550 gelegt, und in der Zwischenzeit mind einmal erneuert.

Was gefaehrlich sein kann, ist wenn du Bleirohre hast, aber die kannst du relativ leicht erkennen, denn sie sind geloetet statt verschraubt, sie sind nicht magnetisch, und du kannst es mit einer Muenze anritzen und dann sibriges Material erkennen..

Bei Bleirohren kommt es, solange man da nicht gerade was akut mit macht (z.B. TEILE austauscht) im Alter zu keiner meßbaren Bleibelastung mehr. In meiner letzten Wohnung hatten wir noch Bleirohre. 2 meiner Mitbewohner hatten Zugang zu einem Labor, es wurde nichts gefunden, nur mal Minimalwerte, als nach einem Rohrbruch ein Rohr geflickt wurde. An den Bleirohren haben sich nur die Erstnutzer vergiftet.

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@Steffile

Es stimmt auch nicht bzw. gibt den Sachverhalt verharmlosend/verkürzt wieder. Es geht nicht um eine akute Vergiftung.

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Es gibt die Möglichkeit, das Wasser von einem Labor untersuchen zu lassen. Solche Tests sind ab 20 Euro aufwärts erhältlich. Damit wird gewiss, ob und welche schädlichen Stoffe sich im Leitungswasser befinden.

Die Leitungen werden nicht von 1550 sein sondern weit jünger. Passieren kann da an sich nichts, solang es keine Bleirohre mehr sind. Das kannst du teaten indem du mit nem Schlüssel oder so im Keller über ein Rohr kratzt, ist es gräuluch, ""weich" und verkratzt sehr leicht, könnten es noch Bleileitungen sein. Die müsste der Vermieter austauschen lassen!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Erfahrung als Mensch, Interessierter, Lernender

Bei Bleirohren kommt es, solange man da nicht gerade was akut mit macht (z.B. TEILE austauscht) im Alter zu keiner meßbaren Bleibelastung mehr. In meiner letzten Wohnung hatten wir noch Bleirohre. 2 meiner Mitbewohner hatten Zugang zu einem Labor, es wurde nichts gefunden, nur mal Minimalwerte, als nach einem Rohrbruch ein Rohr geflickt wurde. An den Bleirohren haben sich nur die Erstnutzer vergiftet.

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@Silo123

Das weiß ich nicht. So hat es uns ein Monteur erklärt, als bei uns mal Rohre getauscht wurden.

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@Ma10ddin

Die Erklärung, wonach man diese Rohre erkennt ist ja auch richtig. Aber mit dem Ersetzen besteht dann trotzdem keine Eile. Wenn es aber häufiger zu Rohrbrüchen kommt und da dann immer nur rumgeflickt wird, dann steigt die Bleibelastung tatsächlich merkbar. Und da eigentlich wirklich schon die ältesten Bleirohre, die noch verlegt wurden, mittlerweile ihre Lebenszeit erreicht haben, würde es schon länger zu häufigeren Rohrbrüchen kommen.

Ganz nebenbei: Kupferrohre (und die sind noch gängig) sind auch nicht so ganz ohne- da wweiß ich aber nicht so genau mit den Zeiten, wann die am meisten Kupfer abgeben, Bescheid.

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Kommt auf die Leitungen an. Die sind mit Sicherheit nicht aus 1550, aber es könnten dennoch Bleirohre später verlegt worden sein. Das wäre dann nicht so gesund, das Leitungswasser in Massen zu trinken.

Bei Bleirohren kommt es, solange man da nicht gerade was akut mit macht (z.B. TEILE austauscht) im Alter zu keiner meßbaren Bleibelastung mehr. In meiner letzten Wohnung hatten wir noch Bleirohre. 2 meiner Mitbewohner hatten Zugang zu einem Labor, es wurde nichts gefunden, nur mal Minimalwerte, als nach einem Rohrbruch ein Rohr geflickt wurde. An den Bleirohren haben sich nur die Erstnutzer vergiftet.

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@Silo123

Ich schrieb auch nicht von einer akuten Vergiftung. Es geht hier um Grenzwerte, die zumeist nicht eingehalten werden können. Heißt: Man liegt mit Bleirohren oft über dem Grenzwert, der als eindeutig unbedenklich festgelegt ist, ist jedoch von unmittelbar gesundheitsschädlichen Konzentrationen weit entfernt. Dennoch würde ich solches Wasser nicht täglich trinken. Natürlich ist es möglich, dass auch bei Bleirohren, wie in deinem Fall (zumindest zum Testzeitpunkt!) keine Bleibelastung messbar ist. Ich zitiere einmal das Bundesumweltamt dazu:

Seit Dezember 2013 gilt in Deutschland für Blei im Trinkwasser ein Grenzwert von maximal 0,010 mg/l. Dieser Wert kann von Trinkwasser, das durch Bleirohre fließt, in der Regel nicht eingehalten werden. Auch kleinere Teilabschnitte aus Bleileitungen können in Kombination mit anderen metallenen Werkstoffen zu hohen Bleigehalten im Wasser führen. [...]

Bleihaltiges Wasser nicht trinken: Verwenden Sie (möglicherweise) bleibelastetes Wasser nicht als Trinkwasser oder zur Zubereitung von Speisen. Für schwangere Frauen, Säuglinge und Kinder bis zum sechsten Lebensjahr ist Wasser aus Bleirohren als Trinkwasser immer ungeeignet

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@sushimett

Wie gesagt, bei unseren Bleirohren war der Bleigehalt nicht meßbar, außer nach der Reparatur (da dann aber auch die Kombination mit anderen Werkstoffen) . Meine Mitbewohner haben damals sicher schon gute Meßmethoden verwendet. Und die eine Reparatur schlug sich auch sofort nieder, aber keine Ahnung, wie hoch der Wert damals war. Sie meinten: SEHR gering, die beiden waren echte Ökos, studierten was in der Richtung. SIE hatten nach der Untersuchung keine Bedenken, das Wasser zu trinken. Ein Labor im Hintergrund zu haben, wo man alles gleich mal eben nebenbei untersuchen kann, ist natürlich ein Glücksfall.

Aber eigentlich ist eine Diskussion darüber fast schon müßig, weil die letzten verlegten Bleirohre echt schon mittlerweile die maximale Lebensdauer erreicht haben dürften. Da kommt es dann normalerweise mittlerweile zu häufigen Lecks etc.. Und das nervt dann halt. Deswegen dürften echt fast alle Bleileitungen mittlerweile ersetzt worden sein. Sollte jemand echt noch einen Flickenteppich von Leitungen bemerken, wäre ersetzen durchaus angesagt.

Ganz nebenbei möchte ich auch mal darauf hinweisen, daß heute durchaus übliche Kupferleitungen heute nicht mehr als generell unbedenklich gelten. Auch wenn ich von der Kupferleitungsproblematik im einzelnen echt keine Ahnung habe. Ich habe das nur am Rande mitbekommen

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@Silo123

Anekdotische Evidenz. Die allgemeine Empfehlung lautet: Kein Wasser aus Bleirohren trinken, Bleirohre komplett tauschen.

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