Leistungen/Dokumentation - Ausgleichspflicht besondere Leistungen eines Abkömmlings § 2057a

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der §2057 a BGB spricht hier von "Mitarbeit im Haushalt" ....was darunter zu verstehen ist, ist wohl im Einzelfall Auslegungssache! Es muss halt nachgewiesen sein, dass man durch seine unentgeltliche Hilfe der Mutter Aufwendungen erspart hat (also z.B., dass die Mutter sonst hätte jemanden bezahlen müssen, der die entsprechende Unterstützung leistet....bedeutet für mich, dass Spaziergänge in jedem Fall bei der Ausgleichung nicht anzusetzen wären)

Ein großes Problem stellt im Rahmen dieser Regelung generell die Bewertung der Leistungen dar....also der Betrag, der im Erbfall ausgeglichen werden muss. Denn hier geht es nicht darum, dass beispielsweise jeder gefahrene km vergütet werden soll. Der Betrag, der ausgeglichen wird, muss vielmehr auch im Verhältnis zum Nachlass verhältnismäßig sein. Nur mal so als extremes Beispiel: wenn man 10 Jahre die Mutter unterstützt hat und nachher nur 1.000 EUR vererbt werden, kann man nicht das gesamte Erbe für sich beanspruchen.

In Bezug auf die Vorsorgevollmacht gebe ich noch zu bedenken, dass es bei einer Demenzkranken evtl schwierig werden dürfte eine solche noch jetzt zu erstellen

Vielen Dank für Ihre Antwort, sie ist sehr hilfreich!

Spaziergänge mit meiner DEMENTEN Mutter könnte ich über einen Pflegedienst abrechnen, nur dass sie es ablehnt, mit einer "wildfremden" Person zu gehen. Alleine findet sie nicht mehr zurück! Es ist also eine Beschäftigung für sie und Entlastung für meinen Vater. Insofern müßte/muss es anrechenbar sein.

Wie sieht es mit der Belegbarkeit der Leistungen aus?

Vorsorgevollmacht: Manchmal hat meine Mutter lichte Momente!

0
@unwissend58

Das Spazierengehen ist aber nunmal weder Mithilfe im Haushalt noch Pflegeleistung. Der §2057a BGB ist ja nun nicht dafür geschaffen worden, damit ein Kind von der Mutter für jede Gefälligkeit eine Entlohnung bekommt. Um es mal hart zu sagen, ist das Spazierengehen eine Leistung, die, wenn Du es nicht machst, eben wegfällt.

Belegen muss man die Leistungen schon können, über das "wie" gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Allerdings ist der Streit im Erbfall, wenn das andere Kind die Ausgleichung nicht akzeptiert, ohnehin vorprogrammiert.

Es dürfte trotzdem schwierig werden, eine Vollmacht so zu erstellen, dass sie über jeden Zweifel erhaben ist. Man sollte sich darüber Gedanken machen, ob man nicht beim zuständigen Gericht eine Betreuung anregt und diese dann halt selber übernimmt

1

" Welche Art der Leistungen werden auf das Erbe angerechnet?"

KEINE. Es handelt sich um freiwillig erbrachte Leistungen, die keinerlei "Ansprüche" nach sich ziehen.

Sollten diese Leistungen durch das (vermutliche) Erbe honoriert werden, so müsste dies entsprechend im Testament erwähnt werden.

Es handelt sich um Leistungen, zu denen ich aufgefordert wurde und die ich gezwungener Maßen übernommen habe ... weil ...

0
@unwissend58

Diese Leistungen und deren Vergütung (z.B. aus dem zu erwartenden Erbe....) ließen sich sicher "vertraglich regeln" (Notar).

0

Haus als Gemeinschaft geerbt, Schwester weigert sich bei der Entstandhaltung zu helfem?

Hallo Zusammen,

meine Mutter, meine Schwester und ich haben Immobilen geerbt. Die Verwaltungs- und Instandhaltungsarbeiten werden von mir, unterstützt von meiner Mutter, erledigt. Meine Schwester arbeitet nicht mit und erbringt auch sonst keine Leistungen.

Was kann ich da tun?

Welche Rechtsgrundlagen gibt es?

...zur Frage

Zwangseinweisung vom Krankenhaus ins Altersheim und wieviel bleibt zum Leben übrig?

Hallo zusammen, mein Vater ist Pflegefall Pflegestufe 2 . Jetzt meine Frage ! ist eine zwangseinweisung dirket vom Krankenhaus in ein Altenheim möglich? Und wieviel muss meine Mutter von ihren Ersparnissen dafür aufbringen bzw welche Grenze ist Pfändungsfrei? Was ist mit Häusern die er besitzt und mit einem Auto das über einen Kreditvertrag läuft bei dem er Kreditnehmer ist? Mit Freundlichen Grüssen

...zur Frage

Meine Schwester hatte die Betreuung von meiner Vater, Vater ist seit längerem verstorben. Jetzt ist meine Mutter auch verstorben?

Eigentlich hätte ich (Sohn) und meine Mutter doch schon das Pflichtteil von meinem Vater bekommen sollen. Meine Mutter hat aber die Ansprüche von meinen Vater nicht geltend gemacht. Kann ich als Sohn noch das Pflichtteil von meinem Vater geltend machen. Habe keine Übersicht über das Konto von meinem Vater (Nachlass) bekommen.

...zur Frage

Es geht um die Pflege meiner 85-jährigen Oma. Kenne mich mit diesem Thema nicht aus, mein Vater der neben der Oma lebt, auch nicht.?

Meine Grossmutter lebt nach dem Tod meines Grossvater alleine in der Hälfte des Zweifamilienhauses. In der anderen Hälfte lebt mein Vater mit meiner Stiefmutter. Meine Oma ist total auf meinen Vater angewiesen. Sie verlässt das Haus kaum noch. Sie ist kein Pflegefall, da sie sich noch selbst anziehen kann, sich waschen kann. Sie bewegt sich nur im Haus. Draussen bekommt sie schnell Schmerzen beim Gehen. Sie ist antriebslos und depressiv. Sie hatte wie durch ein Wunder eine Lungenembolie überstanden. Mein Vater begleitet sie oft zu Ärzten, kauft für sie ein, kocht oft für sie, putzt.manchmal. Mein Vater ist 61 und seit einem Jahr in Rente. Jetzt hat meine Oma einen Pflegeantrag gestellt, sie wollte mit dem Geld meinen Vater etwas entlasten. Es wurde der 1. Pflegegrad bewilligt ( 125 Euro). Aber für Verwandte ersten und zweiten Grades sind diese Leistungen nicht vorgesehen. Somit geht mein Vater leer aus. Meine Frage ist, werden nur bei der 1. Pflegestufe die Leistungen für die Verwandten 1. und 2.Grades nicht vorgesehen, ober trifft dies auf alle Pflegestufen zu?

...zur Frage

Wie verhält es sich erbrechtlich, wenn Enkel Opa pflegt und Kinder nichts nach ihm fragen?

Hallo erstmal,

die Ausgangslage ist folgende:

Mein Opa, verwitwet, hat drei Kinder, meinen Vater und zwei Töchter, meine Tanten. Beide Tanten leben schon seit längerem weit entfernt, während meine Eltern das Haus neben meinem Opa bezogen haben. Seit nunmehr über 25 Jahren kümmeren sich mein Vater, meine Mutter und seit einiger Zeit auch meine Wenigkeit und mein Bruder um meinen Opa und vor ihrem Tod auch um meine Oma. D. h. einkaufen, Arztbesuche, "Taxi" und was auch sonst so angefallen ist. Die Tanten kommen nur gelegentlich auf Besuch oder rufen ein oder zweimal die Woche an. Seit 2012 ist mein Opa ein Pflegefall, erst Pflegestufe 1 (inzwischen 2) und ich als Enkelin bin seine Pflegerin, während mein Vater die geschäftlichen Vollmachten übernommen hat. Bislang lief das auch alles sehr gut, aber seit kurzer Zeit ist mein Opa geistig nicht mehr ganz auf der Höhe. Er ist nicht dement oder grundsätzlich verwirrt, nur eben nicht mehr ganz 100% da. Bislang wurde nichts festgelegt, wie es in puncto Erbe etc. aussieht. D. h. mein Opa hat sich diesbezüglich nicht geäußert und bedauerlicherweise ist mein Vater nicht in der Lage mit ihm über dieses Thema zu sprechen. Für meine Tanten dagegen ist die Sachlage klar. Sie wollen Geld sehen und das auch noch bald. Absurderweise gehen sie z. B. was das Haus anbelangt, von vollkommen irrationalen Vorstellungen aus. (Was den Kaufpreis betrifft) Mein Opa redet von jeher ungern über solche Dingen und nun da er sehr krank ist, fällt es meinem Vater und mir noch schwerer über diese Dinge zu reden. Mein Paps ist genau wie mein Opa ein herzensguter Mensch. Mein Opa hat bezüglich seiner Nachlassenschaft nichts festgelegt und meinem Vater fällt es mehr als nur schwer dieses Thema anzusprechen. Darüber reden können die Beiden ohnehin nicht und ich als Enkelin tue mich schwer darin etwas zu sagen. Fakt ist, dass mein Vater und auch meine Mutter seit Jahren für meine Großeltern da waren. In jeder Hinsicht. Fakt ist auch, dass meine Tanten seit Jahrzehnten keinen Finger für meine Großeltern oder meinen Opa gerührt haben. Sie rufen gelegentlich an, aber das wars auch schon.

Meine Frage ist nun folgende: Wie verhält es sich nun in Bezug auf das Erbe, wenn ein Angehöriger über Jahre hinweg das Elternteil gepflegt hat, während andere Geschwister nichts gemacht haben? Was bedeutet das für mich als Enkelin, die ich meinen Opa seit Jahren betreue?

Versteht mich nicht falsch, mir geht es nicht ums Geld, sondern um Gerechtigkeit.

Meine Eltern und ich waren immer für meine Großeltern, meinen Opa da, und nun höre ich meine Tanten sagen, dass sie bald ihren "Teil" haben wollen, was auch immer das genau heißen mag.

Meiner Meinung nach stünde den Beiden überhaupt nichts zu in Anbetracht der Art, wie sie sich verhalten haben, aber da mein Opa kein Testament gemacht hat, frage ich mich, wie es sich verhält, wenn jemand die Pflege und Betreuung über Jahre verrichtet hat.

...zur Frage

Schutz vor geerbte Schulden?

Müssen Kinder der verstorbenen Mutter zu Unrecht gezahlte Leistungen vom Sozialamt zurück zahlen? Wie schützt man sich als Erbe dagegen?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?