Leistungen/Dokumentation - Ausgleichspflicht besondere Leistungen eines Abkömmlings § 2057a

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3 Antworten

Der §2057 a BGB spricht hier von "Mitarbeit im Haushalt" ....was darunter zu verstehen ist, ist wohl im Einzelfall Auslegungssache! Es muss halt nachgewiesen sein, dass man durch seine unentgeltliche Hilfe der Mutter Aufwendungen erspart hat (also z.B., dass die Mutter sonst hätte jemanden bezahlen müssen, der die entsprechende Unterstützung leistet....bedeutet für mich, dass Spaziergänge in jedem Fall bei der Ausgleichung nicht anzusetzen wären)

Ein großes Problem stellt im Rahmen dieser Regelung generell die Bewertung der Leistungen dar....also der Betrag, der im Erbfall ausgeglichen werden muss. Denn hier geht es nicht darum, dass beispielsweise jeder gefahrene km vergütet werden soll. Der Betrag, der ausgeglichen wird, muss vielmehr auch im Verhältnis zum Nachlass verhältnismäßig sein. Nur mal so als extremes Beispiel: wenn man 10 Jahre die Mutter unterstützt hat und nachher nur 1.000 EUR vererbt werden, kann man nicht das gesamte Erbe für sich beanspruchen.

In Bezug auf die Vorsorgevollmacht gebe ich noch zu bedenken, dass es bei einer Demenzkranken evtl schwierig werden dürfte eine solche noch jetzt zu erstellen

unwissend58 06.11.2013, 12:53

Vielen Dank für Ihre Antwort, sie ist sehr hilfreich!

Spaziergänge mit meiner DEMENTEN Mutter könnte ich über einen Pflegedienst abrechnen, nur dass sie es ablehnt, mit einer "wildfremden" Person zu gehen. Alleine findet sie nicht mehr zurück! Es ist also eine Beschäftigung für sie und Entlastung für meinen Vater. Insofern müßte/muss es anrechenbar sein.

Wie sieht es mit der Belegbarkeit der Leistungen aus?

Vorsorgevollmacht: Manchmal hat meine Mutter lichte Momente!

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SaVer79 06.11.2013, 13:17
@unwissend58

Das Spazierengehen ist aber nunmal weder Mithilfe im Haushalt noch Pflegeleistung. Der §2057a BGB ist ja nun nicht dafür geschaffen worden, damit ein Kind von der Mutter für jede Gefälligkeit eine Entlohnung bekommt. Um es mal hart zu sagen, ist das Spazierengehen eine Leistung, die, wenn Du es nicht machst, eben wegfällt.

Belegen muss man die Leistungen schon können, über das "wie" gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Allerdings ist der Streit im Erbfall, wenn das andere Kind die Ausgleichung nicht akzeptiert, ohnehin vorprogrammiert.

Es dürfte trotzdem schwierig werden, eine Vollmacht so zu erstellen, dass sie über jeden Zweifel erhaben ist. Man sollte sich darüber Gedanken machen, ob man nicht beim zuständigen Gericht eine Betreuung anregt und diese dann halt selber übernimmt

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" Welche Art der Leistungen werden auf das Erbe angerechnet?"

KEINE. Es handelt sich um freiwillig erbrachte Leistungen, die keinerlei "Ansprüche" nach sich ziehen.

Sollten diese Leistungen durch das (vermutliche) Erbe honoriert werden, so müsste dies entsprechend im Testament erwähnt werden.

unwissend58 06.11.2013, 23:13

Es handelt sich um Leistungen, zu denen ich aufgefordert wurde und die ich gezwungener Maßen übernommen habe ... weil ...

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DFgen 07.11.2013, 07:56
@unwissend58

Diese Leistungen und deren Vergütung (z.B. aus dem zu erwartenden Erbe....) ließen sich sicher "vertraglich regeln" (Notar).

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