Leistung und Gegenleistung in keinem Verhältnis - Ist Rechnung vom Immobilienmakler anfechtbar?

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6 Antworten

Hallo ChristophStunz,

ein wenig muss ich da schon schmunzeln.
Meine Frage ist:
Hab Ihr das nicht beim Notartermin geregelt?
Ich glaube nämlich das der Verkäufer nicht mit offenen Karten gespielt hat.
Der Makler hat recht, wenn die Auflassung im Grundbuch vollzogen ist, seit Ihr Eigentümer. Dann könnte auch im Notarvertrag eine Miete geregelt sein. Aber das müßt Ihr selber wissen. Zumal kann ich mir schwer vorstellen, das ein Makler dies absichtlich macht, welchen Grund hätte er? Wäre dann euere Kaufabsicht in Gefahr, wenn Ihr später einzieht? Wisst Ihr wirklich welche Absprachen der Verkäufer mit dem Makler hatte??? Aus Erfahrung kann nur eines sagen, am Ende sind Verkäufer und Käufer immer unschuldig?!?!?
Wenn der Vertrag beurkundet ist, warum regelt man erst im nach hinein den Einzug???
Warum die Rechnung anfechten? Ihr habt doch den Notarvertrag gelesen und unterschrieben? Der Makler kann doch nichts dafür wenn Ihr euere Wohnung kündigt? Und kündigen werde ich dann, wenn ich vom Verkäufer weiß, wann er das Haus räumt. Das muss doch schriftlich geregelt sein!!!

Ob der Makler gut oder schlecht ist kann ich so nicht beurteilen. Er hat zumindest nach §652 BGB gehandelt. Zumindest könnte man erwarten, das er sich bemühen könnten euer Problem zu lösen.

Und zum Schluss: Beweisen???
Der Beweis ist der Notarvertrag!!!!
Ist bitter für euch, ich drücke euch aber trotzdem die Daumen.

Auch ich muss sagen, normalerweise steht in jedem Notarvertrag drin, zu wann das Geld zu zahlen ist und wann die Übergabe stattfinden soll. 

Und normalerweise wird der Notarvertragsentwurf bereits einige Tage VOR dem Notartermin dem Verkäufer UND dem Käufer übermittelt. 

Also hätten Sie als Käufer bereits vorher nachfragen können und dann ggf. neu verhandeln bzw. zu diesem Zeitpunkt - ggf. auch in Gegenwart des Verkäufers + Maklers - dies klären können. 

Und notfalls nicht unterschreiben bzw. später Ihre Wohnung kündigen etc. 

Auch Verkäufer erzählen manchmal dem Makler etwas anderes und können "sich hinterher nicht mehr erinnern" ... um eben bessere Verkaufschancen zu haben. 

Und Tatsache ist, ein Makler muss - zumindest theoretisch - nur dafür sorgen, dass Verkäufer und Käufer zusammenfinden und es zu einem (Notar)vertrag kommt. Dadurch ist bereits seine VOLLE Courtage verdient und nach Notartermin eigentlich sofort fällig. 

(Das (AGB`s) steht übrigens auch meist auf den Homepages der Maklerfirmen, es liest nur Niemand, schon gar nicht vorher). 

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Alles ist eine Frage des Beweises und ihr seid in der Beweispflicht.

Normalerweise sichern sich die Makler gegen falsche Aussagen über die Immobilien in den Verträgen ab. Die Maklercourtage war sicherlich vertraglich vereinbart, als der Makler den Kontakt zum Verkäufer hergestellt hat und wurde mit notariellem Vertragsabschluß fällig.

Es gibt Grenzen bei der Maklercourtage. Wenn sowohl ihr als auch der Verkäufer eine Rechnung bekommen habt, dann muß der Makler seine Courtage geteilt haben. Es wäre nicht rechtens, wenn er die gesamte Courtage zweimal berechnet.

Meines Wissens ist die Maklercourtage von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Erkundigt euch mal, wie hoch die Courtage in eurem Bundesland sein darf.

Entscheidend ist der Kaufvertrag den ihr vor dem Notar geschlossen habt. Der wurde euch doch vorgelesen, oder?

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