Leiharbeitsfirma Kündigt wegen Krankheit, was passiert mit dem Rest Urlaub und den Überstunden?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Solange Du noch keine schriftliche Kündigung erhalten hast, bist Du nicht gekündigt.

Wenn Du wieder arbeitsfähig bist und nicht schriftlich gekündigt wurdest, solltest Du bei der Zeitarbeitsfirma Deine Arbeitskraft anbieten. Lässt Dich der AG nicht arbeiten muss er Dich trotzdem bezahlen als hättest Du gearbeitet (§ 615 BGB, Annahmeverzug).

Achte auch darauf, dass der AG Dir die Zeit von "Nichteinsätzen" nicht vom Zeitkonto abzieht. Das machen ZAF's gerne, ist aber nicht zulässig (§ 11 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz - AÜG).

Wenn man Dich schriftlich kündigt musst Du innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage erheben. Sonst ist die Kündigung gültig auch wenn sie nicht rechtens wäre.

Klage erhebt für Dich ein Rechtsanwalt wenn Du eine entsprechende Rechtsschutzversicherung hast oder Gewerkschaftsmitglied bist. Du kannst das aber auch selbst auf der Rechtsantragstelle des Arbeitsgerichts machen. Bei der Klageformulierung wird Dir geholfen und das ist kostenlos. Eine Anwaltspflicht gibt es in der ersten Instanz nicht.

Sollte die Kündigung (warum auch immer) gelten oder gibt es z.B. einen Vergleich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Abfindung, müssen Dir Urlaub und Überstunden bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt werden.

Danke fürs Sternchen

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Eine mündliche Kündigung ist unwirksam.
Außerdem ist eine Kündigung wegen Krankheit des AN ebenfalls unzulässig, zumindest nach 3 Wochen. Wenn du die schriftliche Kündigung bekommen hast, solltest du diese von einem Anwalt für Arbeitsrecht prüfen lassen.

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