Leidet Gott? Welche Möglichkeiten hat Gott, in dieses Leid einzugreifen?

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10 Antworten

Hallo ybcsgcnsgvhebfb,

da Gott Gefühle hat wie wir Menschen, kann er natürlich auch Leid empfinden. Das geht auch deutlich aus der Bibel hervor. Hier ein Beispiel aus dem Buch Jesaja. Als es einmal darum ging, das Gottes Volk, die Israeliten, zu leiden hatten, heißt es gemäß Jesaja, Kapitel 63, Vers 9: "Während all ihrer Bedrängnis war es für ihn bedrängend. Und sein persönlicher Bote, er rettete sie. In seiner Liebe und in seinem Mitleid kaufte er selbst sie zurück, und er hob sie dann empor und trug sie all die Tage von alters her." Kann man daraus nicht schließen, dass Gott das Leid dieser Menschen sehr nahe ging und sollte man nicht daraus auch ableiten, das Gott wirklich mit uns fühlt und es ihn schmerzt, wenn wir leiden? Ganz bestimmt!

"Warum tut dann Gott nichts gegen all das Leid in der Welt?" fragen sich viele Menschen. Ja welche Möglichkeiten hat er "in dieses Leid einzugreifen" (Deine Frage)? Könnte es daran liegen, dass er nicht über die nötige Macht verfügt? Nicht, wenn man das berücksichtigt, was in Jeremia, Kapitel 10, Vers 12, über ihn steht: "Er ist es, der die Erde durch seine Kraft gemacht hat, der das ertragfähige Land durch seine Weisheit fest gegründet und der durch seinen Verstand die Himmel ausgespannt hat." Wenn man bedenkt, wie viel Macht nötig war, um das riesige Universum, mit allem, was darin ist, zu erschaffen, müsste man dann nicht logischerweise auch erwarten, dass er seine Schöpfung im Griff hat?

Da Gott also in der Lage ist, dem Leid mit einem Mal ein Ende zu bereiten, müsste man da nicht annehmen, dass er gute Gründe hat, warum er noch nicht eingegriffen hat? Die Bibel lässt uns darüber nicht im Ungewissen.

Um die Frage umfassend zu beantworten, muss man an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückgehen. Dazu wäre es wichtig, folgende Begebenheit nachzulesen, die sich damals zutrug. In 1. Mose 3, Vers 1 - 5 heißt es: "Die Schlange nun erwies sich als das vorsichtigste aller wildlebenden Tiere des Feldes, die Jehova Gott gemacht hatte. So begann sie zur Frau zu sprechen: „Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?“  Darauf sprach die Frau zur Schlange: „Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: ‚Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.‘ “  Darauf sprach die Schlange zur Frau: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben.  Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“

Auch wenn heutzutage viele diesen Bericht belächeln, liegt doch gerade hier der Schlüssel zur Beantwortung der Ausgangsfrage. Dass bei dieser Begebenheit nicht eine buchstäbliche Schlange sprach, sondern in Wirklichkeit jemand anderes dahinter stand, zeigt ein Vergleich mit Offenbarung, Kapitel 12, Vers 9. Dieser Text verdeutlicht, dass sich Satan der Teufel im Garten Eden einer Schlange bediente, sie sich quasi zu einem Werkzeug machte.

Wenn wir die vorhin zitierte Bibelstelle ( 1. Mose 3:1-5) analysieren, fällt auf, dass der Teufel mit seiner Behauptung "ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben" Gott als Lügner darstellte, denn Gott hatte ja zu Adam gesagt, auf seinen Ungehorsam stünde der Tod. Damit stand plötzlich eine Behauptung im Raum, die geklärt werden musste. Dazu wurde Zeit benötigt. Mit der Behauptung Satans war mehr verbunden, als es zunächst scheint. Da er Gott als Lügner abstempelte, behauptete er im Grunde, er wäre ehrlicher als Gott. So sagte er eigentlich sinngemäß zu Eva: Gott lügt euch an, aber ich sage euch die Wahrheit. Damit hatte er eine Streitfrage sittlicher Natur aufgeworfen. Gott entschied sich dafür, den Ankläger nicht sofort zu vernichten, da dadurch die erwähnte Streitfrage nicht mehr hätte geklärt werden können. Außerdem wusste er, dass es am besten war, Zeit vergehen zu lassen, damit die Wahrheit letztendlich ans Licht kommen würde.

Kehren wir noch einmal zum Ausgangstext aus 1. Mose 3:1-5 zurück. Was behauptete Satan, was noch passieren würde, wenn Eva von der verbotenen Frucht äße? Er sagte, Ihr würden "die Augen geöffnet werden" und sie würde "wie Gott" werden, "erkennend Gut und Böse". Damit unterstellte der Teufel Gott, er würde den Menschen etwas Gutes vorenthalten. Das war somit eine weitere, heftige Anschuldigung. Mit anderen Worten ließ Satan durchblicken, dass es Eva - und im weiteren Sinne allen Menschen - besser erginge, wenn sie ein Leben frei von göttlicher Bestimmung leben würden.

Damit diese Anklage widerlegt werden konnte, entschied sich Gott auch in diesem Fall dafür, Satan den entsprechenden Beweis erbringen zu lassen. Damit sind wir beim zentralen Punkt: Gott erlaubte Satan, eine gewisse Zeit lang über die Welt zu herrschen. Das erklärt, warum es heute und in all den Jahrhunderten zuvor, so viel Leid gegeben hat, denn tatsächlich beherrscht nicht Gott diese Welt, sondern Satan der Teufel. Das geht deutlich aus folgendem Bibeltext hervor: " Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist." (1. Johannes, Kapitel 5, Vers 19).

Obwohl also Gott das Leid eine bestimmte Zeit zulässt, heißt das nicht, dass er nur gleichgültig zusieht.
Aus der Bibel geht nämlich hervor, dass Gott für uns da ist, wenn wir Ängste und Sorgen haben. Das zeigt beispielsweise, was der berühmte König David, der in seinem Leben viel durchmachte, gemäß Psalm, Kapitel 31, Vers 7 sagte: "Ich will frohlocken und mich freuen in deiner liebenden Güte, Da du meine Trübsal gesehen hast; Du hast gewußt von den Bedrängnissen meiner Seele."

Für David war es also ein echter Trost, zu wissen, das Gott alles sah, was er durchmachte. Da Gott sich seit den Tagen Davids nicht geändert hat, nimmt er ebenso das Leid in der heutigen Zeit wahr, und er hat beschlossen, es nicht auf ewig zuzulassen. Die Bibel zeigt mehrfach sehr deutlich, dass Gott dem Teufel bald das Handwerk legen wird und dann dem Leid für immer ein Ende machen wird. Interessant dazu ist folgende Aussage: "Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen" (1. Johannes 3:8). Ja, es kommt der Zeitpunkt, da Gott bald dafür sorgen wird, dass der Teufel keinen weiteren Schaden mehr anrichten kann. Indem Gott den Hauptverursacher allen Leids ausschaltet, kann die gesamte Schöpfung wieder aufatmen. Schließlich wird es sogar überhaupt nichts mehr Böses geben und das wird dann für immer so bleiben! Ist das nicht ein sehr tröstlicher Gedanke?

LG Philipp

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aus "Offenbarungen Jesu über das bevorstehende Zeitalter der Liebe und des Friedens"

Die Leiden meines göttlichen Willens sind für den Menschen unfaßbar und unbeschreiblich.In allen Menschen wirksam,fühlt er sich bedrückt von einer entsetzlichen und herzzerreißenden Todesangst, weil die Menschen,anstatt ihm die Herrschaft einzuräumen, damit sich sein Leben in ihnen entfalte, ihn niederhalten und der Freiheit berauben, handeln und wirken zu können. 

Mein Wille ist nur da, dem Willen der Menschen zu dienen und bei ihren HAndlungen,in denen er lebt,mitzuwirken, aber wie einer, der in Todeskampf, ja am Ersticken ist, in einem qualvollen Todeskampf von langen JAhrhunderten...

Ein solcher Zustand ist so qualvoll, daß meine Menschheit, die ihn zuließ im Garten Gethsemane, soweit ging, Trost sogar bei den Jüngern zu suchen,einen Trost, den ich keineswegs erhielt. Kein Wunder, wenn ich in meiner entsetzlichen Todesangst Blutschweiß vergoß.

Jetzt aber hat der Wille des Allerhöchsten genug, und um jeden Preis möchte er dieser fortgesetzten Todespein entrinnen.So sind die Heimsuchungen, die gleichsam vom Himmel regnen, nichts anderes als die Zuckungen seiner Todesqual, durch die er, weil er mehr nicht tun kann, das ganze Menschengeschlecht diesen schmerzlichen Zustand fühlen lassen will...

Der üble Geruch, der vom Bösen ausgeht, ist entsetzlicher als der Gestank eines verwesenden Leichnams, und mein Wille muß die Nöte des Todeskampfes ausstehen inmitten der Bösen...

Wie gerne möchte ich die Menschen jene entsetzliche Todesangst, jenes unausgesetzte Todesröcheln, jene geradezu zermalmende Erschlaffung fühlen lassen, in welche die Seelen meinen Willen versetzen, weil sie ihn nicht anerkennen, nicht regieren lassen wollen! 

Darum möchte er mit seinen hartnäckigen Bemühungen die Dämme durchbrechen, die ihn hemmen, damit die Seelen, wenn sie ihn nicht auf dem Weg der Liebe anerkennen wollen, ihn auf dem Weg der Gerechtigkeit kennen lernen sollen.

Mein Wille ist müde seiner Todesnöte, die nun seit Jahrhunderten andauern, und er möchte ausgehen, um auf Erden seine Herrschaft zu begründen. Auf zweifache Art wird er es tun: entweder als Triumphator durch Mitteilung seiner Erleuchtungen, seiner unermesslichen und unendlich kostbaren Güter sowie durch Erweise von Wundertaten, oder als gerechter Richter, indem er jene mit seinen göttlichen Strafen heimsucht, die ihn nicht als Herrscher anerkennen wollen. Es liegt nun bei den Menschen, welche Art sie wählen.

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Kommentar von 666Phoenix
15.03.2016, 08:19

alexander, sag Bescheid, wenn Du wieder clean bist, damit wir ernsthaft reden können!

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natürlich leidet Gott. Alle Gefühle die wir fühlen können, sind nicht einfach "irdischen Ursprungs". Auch diese Gefühle gehören zu dem Teil, der uns Menschen als Abbild Gottes ausmacht.

Warum sollte also Gott nicht auch leiden, lachen, weinen, trauern, erheitert sein?

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Da es Gott nicht gibt kann man die Frage verneinen.

Wenn wir davon ausgehen das es Gott gäbe, dann könnte er nicht leiden, weil er als allmächtiges und allwissendes Wesen eine Lösung für jedes Problem hätte, noch bevor dieses eingetroffen wäre.


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Kommentar von Garfield0001
13.03.2016, 22:49

woher weißt du dass es Gott nicht gibt? Beweise?

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eine merkwürdige frage...............aber leicht zu beantworten.....würde er existieren, würde er mit sicherheit wegen der dummheit des menschen leiden..............:)

leid ist zudem eine "definition", die einem erbauer des universums nicht betreffen würde, er wäre aus einem "etwas", was mit sicherheit keine eigenschaften oder sonstiges hätte, die nur körperliche wesen haben..........

und die geschichte der menschheit und religionen beweist zudem, dass der glaube an göttern/geistern/übernatürlichen immer nur aus dem unverständnis der menschen über all die dinge, die sich nicht erklären können, entstanden ist..........

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Kommentar von Fantho
13.03.2016, 22:29

würde er existieren, würde er mit sicherheit wegen der dummheit des menschen leiden

Mitgefühl ist was anderes als Miteid...

Zudem würde dann Gott wegen jener dummen Menschen leiden, welche als ungläubige Menschen auf Erden gewandelt waren, wenn Du auf dieser Deinen Hypothese 'Gott existiere' Deine Argumentation baust, da jene ja nie / nicht an Gott geglaubt hatten und haben...

Gruß Fantho

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Kommentar von Garfield0001
13.03.2016, 22:52

wer sagt, dass nur körperliche Wesen "Leid" erfahren können? Woher willst du den Ursprung des "Leids" wissen?

Wer sagt dass "Mensch" nur "körperlich" ist und nicht mehr?

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Das Leiden rührt aus einem Zustand bestimmter unerfüllter Begierden, Wünschen, Triebe und Ängste her...

All diesen Zuständen ist Gott aber nicht unterlegen, da

Gott alles hat und nichts braucht, wünscht und / oder fordert

wie auch keine Ängste hat, da Gott ein in sich ruhendes Wesen ist...

Gruß Fantho

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Kommentar von Garfield0001
13.03.2016, 22:49

bräuchte Gott nichts, hätte er keine Menschen geschaffen :-)

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Ja, aber "Er greift nicht ein", weil Er Geduld hat (Jer.1,10-14; Röm.2,4; 2.Petr.3,15).

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Leidet Gott?

Sorry, das ist eine blöde Frage! Der kann nicht mal andeutungsweise wissen, was solche rein menschlichen Kategorien wie "leiden" u. a. bedeuten!

Sonst hätte er eventuell schon etwas dagegen unternommen!

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Wenn Gott nicht mitleiden würde, gäbe es die Propheten nicht, die uns wieder auf den rechten Weg bringen sollten.

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