(Leider) gerechtfertigte Inkasso-Forderung nach Umzug und Nicht-Erhalt von Mahnungen. Wie möglichst kostengünstig aus der Geschichte rauskommen?

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5 Antworten

soweit sehr entgegenkommend von Vodafone

Mit Kulanz hat das nichts zu tun. Es gibt ein Gesetz (TKG), in dem genau das steht: Jeder hat ein Sonderkündigungsrecht, wenn nach Umzug die Leistung nicht mehr angeboten werden kann. Dem Anbieter stehen dann 3 Monate Schadensersatz zu. Mehr nicht.

Was deine eigentliche Frage angeht: Ich würde nur die Hauptforderung, sowie gerundet 2,50€ für Briefporto, sowie einmalig 4,50€ Rücklastschrift begleichen.

Dem Inkasso würde ich schreiben:

Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung mangels Verzug zurück. Ihrer Mandantin war die neue Adresse nicht nur bekannt, das ganze war auch Grundlage für eine außerordentliche Kündigung gemäß TKG. Eine Mahnung hat mich zu keinem Zeitpunkt erreicht. Die Schadensposition "Schadensersatz" in Höhe von 14,55€ klingt für mich frei erfunden. Das kann ich nicht nachvollziehen. Genauso ist die Position "Ermittlungen umsatzsteuerrelevant" frei erfunden und wird abgelehnt. Ich untersage die Speicherung meiner personenbezogenen Daten und die Meldung an Auskunfteien. Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich widersprechen.

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Kommentar von ErnestoGonzalez
07.08.2017, 13:25

Hallo und Danke für Deine Antwort, wem genau würdest Du das überweisen? Vodafone oder dem Inkasso? Grüße

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Kommentar von ErnestoGonzalez
07.08.2017, 18:49

Hallo,

ich wollte jetzt was in der Form hier schreiben:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

am xx.yy.zzzz hat mich Ihr Schreiben bzgl.
einer offenen Forderung der Firma Vodafone GmbH (im Folgenden Vodafone genannt) in Höhe von EUR 32,25 zzgl.
Verzugszinsen in Höhe von EUR 0,15 erreicht.

Die ursprüngliche Forderung in Höhe von EUR 29,75 stammt aus einem Vertrag, der gemäß TKG wegen eines Umzugs vorzeitig
gekündigt wurde. Dieser Umzug wurde von Vodafone in der Kündigung auch entsprechend vermerkt (vgl. ebenfalls ihre Forderungsdarlegung). Trotzdem haben mich schriftliche Mahnungen seitens Vodafone nicht erreicht.

Die Hauptforderung inkl. Verzugszinsen (hier liegt scheinbar ein Rechenfehler vor: der Verzug beträgt – laut ihrer Darlegung
(und der Tag der Zustellung der 1. Mahnung kann von ihnen unmöglich auf den 29.06.2017 datiert werden, da die Mahnung nicht zugestellt werden konnte) – 39 Tage und somit ergeben sich bei einem Zinssatz von 4,12% auf EUR 32,25 nur EUR 0,14 statt der angegebenen EUR 0,15 Verzugszinsen) in Höhe von total EUR 33,00 habe ich direkt auf das Konto IBAN DE63 3007 0010 0270 7040 05 des Gläubigers Vodafone überwiesen. Sie können sich den
Eingang des Geldes von Vodafone bestätigen lassen.

Ich lehne hiermit ihre weiteren Forderungen mangels Vorlage einer Gläubigervollmacht vollumfänglich ab:

- Es liegt kein Nachweis über die Kosten der Rücklastschriften vor, somit lehne ich die Kosten für die Rücklastschriften ab.

- Es haben mich keine Mahnungen erreicht, somit lehne ich die Kosten für angebliche Mahnungen ab.

- Die Inkasso-Kosten überschreiten bei Weitem den regulären Satz bei so geringem Forderungswert (< EUR 100,00), somit lehne ich die überzogenen Gebühren ab.

- Es liegt kein Nachweis über die Ermittlungsgebühren bei, somit lehne ich die Kosten für jegliche Ermittlungen ab.

- Vodafone ist vorsteuerabzugsberechtigt und somit dürfte dieser Posten nicht umsatzsteuerrelevant sein; auch aus diesem

Grund lehne ich die Ermittlungsgebühren ab.

Somit ist die Hauptforderung gegenüber Vodafone abgegolten und damit die Weitergabe meiner Daten an Schuldnerauskunftsdatenbanken illegal und zieht für den Fall der
Zuwiderhandlung empfindliche Rechtsfolgen gegen ihr Unternehmen nach sich. Auf § 28a BDSG sowie § 824 BGB wird hingewiesen.

Weitere unqualifizierte Mahnschreiben in
dieser Angelegenheit werde ich nicht beantworten.

Eine Zahlung für offenkundig nicht bestehende Ansprüche wird nicht geleistet. Aus diesem Grund werde ich einem gerichtlichen
Mahnbescheid fristgemäß widersprechen.

Mit freundlichen Grüßen"

Ist das so in Ordnung? Ich bin mir unsicher, was ich mit den Mahngebühren (schließlich haben mich keine Mahnungen erreicht) und den Rücklastschriftkosten (darüber liegt kein Nachweis bei) machen soll. Sollte ich die mit überweisen?

Vgl. Punkte 3 und 11 hier:

http://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht-/

Danke für Euer Feedback und Grüße.

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Forderungsinhaber ist nach wie vor das telko und nicht infoscore.

Lediglich der Forderungseinzug ist abgetreten.

An Inkasso Gebühr ist gem rvg 18 € maximal zu zahlen ( 15 ink plus 3 pauschale) Es handelt sich hierbei um ein einfaches Schreiben welches nur mit 0,3 RVG abgerechnet wird.

1 Lastschriftrucklaufer kostet gem neusten Urteil LG Potsdam 3,65 €

Pro Mahnung fallen 2,50 € maximal an.

Wie ist das Nervenkostuem ?

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Kommentar von ErnestoGonzalez
06.08.2017, 17:54

Hallo,

danke Dir für die Auskunft. Was ist denn der Unterschied zwischen Forderungsinhaber und Forderungseinzug?

Was mich daran noch verwundert: Die Mitarbeiterin von Vodafone (im Shop; keine Ahnung, ob die da wirklich qualifiziert ist) meinte, Vodafone könne das Geld garnicht zuweisen, wenn wir es jetzt direkt an Vodafone überweisen würden. Stimmt dies? Oder können die das sehr wohl und damit wäre dann die Hauptforderung rechtlich betrachtet abgegolten?

Zu den Inkasso-Gebühren lese ich gerade etwas auf Deinem Link herum:

D.h. an Inkasso-Gebühren wären höchstens 18*0,3 = 5,40€ gerechtfertigt anstelle der genannten 40,50€? Oder wie ist das zu verstehen? Die Mahngebühren betragen laut Aufstellung (und auch laut Vodafone-Rechnung, die ich jetzt im Online-Kundencenter anschauen konnte) genau die 2,50€. Die Lastschriftrücklaufer sind mit 4,50€ zwar höher angegeben als die von Dir genannten 3,65€. Aber dafür würde ich jetzt kein Fass aufmachen wollen.

Mein Nervenkostüm ist groß, das meiner Freundin bedingt (aber sie ist Russin, vlt. hilft das :P). Kommt natürlich immer bisschen drauf an, was einem blüht (kann ja aber eig. nicht all zu viel sein, sollte die Hauptforderung direkt an Vodafone beglichen worden sein). Oder täusche ich mich da?

Danke vielmals und viele Grüße.

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Kommentar von ErnestoGonzalez
07.08.2017, 23:40

Hey, schau Dir bitte mal die Antwort und dazugehörigen Kommentare unter mepeisen's Antwort an. Was sagst dazu? Danke:)

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Also Anwalt bin ich auch nicht, aber eigentlich ist die beste Sache die gesamten Kosten gegenüber Infoscore Inkasso schnellstmöglich zu begleichen.

Die Firma hat vollkommen zu recht das Inkasso Büro beauftragt als auf die Mahnungen keine Reaktion gezeigt wurde. Das ist der normale Ablauf wenn Forderungen oftmals per Lastschrift nicht beglichen werden.
Daher ist auch der Anspruch des Inkasso Büros rechtens und korrekt.

Sollte sie diese Zahlung nicht leisten wird das Inkasso Büro nach ein oder zwei weiteren Briefen den Gerichtlichen Weg einschlagen. Das heißt das offene Geld (welches von Brief zu Brief sehr viel Mehr wird) so wie die Gerichtskosten vom Vollzieher pfänden lassen. Dies äußert sich dann in Gehaltspfändung oder sollte dies nicht möglich sein Sachpfändungen.

Die Kontaktaufnahme zum Unternehmen bei dem die Schulden ursprünglich gemacht wurden bringt in diesem Fall nichts, da der Fall bereits übergeben ist.
Damit hat Vodafon den Auftrag erteilt und bekommt sein Geld von Infoscore später zurück.

Die Forderungen werden nun vom Inkasso Büro gestellt und sind auch an dieses, Restlos inklusive der zusätzlichen Kosten die durch das Verfahren entstanden sind zu überweisen.

Das aussitzen ist absolut nicht anzuraten und wird mit rechtlichen Folgen und damit vor Gericht enden.

Hoffe konnte weiterhelfen.
LG Henrik

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Kommentar von ErnestoGonzalez
06.08.2017, 13:47

Die Kontaktaufnahme zum Unternehmen bei dem die Schulden ursprünglich gemacht wurden bringt in diesem Fall nichts, da der Fall bereits übergeben ist. Damit hat Vodafon den Auftrag erteilt und bekommt sein Geld von Infoscore später zurück

Naja, das ist halt genau die Frage, vgl. diese ausgezeichnete Antwort und dazugehörige Kommentare:

https://www.gutefrage.net/frage/gerechtfertigte-inkassogebuehren

Auch dort ist wieder von Direktzahlung an den urspr. Gläubiger die Rede. Und die Ausgangslage ist - wenn auch evtl. leicht andere Rahmenbedingungen - die gleiche wie im Fall meiner Freundin. Gläubiger -> Mahnungen -> Inkasso, d.h. rein rechtlich betrachtet müsste ja auch hier das Inkasso-Büro der Gläubiger sein, aber die Zahlung an den urspr. Gläubiger wurde ja sogar in der Rechnung anerkannt.

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Kommentar von EXInkassoMA
06.08.2017, 16:15

@Hendrik : leider stimmt recht wenig an Deinem Beitrag.

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Ich würde die Forderung incl. Gebühren überweisen. Berechtigte Forderungen werden nur teurer wenn man das nicht tut. 

Das Geld konnte von Vodafon nicht eingezogen werden, die haben die Forderung an das Inkassobüro verkauft und das Büro muss natürlich auch seine Kosten abrechnen.

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Kommentar von EXInkassoMA
06.08.2017, 16:07

Die haben nichts verkauft.vodafon ist nach wie vor forderungsinhaber.

Die kosten der inkassobude erscheinen mir stark uberhoeht und sind kaum Durchsetzungsfähig

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.... das ist mir zu wirr. Vodafon kennt die neue Anschrift wegen der Ummeldung und schickt diese Dinger weiter an die alte?

Da kann aber etwas nicht stimmen.

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Kommentar von ErnestoGonzalez
06.08.2017, 13:21

Sorry, falls da was zu wirr war. Der Vodafone-Vertrag wurde gekündigt, da am neuen Wohnort Vodafone-DSL eben nicht verfügbar ist. Daher konnte der Vertrag frühzeitig aufgelöst werden. Und aus dieser Vertragsauflösung resultierten die genannten Kosten, wobei die Abschlussrechnung meine Freundin eben nie erreichte.

Vodafone übernimmt am Telefon leider keine neuen Anschriften (wurde uns sogar gestern noch im Vodafone-Shop gesagt). Dafür wäre eine Ummeldung in deren Online-Portal notwendig (die nicht geschehen ist).

Von daher kamen die Mahnungen auf schriftlichem Wege nicht an.

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