Leide unter Selbsthass. Was nun?

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5 Antworten

1. Negative Gedankenprozesse behindern Dich. Derzeit springst Du von einem negativen Gedanken zum nächsten. Ich zeige Dir kurz wie unser Gehirn funktioniert: Wenn Du z.B. an das Wort "Krieg" denkst, verbindest Du dieses Wort mit anderen Begriffen wie "Leid", "tot", "Ungerechtigkeit" usw. usw. - Du springst also von einem negativen Gedanken zum nächsten. 

Du kannst diese aber auch unterbrechen. Wenn Du im Alltag feststellst, dass Du Dich negativ auf etwas einlässt, z.B. von einem wütenden zum nächsten wütenden Gedanken oder von einem traurigen zum nächsten traurigen Gedanken springst, kannst Du das bewusst unterbrechen, indem Du eine Minute lang spontan positive Begriffe aneinander reihst. z.B. "Harmonie", "Freundschaft", "Erotik", "Familie", "Stärke", "Frieden" usw. - dein Gehirn wird am Anfang vielleicht versuchen negative Gedankenprozesse einzuführen, aber schon nach zwei oder drei Minuten sind deine vorigen negativen Gedanken unwichtig geworden oder haben keine so große Bedeutung mehr für Dich.

2. Statt den ganzen Tag über negative Dinge in Deinem Leben nachzudenken, kannst Du Deinem Gefühlsleben eine neue Wendung geben, indem Du lernst nur fünf bis zehn Minuten am Tag Deinen Gefühlen freien lauf zu lassen und den restlichen Tag nützliche oder spassige Sachen zu machen.

Dazu hörst Du jeden morgen kurz in Dich hinein und wenn Du Dich z.B. am morgen ein bisschen traurig fühlst, gehst Du zum Zähneputzen und hörst dabei traurige Musik, die Dich zum Weinen bringt. Da der Anlass der Dich zum Weinen bringt nicht so stark ist, als würde Dich jemand wirklich angreifen, wirst Dein Gehirn es eher so wahrnehmen als würdest Du einen traurigen Film anschauen. Nach fünf bis zehn Minuten brichst Du die Übung ab und machst den Rest des Tages lustige und nützliche Dinge.

Wenn Du morgens aufstehst und Dich ein bisschen sauer fühlst, kannst Du wieder zum Zähneputzen gehen und dabei schnelle rhythmische Musik hören, die dir gefällt und bei der Du entweder zum Tanzen oder wütend hin und her laufen animiert wirst. Nach fünf bis zehn Minuten kannst Du die Übung mit Technik bei 1. abbrechen und den Rest des Tages nützliche und spassige Dinge tun.

Schon nach drei bis fünf Minuten wird Dein Gehirn begreifen, dass auch starke Gefühle kontrollierbar sind und nicht den ganzen Tag lang Dich belasten müssen. Du wirst von Monat zu Monat immer selbstbewusster.

3. Natürlich kannst Du auch Sorgentelefone anrufen oder Deinen  Freundschaftskreis erweitern bzw. aufbauen. Dazu empfehle ich Dir auf die Seite Ebay Kleinanzeigen zu gehen (kein Witz). Dort suchen viele Menschen aus vielen Regionen Leute mit denen sie regelmäßig ins Kino gehen können oder andere Sachen machen können. Geh einfach mal mit verschiedenen Leuten los. Einige dieser Leute werden Dir gut gefallen. Um so sozialer Du wirst - also umso mehr Du mit Menschen zu tun hast - umso besser wirst Du mit nervigen Menschen umgehen können.

4. Rate ich Dir Dein Sozialleben noch weiter zu erweitern, indem Du die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten, die Dir oft durch regionale Zeitungen gegeben wird, nutzt. Bedeutet: Geh auf alle möglichen Events, wie Konzerte, Festivals, Cons, Leseabende usw. usw. - Du kannst Dich später noch spezialisieren - z.B. auf Film oder auf Musik...

So lernst Du mit der Zeit hier und da auch wirklich tolle Leute kennen, die nicht nur auf Äußerlichkeiten achten sondern Dich als Mensch mögen.

Du kannst auch Trendsportenarten, die jeden Monat rauskommen mal probieren - Probetraining. Vielleicht ist sogar eine drunter, die Dir dauerhaft gefällt, wenn nicht probierst Du eben viele Sportarten aus und hast immer viel zu erzählen.

5. Rede, wenn Du Leute kennen lernst, über lustige Themen, wie z.B. lustige Lehrer, die Du hattest oder Mitschüler, die was komisches gemacht haben. So ist die Atmosphäre viel lockerer und frage einfach, ob der andere auch so lustige Ferien hatte oder lustige Lehrer/ Kindheit usw. So entwickelt sich ein individuelles lustiges Gespräch in toller Atmosphäre.

6. Manchmal hast Du keine Lust Dinge zu tun. Tue sie aber trotzdem, wenn sie eben notwendig sind - z.B. Wohnung aufräumen oder Schreibarbeiten erledigen. Es geht leichter, wenn Du Dich nicht ablenken lässt. Denn immer wenn Du auf Dein Handy schaust, obwohl Du eigentlich lernen solltest, brichst Du den Gedankenprozess oder Deine Motivation für die Sache ab und denkst danach, dass es angeblich so schwer war. In Wirklichkeit warst Du einfach nicht bei der Sache. Sei Dir auch nicht zu schade, bei Dingen, die Du nicht weißt Einführungsvideos oder Literatur zu lesen. Dafür verstehst Du dann die Sache wenigstens wirklich - im Gegensatz zu vielen Mitmenschen.

7. Sollte Deine Jobsitutation so bleiben wie oben beschrieben, würde ich mir überlegen, ob Du Dir nicht einen anderen Job suchst. Entweder in der gleichen Branche oder in einer ganz anderen Branche.

So kannst Du Dir z.B. mal überlegen, welches berufliches Ziel - unabhängig von der Branche, in der Du jetzt arbeitest - Du gerne in 20 Jahren erreichen möchtest. Wenn Du z.B. gerne Chef werden möchtest, solltest du im nächsten Job für wenig Gehalt aber viel Erfahrung einen Assistenzjob auf der Führungsebene einer Firma anstreben. Denn nur ein guter anderer Chef kann Dir beibringen wie ein Chef handelt und denkt. Das gleiche gilt für alle anderen fernen Ziele im Beruf. Werde immer Assistent von dem, was Du gerne sein willst um von den besten zu lernen. Zur Not machst Du eben mehrere Assistenzjobs bis Du einen guten Chef gefunden hast.

Frohe Weihnachten wünsche ich Dir.

  • Zunächst: gib dir viel Zeit und hab Geduld. Dein Vorhaben lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Den Selbsthass zu besiegen kann ein langer Prozess sein - der sich aber lohnt!
  • Du lernst Selbsthass - das heißt du kannst auch lernen dich wieder zu lieben. Denn kein Mensch hasst sich selbst von Natur aus.
  • Wenn du schon sehr tief drin steckst solltest du dir eine Therapie suchen

Hier noch weitere Tipps um dich selbst zu lieben:

  • Erforsche die Ursachen deines Selbsthass
  • Lerne dich selbst besser kennen
  • Lerne dich anzunehmen
  • Ändere deine Grundeinstellung
  • Suche dir Sicherheit in dir selbst - nicht außen
  • Lerne mit Kritik umzugehen
  • Beziehe nicht alles auf dich
  • Lerne "Nein" zu sagen
  • Arbeite an deiner Ausstrahlung
  • Führe ein Tagebuch über deine Erfolge

Hier kannst du die o.g. Tipps nachlesen und vertiefen: http://www.selbstliebe-gegen.selbsthass.com/selbstbe.htm



1. Dir klar machen wer du bist (Selbstbild erstellen)

2. Was möchtest du? Hilfreich ist es eine Liste zu erstellen mit Pro/Kontra

3. Selbstachtung, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein aufbauen

4. Immer du selbst bleiben :)

5. gegebenfalls professionelle Hilfe suchen



Dir klar machen wer du bist (Selbstbild erstellen)

Unter Selbsthass wird das nur negativ ausfallen

Selbstachtung, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein aufbauen

Und wie geht das? Hier solltest du Wege aufzeigen und Tipps geben. So hat deine Anweisung weder Hand noch Fuß.

Immer du selbst bleiben :)

Genau das möchte der FS ja nicht. Oder soll er weiter so bleiben und sich damit auch weiter hassen? Das macht so wie du es darstellst keinen Sinn.

gegebenfalls professionelle Hilfe suchen

Hier stimme ich dir zu - eine Therapie ist durchaus sinnvoll.

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@LonelyBrain

zu 1. Klar wird es negativ ausfallen dennoch hat man somit schon einmal die Möglichkeit zu sehen was möchte und was möchte ich nicht für die Zukunft. 

zu 2. Brauch man genau 1 mal googeln pro Wort um entsprechende Ergebnisse zu erlangen. Und die dazugehörigen Übungen muss jeder für sich selbst ausprobieren um zu wissen welche für ihn geeignet sind und welche nicht.

zu 3. ist damit ehr der Charakter gemeint, Selbsthass hat nichts mit dem eigentlichen Charakter eines Menschen zu tun. Selbsthass ist ein Bild seiner selbst.

zu 4. brauch ich ja nichts mehr sagen außer das die oberen 2 Punkte da natürlich mit in Angriff genommen werden nur eben mit begleitender Hilfe eines Psychologen.

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@KillerFerkel

hat man somit schon einmal die Möglichkeit zu sehen was möchte und was möchte ich nicht für die Zukunft.

Wie leitest du das von einem neg. Selbstbildnis ab?! Unverständlich.

Brauch man genau 1 mal googeln pro Wort um entsprechende Ergebnisse zu erlangen.

Dann kann der FS genauso gut googlen wie er den Selbsthass besiegen kann. Alles kann man googlen. Trotzdem antwortest du doch. Dann doch gleich richtig.

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@LonelyBrain

Um es dir verständlich zu erläutern nenne ich ein kurzes Beispiel: Ich setze mich hin und erstelle ein Selbstbild, darin liste ich auf wenn ich jemanden mag werde ich in gewissen Situationen eifersüchtig (da dieses Verhalten in einem gewissen Maße menschlich ist, sehe ich keinen Grund drin dieses zu verändern auch wenn ich meine Eifersucht auf Grund dessen das ich z.b eine negative Reaktion zeige, nicht leiden kann. Nun gehe ich hin und führe die Liste weiter. Mir fällt auf das ich extrem schüchtern bin und das ich diese Eigenschaft an mir absolut nicht leiden kann und ändern möchte, da ich mich vielleicht sozial engagieren möchte, neue Freunde oder eine neue Liebe kennen lernen möchte. Also gehe ich hin und überlege wie ich diese Veränderung durchgesetzt bekomme. (Ich hoffe dies war jetzt verständlich :D manchmal schreibe ich sehr unverständlich, ich weiß aber bis jetzt hat es mich noch nicht so sehr geärgert das ich den Wunsch verspürt habe dies zu ändern :P) 

Klar hätte der FS auch das Wort "Selbsthass" googeln können, aber ich bin ja auch nicht dafür da um ihm alles vor die Nase zu legen oder? Meine Antworten sind lediglich Tipps und Ratschläge die man befolgen oder zur Anregung nutzen kann. Und wie heißt es so schön? Wenn man etwas möchte muss man auch etwas dafür tun. Ich kann doch auch nicht hingehen & fragen "Wo gibt es das beste Eis?" und dann erwarten das mir der Antwortgeber gleich eins vorbei bringt. Das Prinzip sollte verstanden sein, oder?

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Lass dich in eine Psychatrie einweißen und dich dort behandeln

Wtf wieso denn gleich Psychatrie?

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Eine Einweisung ist völlig übertrieben. Eine Therapie aber durchaus sinnvoll.

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@LonelyBrain

Die Psychatrie hilft im gleichen Maße wie eine Therapie bei einem Psychologen, das eine findet in einer Gruppe statt mit zwischenzeitlichen Einzelgesprächen und das andere mit dauernden Einzelgesprächen, eine Gruppentherapie ist aber ebenfalls ohne nötige Einweisung in eine psychatrische Anstalt möglich, je nach Typ des Menschen muss er selbst entscheiden welche der beiden Therapie die bessere für ihn ist. 

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