Leide ich unter starken depressionen?

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Hallo Honeymoon24,

Du kennst wahrscheinlich das Gefühl, tiefer Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit. Du hast auch möglicherweise das Empfinden, dass der Schmerz nie aufhört und hast die Aussicht auf Besserung aufgegeben. Das kommt daher, dass man in eine Art Negativspirale geraten kann, die einen mehr und mehr nach unten ziehen kann. Vergiss jedoch eines bitte nicht: Auch wenn es sich momentan anders anfühlt - Deine Situation ist nicht hoffnungslos! Es gibt einen Weg aus der Depression! Doch so wie Deine Depression nicht über Nacht entstanden ist, so wird sie auch nicht über Nacht wieder verschwinden. Doch sei guten Mutes! Viele andere vor Dir haben sich aus der Umklammerung ihrer Depression befreien können und führen heute wieder ein normales Leben. Ein wichtiger Schlüssel ist die Hoffnung - Hoffnung auf Besserung.

Der Rat Deiner Bekannten, Dich jemandem anzuvertrauen ist sehr gut. Denn niemand kann wissen, wie es in Deinem Herzen aussieht, wenn Du nicht aus Dir herausgehst und Dich jemandem mitteilst. Außerdem ist es ein Heilungsprozess, Gefühle in Worte zu kleiden, denn allein über Deine schmerzlichen Erfahrungen zu reden, kann Deinem Herzen Erleichterung bringen. Ich fand hierzu einen Spruch aus der Bibel sehr passend, der lautet: "Angstvolle Besorgtheit im Herzen eines Mannes wird es niederbeugen, aber das gute Wort erfreut es ( Sprüche 12:25). Das "gute Wort" könnte von Deinen Eltern oder einem mitfühlenden Freund/Freundin kommen. Wenn Du jedoch Deine Gefühle in Dich einschließt und unterdrückst, dann leistest Du Deinen Depressionen nur Vorschub. Doch ist hier auch ein Wort zu Vorsicht angebracht: Überlege Dir ganz genau, wem gegenüber Du Dich öffnen willst. Es sollte sich auf jeden Fall um eine vertrauenswürdige, mitfühlende und verständnisvolle Person handeln, die selbst stark genug ist, Dir wirklich beizustehen.

Ob Du Dich in eine Klinik einweisen lassen solltest, kann ich nicht beurteilen. Am besten, Du wendest Dich zuerst einmal an einen Arzt. Die Behandlung einer Depression von ärztlicher Seite sieht folgendermaßen aus: Medikamente können sehr hilfreich sein und werden oft als Begleitung zu einer Psychotherapie eingesetzt. Meistens werden Antidepressiva gegeben, die stimmungsaufhellend und antriebssteigernd wirken und nicht abhängig machen. Besonders in der ersten Einnahmephase muss man mit Nebenwirkungen rechnen, die in der Regel jedoch nach 2-3 Wochen abnehmen. Viele empfinden die Einnahme eines Antidepressivums als sehr wirkungsvoll, da es außerdem dabei hilft, Konzentrationsprobleme zu überwinden. Beachte bitte: Die medikamentöse Behandlung sollte unbedingt von einem Facharzt (Nervenarzt oder Psychiater) durchgeführt werden, da er sich am besten mit der Wirkung und Anwendung von Psychopharmaka auskennt.

Da Medikamente allein nicht dazu geeignet sind, eine Depression zu heilen, lass Dich unbedingt auch an einen Psychotherapeuten überweisen.

Ein sehr gutes und bewährtes Verfahren zur Behandlung einer Depression ist die sog. "kognitive Verhaltenstherapie", bei der Du lernen kannst, negative Gedanken und Gefühle zu überwinden. Sie wird in der Regel von einem psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt. Allerdings musst Du mit einer gewissen Wartezeit rechnen, bis Du mit der Therapie beginnen kannst.

Über die eben beschriebenen fachlichen Hilfen hinaus, kannst Du selbst einiges tun, um Deine Depression zu überwinden. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es nicht leicht für Dich ist, aktiv zu werden, da die Depression Deine Kräfte lähmt. Sich überhaupt zu irgendetwas aufzuraffen erfordert enorme Kraftanstrengungen, doch Du wirst sehen, es lohnt sich! Es gehört eben zum Wesen einer Depression, das Gefühl zu haben, nicht in der Lage zu sein, in irgendeiner Weise aktiv zu werden. Doch höre nicht auf Dein Gefühl! Dieses Gefühl betrügt dich, da es Dich nur noch tiefer in die Depression treibt. Fang doch mit ganz kleinen Schritten an, z.B. mit einem kurzen Spaziergang.

Es ist ganz verständlich, dass Du so schnell wie möglich wieder aus Deiner Depression herauskommen willst und Du machst Dir womöglich Vorwürfe, dass Du nicht mehr so leistungsfähig bist wie früher. Vielleicht sagst Du Dir innerlich immer öfter: "Ich bin doch zu nichts mehr zu gebrauchen". Doch mit solchen Selbstvorwürfen raubst Du Dir nur Dein Selbstwertgefühl und Du verschlimmerst Deine Depression.

Ganz wichtig ist es gerade jetzt, dass Du nachsichtig und geduldig mit Dir selbst bist. Mach Dir immer wieder klar, dass es eben Zeit braucht, aus Deinem Tief wieder herauszukommen und dass eine Depression nicht ewig dauert. Du kannst sie überwinden und wieder völlig gesund werden! Vergiss das nie!

Fortsetzung...

Fortsetzung...

Da die Depression vorübergehend Deine Leistungsfähigkeit hemmt, solltest Du Dir nie zu viel an einem Tag vornehmen. Lerne es, immer nur kleine Aktivitäten durchzuführen und belohne Dich , wenn Du sie geschafft hast.

Ich möchte Dich auch noch auf einige Hilfen aufmerksam machen, die uns die Bibel gibt. Obwohl die Bibel kein medizinisches Fachbuch ist, so ist doch ihr Autor Gott, derjenige, der uns erschaffen hat und über die menschliche Natur am besten Bescheid weiß. Die Bibel gibt denen, die depressiv sind, Rat und spricht ihnen Mut zu.

Gott ist denen, die ihm dienen und niedergeschlagen sind so nahe, als sei er direkt bei "den Zerschlagenen und Bedrückten, um den Geist der Bedrückten wiederaufleben zu lassen und das Herz der Zerschlagenen neu zu beleben" (Jesaja, Kapitel 57, Vers 15 Einheitsübersetzung). Psalm Kapitel 34, Vers 19 (Gute Nachricht) "wenn sie verzweifelt sind und keinen Mut mehr haben, dann ist er ihnen nahe und hilft." Ist es nicht sehr tröstend, zu wissen, dass Gott schwermütigen Personen so nahe ist?

Vielen hilft es auch, dass sie sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an den "Hörer des Gebets" wenden können (Psalm, Kapitel 65, Vers 2). Das Gebet ist nicht nur eine psychologische Krücke und aufrichtige Gebete gehen nicht ins Leere. Wenn Du Dich an Gott wendest, kann er Dir helfen, besser mit entmutigenden Gefühlen und Situationen umzugehen, die Dich aus dem Gleichgewicht bringen. Die Bibel fordert uns sogar auf, Gott unser Herz auszuschütten. Das ist besonders dann sehr wertvoll, wenn man das Gefühl hat, von niemandem sonst richtig verstanden zu werden. In dem Bibelbuch Philipper, Kapitel 4, Vers 6 und 7 heißt es: "Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern laßt in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden, und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten."

Auch wenn Gott das, was Dich belastet, nicht mit einem Mal beseitigt, kann er Dir jedoch die nötige Kraft geben, mit allem fertig zu werden - auch mit Depressionen! In Philipper, Kapitel 4, Vers 13 steht: "Für alles bin ich stark, durch den, der mir Kraft verleiht."

Wie Du siehst, es gibt einiges, was Du unternehmen kannst, um gegen Deine Depressionen anzugehen. Ich wünsche Dir viel Mut und Erfolg dabei! Gib nicht auf, dann wirst Du es ganz bestimmt schaffen!

Liebe Grüße

Philipp

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@Philipp59

Eine sehr einfühlsame und Anwort! Sehr, sehr schön!

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Depressionen können einen bestimmten Grund haben, aber auch keinen. Bei mir kam das auch irgendwann, es hat sich angeschlichen... Irgendwann wurde es stärker, aber ich habe mich niemandem anvertraut. Starkes Selbstverletzen hab ich nie gemacht, aber ich wollte damals weil ich es nicht mehr ausgehalten habe wirklich nicht mehr leben. Ich war am Ende und ich habs niemandem erzählt. Eine Freundin hat mich quasi gerettet und dann habe ich gemerkt wie ich auch andere in meinem Umfeld damit belaste... Ich beschloss es meinen Eltern zu sagen. Das war der erste Schritt. Und der muss sein. Ich war dann bei verschiedene Therapeuten und als ich trotz Therapie versucht hab mir das Leben zu nehmen bin ich danach in eine Tagesklinik gekommen. Klar man hat Angst vor all dem, vor der Reaktion der Eltern, den Psychotherapeuten, einer Klinik... Aber ich sag dir, hol dir lieber so früh wie möglich Hilfe. Meist reichten wöchentliche Therapiestunden!
Ich sag dir, man denkts nicht, aber man kann aus dem Sche*ß wirklich rauskommen. Mir gehts erst JETZT nach 2 3/4 Jahren wieder gut... Ich habe mir aber auch viel zu spät Hilfe gesucht ... Du schaffst das schon. Ich glaub an dich!

bei mir gibt es eigentlich keinen richtigen grund.. und es hat sich genauso angeschlichen

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Kann auch genetisch bedingt sein:/ gibt es ähnliche Fälle in der Familie? Bei mir war das nicht so, hat viel mit der eigenen Persönlichkeit zu tun... Das finden Psychologen dann heraus. Ich kann dir nur den Tipp geben: Rede mit deinen Eltern und sag Ihnen dass du nicht so weiter machen kannst.

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nein. in meiner Familie gab es sowas eigentlich noch nie. ich kann das nicht meinen Eltern erzählen. davor habe ich zu viel angst

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Schreibs ihnen! Ich hab damals einen Text vorgeschrieben und ihnen vorgelesen, das war eine Hilfe. Eine andere Möglichkeit ist dass du zu deinem Hausarzt gehst und mit ihm drüber redest... Er kann dir dann Adressen etc heraussuchen. Bei mir hat den ersten Verdacht auf eine depressive Phase auch der Hausarzt gestellt als ich wegen Schlafstörungen (gehört meist ja auch zur Depression dazu) bei ihm war.

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Und deine Eltern werden dich schon nicht verurteilen :)! Mein Vater hat damals gesagt dass er es sehr mutig von mir findet das alles überhaupt zu erzählen, meine Mutter hingegen hat geweint... Jede Eltern reagieren da anders aber ich denke nicht dass sie dir nicht helfen wollen oder so!

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Such dir einfach ein Hobby einfach Spiele spielen oder mit youtube anfangen ich bin auch 14 und ja hab auch so ähnliche Probleme Aber nicht immer also bei mir is es eher wegen minecraft xD naja egal es wird schon vergehen sich die Dinge die einen Menschen Freude bereiten zu leben ;)

nein. ich war in der 7. klasse auch schon so. das hat sich dann mit der zeit gelegt und jetzt ist es seit geraumer zeit wieder so

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