Leide ich an einer Schilddrüsenerkrankung?

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5 Antworten

Hallo,

du schreibst, dass der Arzt vor einem halben Jahr gesagt hat, dass Deine Schilddrüse entzündet ist. Leider ist das schon die Diagnose und erklärt Dein Befinden.

Die Diagnose bedeutet, dass Du an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse leidest. Eine Schilddrüsenentzündung wird auch Autoimmunthyreoiditis oder Hashimoto-Thyreoiditis genannt. Dabei zerstört der Körper im Laufe der Zeit die Schilddrüse nach und nach. Dies führt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. Regelmäßige Kontrollen der Schilddrüse sind hierbei notwendig, um die EInstellung mit Schilddrüsenhormonen immer wieder zu korrigieren, da immer weniger funktionierendes Schilddrüsengewebe übrig bleibt und die Unterfunktion stärker wird.

Die Neigung zu der Erkrankung kann tatsächlich vererbt werden und dies ist wahrscheinlich in Deinem Falle auch so.

Habe bitte keine Angst vor der Erkrankung. Im Normalfall ist sie gut behandelbar. Ich empfehle Dir, Dir einen Termin bei einem Endokrinologen (=Hormonfacharzt) geben zu lassen. Dies ist wichtig, da der Hausarzt nicht ausreichend Wissen darüber hat und die richtige Therapie so früh wie möglich angefangen werden sollte. Da Du bereits Symptome hast, besteht Handlungsbedarf.

Eine schöne Zusammenfassung über Deine Erkrankung kannst Du hier finden: www.hashimotothyreoiditis.de . Das zugehörige Forum (siehe Link oben auf der Seite) könnte Dir noch sehr hilfreich sein.

Kopf hoch! Du benötigst nur den richtigen Endokrinologen der Dich richtig einstellt. Vorsicht: Vermeide bitte Jod in aller Form. Das wäre bei dieser Erkrankung kontraproduktiv.

So, nun auf und Termin vereinbaren. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen. Das wird schon.

LG

Catlyn

ViribusUnitis 19.10.2015, 23:13

...dass Du an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse leidest....ist das schon die Diagnose und erklärt Dein Befinden...Eine schöne Zusammenfassung über Deine Erkrankung...Habe bitte keine Angst vor der Erkrankung...

@Catlyn: Eine Ferndiagnose ist auch dir nicht möglich!

Wenn die FS wirklich eine akute Entzündung der Schilddrüse vor 6 Monaten gehabt hätte, wäre sicher mit Antibiotika behandelt worden und man hätte im Zuge der Anamnese Blutuntersuchungen gemacht - evtl. auch eine Szitintigraphie - um die Ursache f.d. Entzündung herauszufinden - auf jeden Fall wäre sicher nicht ein halbes Jahr! Nichts gemacht worden!

Schwitzige Hände Kopfweh Depressive Stimmung Schwäche Gefühl Innere Unruhe Nervosität

sind zwar auch die Symptome einer einfachen Über- o.a. Unterfunktion, können aber auch sehr wohl andere Ursachen haben!

@TamagotchiFr3ak: Warte die Untersuchung beim Arzt morgen ab und lass dich nicht durchs Internet verrückt machen!

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Catlyn 20.10.2015, 00:44
@ViribusUnitis

Leider hast Du Unrecht ViribusUnitis. Eine Schilddrüsenentzündung kann man nicht mit einem Antibiotikum behandeln. LEIDER! Sonst wäre ich zumindest gesund. Schau doch mal hier: http://www.internisten-im-netz.de/de_was-ist-eine-schilddruesenentzuendung_617.html .

Und zu Deiner Anmerkung, dass sicher nicht ein halbes Jahr nichts gemacht worden wäre muss ich strikt zurückweisen. Im Anfangsstadium der Erkrankung machen die aller meisten Ärzte nichts. In meinem Fall machten sie noch viel länger nichts! Die Unterfunktion wird ja auch erst nach und nach größer, so dass Schilddrüsenhormon erst ab einen gewissen Zeitpunkt gegeben werden muss.

Mit Verücktmachen hat das Ganze wenig zu tun. Vielmehr ist es gut zu wissen, mit was man es womöglich zu tun hat. Ich wünschte, mir hätte damals jemand gesagt, dass es so etwas gibt und wonach man überhaupt suchen muss. Und leider haben es Schilddrüsenpatienten mit Ärzten oftmals sehr schwer. Darüber hinaus sehe ich die Erkrankung nicht als ein Todesurteil an. Mit richtiger Einstellung kann man damit durchaus gut leben.

LG

Catlyn

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ViribusUnitis 20.10.2015, 10:58
@Catlyn

Ich bin anderer Meinung: Nur, weil in deinem speziellen Fall eine andere Ursache der Auslöser f.d.Entzündung war, heißt das noch lange nicht, dass dies b.d. FS. genau so ist! : Je nach Ursache wird sehr wohl u. zurecht auch Antibiotika eingesetzt, in manchen Fällen auch Kortison...

Aber im Grunde geht es mir nur darum: Keiner sollte sich eine Ferndiagnose anmaßen! (- auch nicht, wenn es noch so gut gemeint ist).

1. wird die FS heute ärztlich untersucht, da kann sie dann, bzw ihre Erziehungsberechtigten - wenn überhaupt nötig - immer noch FA - Überweisungen oder Zweitmeinungen einholen...

2. ist die FS eine Jugendliche, die auch noch lt. ihrer anderen Fragen sowieso "sehr ängstlich ist", da brauchts nicht noch Leute, die in ihrer Glaskugel eine sehr seltene Erkrankung sehen.... Sorry - das ist sicher nicht nur meine Meinung.

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Catlyn 20.10.2015, 12:18
@ViribusUnitis

Nicht ich habe die Diagnose gestellt, sondern der Arzt. Die Fragerin schrieb doch, dass der Arzt vor einem halben Jahr gesagt hat, dass sie eine entzündete Schilddrüse hat. Das war definitiv nicht meine Diagnose. Und wie Du schon so schön gesagt hast: Es wurde ja nichts gemacht. Meinst Du denn wirklich, dass der Arzt dann untätig gewesen wäre, wenn er mit Antibiotika oder Cortison etwas dagegen tun hätte können? Dann wäre das definitiv Körperverletzung. Bei Hashimoto-Thyreoiditis passiert hingegen erst einmal nichts, wenn man untätig ist.

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FrageSchlumpf 20.10.2015, 21:57
@ViribusUnitis

Wer hier nachgewiesenen Fachleuten wie Catlyn ins Wort fällt sollte zumindest wissen, dass man die Probleme die aus Entzündungen der Schilddrüse entstehen nicht mit Antibiotika sondern mit einer Substitution der Schilddrüsenhormone behandelt.

Und nur weil ein Arzt - durchaus berechtigt - nicht gleich bei der ersten Auffälligkeit gleich mit Kanonen auf Spatzen schießt, bedeutet noch lange nicht, dass da nichts behandlungsbedürftiges ist.

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ViribusUnitis 21.10.2015, 11:07
@FrageSchlumpf

Nicht ich habe die Diagnose gestellt, sondern der Arzt.

Du, catlyn, hast hier die (Fern-)Diagnose " Autoimmunthyreoiditis oder Hashimoto-Thyreoiditis" gestellt. Dis FS hat nur geschrieben, ihr Arzt hätte ihr mal gesagt, (was sie auch falsch verstanden haben kann: sowas soll bei Kindern u. Jugendlichen ja vorkommen) ihre Schilddrüse wäre entzündet und sie hätte das wahrscheinlich von ihrer Mutter geerbt... ?!

@FrageSchlumpf: woher willst du denn wissen, dass catlyn "nachgewiesen" zu den Fachleuten gehört, nur wenn Jemand eine seltene Erkrankung hat, muss er nicht gleich (Fern-)Diagnosen für andere stellen dürfen? (Auch dann, wenn sie i.d. Fall vllt recht hätte...)

...die Probleme die aus Entzündungen der Schilddrüse entstehen nicht mit Antibiotika sondern mit einer Substitution der Schilddrüsenhormone behandelt...

Das kann man mit Sicherheit sehen u. in dem Link (übrigens von catlyn)  anders lesen: http://www.internisten-im-netz.de/de\_schilddruesenentzuendung-behandlung\_624.html

Ich bleibe dabei: Eine (fach-)ärztliche Anamnese mit Blutuntersuchung u.u. in einer Praxis ist besser und hilfreicher als eine gutgemeinte Ferndiagnose an jugendliche Fragerinnen!

...vielleicht meldet sich die FS ja nochmal mit  ihrer persönlichen Diagnose...

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Ob es an der Schilddrüse liegt oder ob du möglicherweise einen Infekt ausbrütest, kann nur ein Arzt feststellen. Ferndiagnosen kann hier niemand stellen. Such also bitte einen Arzt auf!

Hallo,

Am besten ist auf jeden Fall, dass du morgen einen Arzt aufsuchst. Einige deiner Symptome deuten schn darauf hin, aber es ist einfach unmöglich, anhand dieser eine Ferndiagnose zu stellen. Deswegen ist es sinnvoll, dass du einen Fachmann aufsuchst.

Gute Besserung!

Ob evtl. eine Schilddrüsenüber- oder Unterfunktion daran schuld ist oder sonst was nich okay ist sagt dir dein Doc, nach einer gründlichen Untersuchung. Auch wenn sich hier Jemand auskennen sollte, kann er trotzdem keine Ferndiagnose machen u. dein Blut nicht untersuchen


Ja hast du, ich habe auch eine und es ist bei mir genau das gleiche

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